Anna Sperk

Anna Sperk 2016
© Anna Sperk

Steckbrief

geboren am: 11.2.1974
geboren in: Oelsnitz/Vogtl., Sachsen
lebt in: Halle (Saale)

Kontakt: , Halle (Saale)

Vita

Anna Sperk studierte Ethnologie, Religionswissenschaft und Zentralasienwissenschaften in Leipzig, Tübingen, Cambridge (UK) sowie Halle (Saale) und promovierte im Jahr 2011 über das Thema „Plurale Weltinterpretationen“. Sie war über zwanzig Jahre auf verschiedenen Nachwuchsebenen an Universitäten und Forschungseinrichtungen im In- und Ausland tätig, forschte zwei Jahre in Sibirien und Zentralasien, veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze in mehreren Sprachen und widmet sich heute sozialpädagogischen Projekten in der Migrantenarbeit. Mit ihrer Tochter lebt und arbeitet sie in Halle (Saale).
Ihr Debüt „Die Hoffnungsvollen“ (mdv), mit dem die Autorin 2017 auf die schwierige Situation des akademischen Prekariats aufmerksam machte, wurde mit dem Klopstock-Förderpreis des Landes Sachsen-Anhalt (2018) ausgezeichnet. Ihr zweiter Roman „Neben der Wirklichkeit“ erscheint im Sommer 2018 im Mitteldeutschen Verlag.

Würdigung

2016 Autorenstipendium des Landes Sachsen-Anhalt
2018 Klopstock-Förderpreis für neue Literatur des Landes Sachsen-Anhalt

Aktuelles

"Neben der Wirklichkeit" (Anna Sperk, erscheint 2018 im Mitteldeutschen Verlag)


Packender Roman über Mut, Verzweiflung und Hoffnung

Unter Schizophrenie zu leiden, ist für Julia bereits Hölle genug. Doch dann mutiert die Diagnose zur Frage um ihr Kind, und man stellt sie unter Generalverdacht …
Anna Sperk erzählt authentisch und mit feiner Ironie die Geschichte einer jungen Frau, die zwischen die Fronten ihrer Krankheit und der allgemeinen gesellschaftlichen Akzeptanz gerät, bis in ihr Engagement für die Sozialarbeit hinein.

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

sonstige Werke

 


Anna Sperks belletristisches Debüt „Die Hoffnungsvollen“ (mdv 2017) wurde im Jahr 2016 vom Land Sachsen-Anhalt mit einem Autorenstipendium gefördert und im Jahr 2018 mit dem Förderpreis des Klopstock-Preises für neue Literatur ausgezeichnet. Sperk‘s zweiter Roman „Neben der Wirklichkeit“ erscheint im Sommer 2018 beim Mitteldeutschen Verlag.


"Die Hoffnungsvollen" (Anna Sperk, Mitteldeutscher Verlag, 22. November 2016)

Alex will Ethnologin werden, doch das Orchideenfach, in dem am Bedarf vorbei Massen ausgebildet werden, erweist sich als Sackgasse. Dabei hat sie früh gelernt, sich durchzuschlagen. Ein Abrisshaus ist preiswerte Bleibe, Ausgrabungen finanzieren ihr Studium und ihre Forschungen in Sibirien. Männer trudeln durch ihr Leben, bis sie sich für ihr Kind entscheidet. Da hangelt sie sich schon von Projekt zu Projekt, während Anträge zum Lottospiel verkommen. Sie wird von Stipendien und Drittmitteln finanziert, lebt von Sozialleistungen. Eine unbefristete Stelle ist unerreichbar, und wenn sie ihrer Tochter ein halbwegs normales Leben bieten will, muss sie zur Sozialbetrügerin werden.
Anna Sperk erzählt als Insiderin von der erschreckenden Situation junger Wissenschaftler heute. In einem Kaleidoskop von Einzelfällen zeigt sie die Auswirkungen deutscher Wissenschaftspolitik, die Sehnsucht nach einem erfüllten, selbstbestimmten Leben und die Begrenztheit dieses freiheitlichen Lebensdrangs.



»Die Geschichte von Alexandra,[...], ist von einer lebensweltlichen Authentizität, die den Erzeugnissen der Gegenwartsliteratur oft genug abgeht.« Philipp Hartmann, Kreuzer - Leipzig. Subjektiv. Selektiv., Mai 2017
»Ein überzeugendes Debüt.« Juliane Just, Magdeburger Volksstimme, 25. April 2017
»Anna Sperk will in dem sozialen Bildungsroman die Folgen der deutschen Wissenschaftspolitik mit Beginn der Agenda 2010 aufzeigen.« Sandra M. Hänel, Freie Presse, 24. März 2017
»Die Geschichte, die sie in dem Roman erzählt, sei nahe an ihrer eigenen dran -  wenngleich verändert und unterhaltsam aufgeschrieben.« Detlef Färber, Mitteldeutsche Zeitung, 01. Februar 2017


 

Zuletzt durch Anna Sperk aktualisiert: 09.06.2018

Literaturport ID: 2958