Astrid Hoffmann

© Julia Terjung

Steckbrief

geboren am: 9.11.1966
geboren in: Berlin
lebt in: Potsdam

Vita

Astrid Hoffmann wuchs in den siebziger Jahren in Berlin-Friedenau auf. Die Jugend verbrachte sie in Charlottenburg. Sie studierte Publizistik und Arabistik an der Freien Universität Berlin und arbeitete nach einer Job-Phase bei der Pixelpark AG. Dort entwickelte Sie Ende der neunziger Jahre Konzepte für digitale Medien und fing an zu schreiben. 2004 besuchte sie ein Jahr lang den Aufbaustudiengang Kulturjournalismus an der Universität der Künste in Berlin. Seit 2005 schreibt sie als freie Kulturjournalistin für Tageszeitungen und Architektur-Fachzeitschriften. Im Oktober 2008 erschien ihr erstes Buch im Wartberg Verlag mit dem Titel „Aufgewachsen in West-Berlin in den 60er und 70er Jahren“. Aus der Perspektives eines Kindes und später Jugendlichen erzählt die Autoren vom Leben mit 1968.
"Als Kind erlebt man eine Stadt anders. In Abgrenzung zu den vielen Artikeln, die in Zeitungen und anderen Publikationen über die 68er Bewegung erscheinen erzähle ich, dass die Welle aus der Perspektive eines jungen Menschen gar nicht so groß war und die Sehnsucht eines Kinds vielleicht ganz woanders liegt. Der Blick zurück ist immer etwas Komisches. Es geht nicht darum, ob der eine oder der andere Fakt genauso gewesen ist. Es geht um ein Bild, dass zu einer Erinnerung geworden ist. Wenn die Oma "Zwetschgendatschi" gemacht hat, dann ist "Zwetschgendatschi" das Stichwort, aber man sieht doch noch bei diesem „Wortbild“ 35 Jahre später die Oma am Küchentisch stehen und erinnert sich daran das sie eine Küchenschürze trug. Es war mir doch damals piepschnurzegal, dass die Oma aus Linz kam. Mir fiel auf, dass sie schöne, andere Dinge buk. Bis heute mag ich den Klang dieser Sprache."
Die Oma hatte Vorbehalte gegen unsere Mutter, weil die Mutter wiederum aus Schlesien kam?
Es war anscheinend nicht gerade en vogue aus Schlesien zu stammen. Aber das weiß ich natürlich erst heute.

Im Jahre 2005 fing Astrid Hoffmann an mit dem pressefotografischen Blick zu fotografieren. „Als ich Menschen fotografierte wurde mir später klar, dass ich nicht den dokumentarischen Moment suchte, sondern den Emotionalen. Den Moment, der das Handeln des Porträtierten näher bringt: Das Sein des Menschen, das in der Bewegung, im Spontanen, im Zufälligen, im Unwichtigen oder im „Danach“ zu finden ist. Astrid Hoffmann lebt mit ihrer Familie in Potsdam. Im Frühling und Herbst 2010 erscheinen nacheinander die Bücher „Wir Potsdamer. Geschichten und Anekdoten aus Potsdam“ und "Zeit zu verschenken. Geschichten und Anekdoten aus Brandenburg“.
"Zeit zu verschenken" wurde ein "Klassiker".

Würdigung

Im Juni 2011 war "Zeit zu verschenken. Geschichten und Anekdoten aus Brandenburg"
das "Buch des Monats" im "Kulturportal Brandenburg".
Das Portal finden Sie heute unter: www.kreatives-brandenburg.de

Zuletzt durch Astrid Hoffmann aktualisiert: 31.08.2015

Literaturport ID: 1283