Carsten Klook

Vita

An der Vita wird noch gearbeitet.

Lebenslang.

Zwischenbericht:
Meine Eltern kamen 1953 von der Insel Rügen über Berlin nach Hamburg. Ich wurde 1959 in Barmbek geboren und wuchs im Osten der Stadt auf. In Billstedt. Als im August 1961 die Mauer Ost- von Westdeutschland teilte, weilte ich – 21 Monate alt – in Rostock. Mit meiner Mutter aber gelangte ich wieder auf die andere Seite. In den Sommern der 60er- und 70er-Jahre verbrachte ich dennoch viele Monate u. a. in Sellin auf Rügen in der DDR. Dieses Pendeln zwischen den Welten und den Ideologien schärfte meinen Blick für Widersprüche und Scheinbarkeiten.
1976 begann ich mit dem Verfassen von Texten. Ab 1980 studierte ich Germanistik innerhalb und außerhalb der Uni, jobbte Seltsames, schrieb zwei Jahre später für "die tageszeitung hamburg" über Musik, Literatur und Straßenzüge (die Artikel über Hamburger Orte und Straßen wurden 2015 als eBook unter dem Namen "Ortszuschläge, Starrsucht & Skotome" wiederveröffentlicht). Außerdem spielte ich Gitarre in diversen Gruppen.
Ich stand in Kontakt mit den ersten Bands der sogenannten Hamburger Schule und schrieb über Cpt. Kirk &. und Blumfeld auch Artikel.
Um 1988 wollte ich mich an der HfBK Hamburg bewerben, um Visuelle Poesie zu studieren. Mir fielen viele Farben ein. Töne, Männchen, zarte Verästelungen. Ich vereinbarte einen Termin. Aber Gerhard Rühm erschien nicht, ich blieb vor Rühms verschlossener Tür stehen. Auch ein zweiter Versuch, Wochen später, blieb ohne persönliche Begegnung. Ich redete mir ein, dass er mich vielleicht hinter dem Holz beobachtete. Das verstand ich als Ausbildung, wenn auch ohne Extras ("Scheine, Abschluss"). Ich begann, mir einen Debütroman ("Korrektor") zu schreiben.
Zwischen 1989 und 1992 war ich Mitglied der LiteraPur-Redaktion, die von Jürgen Abel geleitet wurde und der auch Joachim Helfer, Mirko Bonné und Farhad Showghi sowie der Künstler Andreas Schwarz angehörten.
Nach gefühlten zwanzig Jahren (Musik-)Journalismus in den Achtzigern und einem kurzen Ausflug in die Satire arbeitete ich ab 1991, genau ab dem Tag, an dem Gorbatschow auf der Krim-Halbinsel in seiner Villa festgehalten wurde ("Augustputsch in Moskau"), beinahe zehn Jahre als Redakteur in den Steinbrüchen großer Fernsehzeitschriften. Von Letzterem zeugt die Erzählung “TV-Lounge”.
Im "Matrix" in der Waterloostraße und mit "Intermediate I bis V" im Restaurant "Rialto" veranstaltete ich zwischen 1999 und 2002 Literatur-Events in Hamburg. Ich versuchte mich auch als Drehbuchautor (u. a. "Tatort") und verfasste ab 2004 Literatur- und Musikkritiken für die Financial Times Deutschland, Textem.de, Kultur & Gespenster und Style and the family tunes. Zwischen 2008 und 2010 arbeitete ich auch für ZEIT online.
Von 2011 bis zum September 2012 gehörte ich dem Ort des Gegen e.V. an, der das Werk der Künstlerin Annette Wehrmann pflegt und im November 2012 den Edwin-Scharff-Preis vom Hamburger Senat erhielt.

Im Zentrum meines literarischen Schaffens steht das Individuum im Versuch seiner Entfunktionalisierung als Lebenskampf gegen den Zugriff der Gesellschaften. Freedom of speech! Mir geht es um das Schreiben in Zusammenhängen, die nicht in erster Linie marktwirtschaftlichen Überlegungen entspringen.

Würdigung

1987 und 1991 Literaturförderpreise der Stadt Hamburg

2007 Sechsmonatiges Aufenthalts-Stipendium im Künstlerhaus Lauenburg/Elbe

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Balkoniade (CD-R)

hyperzineSeptember 2009 Anthologie / Kunstkatalog

Ziegel 13 Hamburger Jahrbuch für Literatur

Dölling und Galitz2012/2013 Ausschnitt aus meinem Roman "CO"

R+D, Canvas Camping

Textem Verlag2009-01-30 Text im Kunst-Buch von Lutz Krüger & Sebastian Reuss

Die Besten 2008 - Klagenfurter Texte

Piper2008-10 Anthologie/Kritik

Ziegel. Hamburger Jahrbuch für Literatur 10: BD 10

Dölling & Galitz2006-09-01 Anthologie

LiteraPur BD 3

1992 Anthologie

Hammer + Veilchen

Hrsg. von Günther Emig und Peter Engel2014 Kurzprosa

Annette Wehrmann als Autorin

Materialverlag HfBK2011 Text im CD-Booklet

Ziegel. Hamburger Jahrbuch für Literatur 2008/09: BD 11

Dölling & Galitz2008-10-16 Anthologie

"Wir nennen es Hamburg"

Kunstverein Hamburg2008 Text zur Geschichte der Off-Kultur Hamburgs seit 1980

Sehnsucht Berlin: Nr 38

Konkursbuchverlag2000 Anthologie

Ziegel. Hamburger Jahrbuch für Literatur BD 1

Dölling und Galitz1992 Anthologie

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Kultur & Gespenster / Wirklich wahr II: 4

Textem Verlag2007-05-28 Essay: Zur Kultur (des) DesInteresses

Kultur & Gespenster / Hubert Fichte: 1

Textem Verlag2006-07-10 Beitrag über Francis Ponge

Kultur & Gespenster / Unter vier Augen: 2

Textem Verlag2006-10-09 Beitrag über Michael Stauffers "Normal"

sonstige Werke

2017 erschien "Der Schlaf in den Urnen – Tagebuch eines Ehemaligen": Gedichte und Prosaminiaturen. Ein HörSpielFilm mit Bildern und Sounds von Andreas Voß als DVD.


Im Ausnahmeverlag erschien 2011 das Bändchen "Tattoovorschläge für Headbanger und Bedhanger" mit Cartoons.

Das Label „Gruenrekorder“ veröffentlichte die Hörstücke-CDs „Halbe Portion Jubel“ (2005) und „Talk Slalom“ (2006), auf denen Carsten Klook auch an diversen Gitarren zu hören ist.
http://www.gruenrekorder.de/?page_id=14

Radio Bremen realisierte 1993 das Hörspiel "Die Reise nach Worpswede". Sprecher: Peter Lohmeyer, Siemen Rühaak, Erik Roßbander u.a. / Regie: Christiane Ohaus

Zuletzt durch Carsten Klook aktualisiert: 06.11.2017

Literaturport ID: 1223