Christopher Ecker

© Arne Rautenberg

Steckbrief

geboren am: 28.10.1967
geboren in: Saarbrücken
lebt in: Kiel

Vita

Geboren 1967 in Saarbrücken. Studium der Ger­manistik und der Philosophie in Saarbrücken und Kiel. Schriftsteller, Übersetzer, Literaturkritik und Essayistik.

Würdigung

1993 Förderpreis für Literatur der Stadt Saarbrücken.
2005 Gustav-Regler-Förderpreis des Saarländischen Rundfunks.
2008 Buch des Jahres Rheinland-Pfalz/Saar für den Roman „Madonna“.
2012 Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis 2012 (Sonderpreis der Jury).
2015 Friedrich-Hebbel-Preis.

Aktuelles

Pressestimmen zum Roman "Die letzte Kränkung" (Mitteldeutscher Verlag, 2014):

»Ein brillant erzählter, exquisiter Roman.«
Moritz Scherper: taz. die tageszeitung, 19. August 2014

»Ein überzeugender philosophischer Sommerroman.«
Kai Sina: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Juli 2014

»Üblicherweise bringt einen ein Buch Seite für Seite der Gewissheit um Handlung und Figuren näher. Hier verhält es sich umgekehrt. Mit jeder Seite wachsen Verunsicherung und Beklemmung, die Wirklichkeit zeigt Risse, hinter denen das Fantastische schimmert. Dieser Taumel ist umso irritierender, weil Ecker ihn mit einer bestechend klaren Sprache kontrastiert, rein wie ein Seetag nach dem Sturm.  (…) Fantastische Literatur mit Anspruch ist leider rar geworden. Christopher Ecker beweist, dass es auch heute noch Meister dieser Kunst gibt.«
Oliver Schwambach: Saarbrücker Zeitung,  11.10.2014

»Ecker weiß packend und elegant zu erzählen und spickt den Roman mit solch furiosen Episoden, dass man begierig liest.«
Michael Klein: LIVE Magazin, Mai 2014

»Ein anspielungsreiches und deutungsoffenes Werk, vielschichtig konstruiert, das zum Nachdenken einlädt.«
Almut Oetjen: histo-couch.de, Mai 2014

»Häuser, Kirche, Hotel. Dorf, Meer und Meersaum. Zeichen, Stimmen, Symbole. Rausch und Hast. Eine Sprache, geschliffen wie ein Dolch aus tausendundeiner Nacht. Überlassen Sie sich dem Verwirrspiel eines großen Autors, tragen Sie den liebevoll gestalteten kleinen Roman mit nachtblauem Leinenrücken und ausfransendem Pappdeckel diesen Sommer mit an Ihr Lieblingsmeer!«
Anne Hahn: Weltexpress, 23. April 2014

»Christopher Eckers Romane verbinden Fantastik und Philosophie, trivialen Spaß und hochgeistigen Tiefsinn. (…) Er ist einer der wenigen deutschen Autoren, die wirklich zeitgemäß sind, er hat den altbackenen Realismus abgeschüttelt und denkt die oft harmlose Gegenwartsliteratur neu. Die letzte Kränkung ist nonchalant, leicht und dabei eine der imposantesten Neuerscheinungen des Frühlings.« 
Joshua Groß: Nürnberger Nachrichten, 16. April 2014

»Der vielschichtigen, präzise erzählten und spannenden Geschichte kann sich der Leser zu keiner Zeit entziehen. Große Erzählkunst, die nicht zuletzt die existentielle Frage thematisiert: Was bedeutet es, ein ›Ich‹ zu sein?«
Heiko Bichel: Bücher Magazin, April 2014

»Ein Stück postmoderner Literaturdiskurs!«
MDR.de, 18. März 2014

»Eckers Prosa ist durch die Schule Kafkas und der Surrealisten gegangen. Die wirkliche Welt und die der Phantasmagorie, die sie zu überwuchern droht, schildert der glänzende Stilist Christopher Ecker in einer geradezu klassisch ausgewogenen, dabei bilderreichen, präzisen und gänzlich unaufgeregten Sprache, die das Wunderbare noch wunderbarer erscheinen lässt.«
Hannes Hansen: Kieler Nachrichten, 26. Februar 2014

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Pressestimmen zum Roman "Fahlmann" (Mitteldeutscher Verlag, 2012):

»Große Bücher brauchen ihre Zeit. Zumal, wenn sie auch noch so umfangreich ausfallen wie Christopher Eckers wunderbarer Roman Fahlmann. Obgleich nahezu unbeachtet geblieben, handelt es um eines der besten Bücher von 2012.«
Uwe Schütte: Persönlicher Tipp zur ORF-Bestenliste Jänner 2014

»Fahlmann lebt von den Anleihen oder sagen wir: von der Referenz, die er, der Autor, dem zugleich infrage gestellten sogenannten Realismus erweist. Ecker tut das durch eine sinnlich-erzählerische Prallheit, die in unserer Gegenwartsliteratur ihresgleichen sucht. Allein die Bild- und Spracheinfälle sind schlichtweg fulminant, vor staunender Achtung kriegt man gar nicht mehr den Mund zu. Dieses Buch gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Romanen der letzten Jahre und steht in einer breiten, doch allenfalls im Geheimen kanonisierten Tradition der großen Menschheitserzählungen. Und es liegt nun an Ihnen, ob ihn schon heute viele Menschen lesen werden oder ob er, still und Jahrzehnt um Jahrzehnt, von nur wenigen Eingeweihten Hand in Hand weitergereicht werden wird, Generation für Generation.«
Alban Nikolai Herbst: Volltext, 4/2013

»Mitunter ereignen sich die spektakulärsten literarischen Wunder im Verborgenen – zum Beispiel im Literaturprogramm des Mitteldeutschen Verlags. 'Mein Vater starb, als er sich nach einer Schachtel Zigaretten bückte.' So unprätentiös beginnt eines der großen Leseabenteuer der deutschen Gegenwartsliteratur. Eine Entdeckung!«
Denis Scheck, Literaturkritiker (Deutschlandfunk u. a.)

»Jetzt endlich hat der Mitteldeutsche Verlag das Wagnis unternommen und Fahlmann herausgebracht - für mich der beste Roman eines deutschsprachigen Schriftstellers seit langem.«
Guido Graf: WDR 3, Gutenbergs Welt, 1. Juli 2012

»Eckers groß angelegte Prosastudie ist ein Buch für literarische Freeclimber, die noch die echte Herausforderung suchen. Nebenbei ist sie voller Komik, die Ecker direkt aus unserer Lebenswelt in seine Geschichte gerettet hat.«
Thomas Lang: zehn.de, 13. April 2012

»Tausendseiter stammen in der Regel von internationalen Schwergewichten wie Thomas Pynchon oder David Foster Wallace. Doch Christopher Ecker spielt mit Fahlmann auf Anhieb in vorderster Riege mit. Spannend, komisch, hintersinnig und mit literarischem Weitblick: ein erstklassiger Roman über eine genial scheiternde Figur.«
Bücher Magazin, 03/2012


»Wer sich auf diese moderne Odyssee einlässt, den erwarten lyrische Ausflüge genauso wie Komödien, eine Liebesgeschichte und ein Abenteuerroman. Und walknastranzische Abstecher ins Universum. Ecker schreibt humorvoll, ironisch, bisweilen derb, manchmal melancholisch, zuweilen dramatisch. Immer schreibt er vor allem gut. Er erzählt so fesselnd, dass es gelingt, trotz des großen Umfangs des Romans und trotz der multiplen Handlungsstränge, bei der Sache zu bleiben und sich im fahlmännischen Universum mal treiben zu lassen, mal Kurven zu schlagen, mal unterzutauchen und zurück zu schwimmen, nie aber verloren zu gehen.«
Viola Stocker: TITEL-Kulturmagazin, 15. Juli 2013

»Wenn ich dieses Buch nun dringend zu lesen empfehle, muss ich das mit zwei Warnungen tun. Erstens: Das Buch kann einen um den Schlaf bringen. Zweitens: Dieses Stück Literatur ist körperlich anstrengend. Das Ding hat 1000 Seiten, wiegt also schwer und ist, wenn man es auf dem Rücken liegend liest, Training für die Armmuskulatur.«
Saarbrücker Zeitung, 16./17. März 2013

»Ein Reich von Roman, zum Bewohnen schön. Darf man ein Buch-Universum versäumen, das mit diesem Satz beginnt? ›Mein Vater starb, als er sich nach einer Schachtel Zigaretten bückte.‹«
Anne Hahn: weltexpress.info, 8. Januar 2013

»Großartig in jeder Bedeutungsfaser des Wortes und seinen sprachlich funkelnden Juwelen.«
Hartmut Kasper: Das Science Fiction Jahr 2012

»Je weiter der Leser in dieses Romanwerk eintaucht, desto mehr Fragen stellen sich: Wer spricht mit wem? Wer schreibt eigentlich was? Dazu wimmelt es von Zitaten, von Rück- und Querverweisen; von Sprüngen durch die Zeit und durch die Welt und alles ist dabei auch noch hochkomisch erzählt, hat nichts zu tun mit den spröden Erzählkonzepten einstiger postmoderner Hochgeister.«
Frank Keil: taz, 28. August 2012

»Christopher Ecker ist mit diesem Roman ein immenses Wagnis eingegangen, und das allein verdient Anerkennung, sogar Sympathie. Ist nicht ein solches Experiment allemal spektakulärer und darum auch lesenswerter als die Massenware risikoscheuer Scribifaxe, mit der uns die großen Publikumsverlage unablässig langweilen?«
kreuzer, April 2012

»Ecker treibt ein Gaukelspiel mit der Realität. Es ist, als versuche er, die Welt der Erscheinungen, so wie wir sie kennen, zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. So zersplittert in Fahlmann die Wirklichkeit und bricht sich in 1000 selbst wieder zersplitternden Vexierspiegeln.«
Kieler Nachrichten, 21. Februar 2012

Zuletzt durch Christopher Ecker aktualisiert: 16.01.2016

Literaturport ID: 1214