Elke Erb

© Renate von Mangoldt (1997)

Steckbrief

geboren am: 18.2.1938
geboren in: Scherbach / Landkreis Bonn
lebt in: Berlin, Wedding

Kontakt: Schwedenstr. 17a, 13357 Berlin

Telefon: 030/49793939 & in den Sommermonaten 035939 / 88748

Vita

Elke Erb wurde am 18.2.1938 in Scherbach(Eifel) geboren. Ihr Vater war freiberuflicher Schriftsteller, die Mutter Hausfrau. Von 1946-49 besuchte sie die katholische Volksschule in Neukirchen. Im Dezember 1949 übersiedelte sie mit den Eltern und Geschwistern nach Halle (DDR). Dort besuchte sie die Grund- und Oberschule bis zum Abitur und studierte 1957-58 Pädagogik, Geschichte und Germanistik an der Martin-Luther-Universität. 1958-59 arbeitete sie auf eigenen Entschluß als Landarbeiterin auf dem Volksgut Iden in der Wische (bei Osterburg / Altmark). Von 1959-63 absolvierte sie ein Pädagogik-Studium für die Fächer Deutsch und Russisch an der Martin-Luther-Universität. In diese Zeit fielen auch die ersten Schreibversuche. 1963-66 arbeitete sie als Volontärin, dann als Lektorin im Mitteldeutschen Verlag Halle. 1965 (Sommer) bis 1966 (Frühjahr) war sie krankgeschrieben zur Psychotherapie, danach übersiedelte sie nach Berlin, versuchte sich, neben der Arbeit an eigenen Texten, als Rezensentin und schrieb Gutachten über russische Stücke und Belletristik für Verlage. Ihre ersten Gedichte wurden 1968 publiziert. 1968 bis 1978 war sie verheiratet mit Adolf Endler (1971 Geburt des Sohnes Konrad). Mit Endler und Rainer Kirsch weilte sie 1969 hundert Tage in Georgien, danach unternahm sie mehrere Arbeitsreisen dorthin. 1970 begann sie mit dem Nachdichten (d.i. das Übersetzen von Lyrik aufgrund von philologischen Vorarbeiten), der erste Auftrag waren Gedichte von Alexander Blok. 1970 erwarben Endler und Erb ein Dorfhaus in Wuischke. Erb arbeitet seitdem jeden Sommer dort.
1982 und 86 nahm sie teil am Internationalen Lyrikfestival in Rotterdam, 1992 erhielt sie ein vierwöchiges Arbeitsstipendium in Bordeaux. (Schluß der diesbezüglichen Mitteilungen).

Würdigung

1988 Peter-Huchel-Preis (füt "Kastanienallee. Texte und Kommentare", Berlin 1987)
1990 Heinrich-Mann-Preis (zusammen mit Adolf Endler)
1992 Vierwöchiges Arbeitsstipendium in Bordeaux
1993 Ehrengabe der Schillerstiftung
1994 Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille
1995 Ehrengast der Villa Massimo in Rom
1995 Erich-Fried-Preis
1995 Ida-Dehmel-Preis
1998 Norbert-C.-Kaser-Preis
1999 F.-C.-Weiskopf-Preis
2004 Else-Heiliger-Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung
2007 Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft BDI für das Gesamtwerk
2011 Preis der Literaturhäuser
2011 Erlanger Literateraturpries für Poesie als Übersetzung
2012 Roswithapreis Stadt Bad Ganderheim
2012 Georg-Trakl-Preis für Lyrik
2013 Ernst-Jandl-Preis für Lyrik