Jenny Schon

Steckbrief

geboren am: 16.12.
geboren in: Trautenau/Trutnov/Böhmen (heute Tschechien)
lebt in: Berlin

Telefon: 030/892 13 38

Vita

Jenny Schon wurde  in Trautenau/Trutnov/Böhmen geboren, im Kinderwagen im Juli 1945 aus dem Land gejagt (Wilde Vertreibung), lebte bis Winter 1945/46 mit ihrer Mutter  im Erzgebirge; sie wurden von deren Bruder gefunden und nach Brühl/Köln geholt, dem Geburtsort des Vaters Oskar. Schon und weder von der einheimischen Bevölkerung noch von der eigenen Vater-Familie freudig empfangen, im Gegenteil. Als die Mutter neulich starb, sagte sie: Die ersten Jahre waren sehr, sehr schwer! Man hatte uns als Fremdlinge (Pimmocken) abgelehnt. Aber schließlich bin ich doch eine Rheinländerin geworden.

Dieses Nicht-Ankommen, dieses Nicht-Angenommenwerden wird ein Lebensthema für Jenny Schon werden.

Bis 1957 ging sie zur evangelischen Martin-Luther-Volksschule. Hatte erste Erfolge bei Schreibversuchen in Wettbewerben, obwohl ihr Deutsch ein Kauderwelsch aus den beiden  konträren Familien-Dialekten (Kölsch und Trautsch) war.
Mit 14 begann sie eine Lehre bei einem Steuerberater, weil sie gut im Rechnen war. Von ihrem ersten Lehrlingslohn zahlte sie die erste Rate für eine Schreibmaschine. Sie hatte „Der alte Mann und das Meer“ gelesen und wollte wie Hemingway Schriftstellerin werden. Rauchen und Whiskeytrinken war ihr noch verboten. Nach der Lehre wechselte sie nach Köln in die Bücherstube am Dom, um dort als Buchhalterin zu arbeiten. Doch den Zahlen wurde sie untreu,  in dieser Zeit hatte sie zwei Romane geschrieben, die Bücherwelt  sie erobert.

Im Koffer nach  Berlin 1961 waren die beiden Romane und die Schreibmaschine, das war ihre Grundausstattung, sie hatte sich für ein Jahr verpflichtet, denn dort brauchte man sie als junge Arbeitskraft nach dem Mauerbau, weil der Nachwuchs aus dem Osten ferngeblieben war. Am 30.12.1961 kam sie am Bahnhof Zoo an, Berlin stank fürchterlich nach ostzonaler Braunkohle.
In den Jahren bis 1967 arbeitete sie als Buchhalterin und Buchhändlerin in diversen Buchhandlungen, sie machte die Buchhändlerprüfung, abends ging sie zusätzlich fünf Tage in der Woche aufs Abendgymnasiums bis zur 10. Klasse, Mittlere Reife, dann von 1967-1969 aufs Berlin-Kolleg, wo sie die 68er Bewegung voll erwischte; 1969 Abitur.
Von 1968-1974 war sie Mitbegründerin und Geschäftsführerin einer Studenten-Buchhandlung in Westberlin. Die Vorfälle in China (Krach mit dem „Großen Bruder“) ließen sie Partei ergreifen für die Chinesen, sie studierte Sinologie und Publizistik an der Freien Universität Berlin. Sie wurde durch die Vermittlung von Zhou Enlai, Außenminister von China, nach China eingeladen, schrieb Bücher und Artikel über das Land. Entfremdete sich jedoch nach dem Tod von Mao Zedong immer mehr von dem chinesischen Weg.
Diverse Jobs als Sekretärin und Sachbearbeiterin an der Universität hielten sie nach Studium am Leben und frustrierten sie; deshalb machte sie 1988-1993 ein Aufbaustudium in Philosophie und Kunstgeschichte und bekam zwischen 1988-1991 Lehraufträge an der Freien Universität Berlin zum Thema „Chinesische Philosophie“.
Diverse Krankheiten -u.a. wegen PTSD – Post Traumatic Stress Disorder Syndrom, die sie während der Zwangsvertreibung als Kind und nach dem Krieg  als unerwünschter Fresser in der neuen Nicht-Heimat traumatisierten – machten sie arbeitsunfähig.
Sie erhielt eine Gesprächstherapie und begann über die Traumatisierung zu schreiben. Zwischen 1992 und heute machte sie Reisen in die Geburtsheimat Böhmen und hielt darüber Vorträge.
Veröffentlichungen/Essays z.B. zu den Themen: China, Frauen, Kunst, Böhmen, Berlin, Prosa-, Lyrik-Texte in Anthologien.
Seit 1998 selbständige Stadtführerin in Berlin und Umgebung.
Nachdem sie 2007 die Goldene Konfirmation in Brühl feierte, begann sie sich auch mit der Geschichte der rheinischen Vorfahren zu beschäftigen, die am Rhein schon lebten, als noch Ubierer und Kelten mit den Römern gemeinsam Wein tranken, in Sürth am Rhein. Mehrere Geschichten  "Die Einkleidung - Homage à Max Ernst", ebenfalls Brühler wie Oskar Schon, Jenny Schons Vater, "Matronenklau", die wahre Geschichte der ubischen Matronen und "Obsidian", ein Roman mit Liebe geschrieben, in Haß geendet, noch unvollendet. Sie wird auch einen Roman "Feuerschiff" schreiben, der ihre Erfahrungen als Maoistin und Landkommunardin in DDR-Grenznähe erzählen wird, ob das allerdings realisiert werden kann, steht wie alles in den Sternen.

2011  ist sie 50 Jahre in Westberlin, damit hat sie -obwohl wegen der Mauer gekommen- hier länger ausgehalten als diese.
Zu diesem Thema ist sie 2011 aktiv geworden. Sie hat Zeitzeugen gefunden, die wie sie unter den ersten tausend Jugendlichen waren, die gekommen sind im Herbst/Winter 1961/62 und von der Jugendsenatorin Ella Key nach Spandau eingeladen wurden. Es ist ein Band mit Erzählungen und Berichten erscheinen "Wo sich Gott und die Welt traf".Zum 25. Jahr der Maueröffnung 2014 hat sie Erzählungen und Gedichte verfaßt und zusammengetragen, um auf ihre Weise dem Thema literarisch zu huldigen. Es ist eine Liebeserklärung in der in Berlin üblichen schnoddrigen Art entstanden: "Finger zeig".  Es ist ein Gedichtband "fussvolk", besonders mit Gedichten der 60iger Jahre, erschienen, und ein Roman: "1967  Wespenzeit". Zum Glück konnte der Baustress vor ihrem blühenden Balkon eingedämmt werden,  so daß sie wohl doch noch in Schmargendorf bleiben und auf dem Dorffriedhof beerdigt werden könnte, wenn...Aber sie wird noch vorher mehrere Bücher zu Böhmen, Gedichte, Krimis, Romane herausbringen.

Ihre Mutter Anni Schon geb. Schwantner ist am 30. 5. 2015 gestorben, dieser Teil in ihr ist unwiderbringlich weg - unter dieser Leere leidet sie sehr, und sei es auch nur das Gespräch abends über das Wetter am Rhein, das ihr fehlt...

P.E.N.-Mitglied seit 2014. Diverse Preise und Auszeichnungen.

Bisher erscheinen unter anderem:
China im Vertrauen auf die eigene Kraft, Oberbaum Verlag, Westberlin,1973.
Frauen in China, Brockmeyer Verlag, Bochum, 1982,
Die Bonner kommer, Hg., Jaron Verlag, Berlin, 1998.
PostelbergKindeskinder - Träume und Trauma,  mit Gedichten von Joachim Süss, Gerhard-Hess-/Odertor-Verlag, 2010.
Roman Die Sammlerin, Eine Erzählung aus dem Riesengebirge, trafo verlag, Berlin, 2009;
Gedichte, Wie Männer mich lehrten die Bombe zu halten und ich sie fallen ließ,  Lyrik zur Situation der Frauen in Afghanistan, im Orient und bei uns, Geest Verlag, Vechta, 2009;
Die Postkarte, in: "Grenzerfahrungen", Geest Verlag Verlag, Vechta, 2009,
Ein Jahr fällt nicht vom Himmel, 1989 hatte ein gestern, in: "Das Jahr, in dem die Mauer fiel",
Frieling Verlag, Berlin, 2009;
Böhmische/Ceska Polka, Gedichte, dt.-cz., Geest Verlag, Vechta, 2005.
Der Graben, Roman, verlag am park/edition ost, Berlin, 2005.
Rheinisches Rondeau, Gedichte, Erzählungen, trafo Verlag Berlin, 2012.
fus s volk. Gedichte in Bewegung, Gedichte für Freunde, Geest Verlag, Vechta, Ende 2012.
Finger zeig - Berliner Geschichten zum 25. Jahr der Maueröffnung, Geest Verlag, Vechta, Mai 2014.1967 Wespenzeit, Roman, ...die Achtundsechziger haben einen Anfang, da ve, Berlin, 2015.
http.//http://www.jennyschon.de/

Der wahrscheinlich letzte Band zu Böhmen ist in Druck: Böhmen nicht am Meer- Eine Spurensuche bis heute.

Würdigung

2007  Tagesspiegelpreis für "Schlafes Schwester", Erzählung
2008  "Mein erster Berlin-Marathon", 3. Preis beim Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg 2008
2011  Lyriksonderpreis für das Gedicht "Winterliebe", Berner Buchwochen
2011  Kleist-Anerkennungspreis Frankfurt Oder für den Essay "Als ob einem die Augenlider weggeschnitten wären..."
2013  3. Preis Lyrik, Künstlergilde Eßlingen
2013  Auszeichnung Vorauswahl bester Einsendungen Landschreiber, Leipzig, für "Schlafes Schwester"
2013  Auszeichnung IRRTU(R)M Bremen für "Auch Dita tanzt"
2013  3. Preis Erzählungen Bonner Messe Migration,  für "Mutter verlieren". 
2014  Bestenliste Hildesheimer Lyrikwettbewerb.
2015  Sonderpreis  Mundarten Landschreiber Preis Münster.
2015  2. Preis Lyrik Künstlergilde Esslingen für "Kafka".
2016  Andreas-Gryphius-Preis für ihr Lebenswerk.
2017 2. Lyrikpreis KünsterlerGilde Esslingen für "Die jungen Jahre".
2017 3. Preis für "Verloren" Textplusbild Düsseldorf.

Aktuelles

1961/62 Publikationen in Schülerzeitungen (Theaterrezensionen, Gedichte etc.)
Herausgabe der Zeitung Mensch - Zeitschrift für Kultur und Politik, 1965,
Reformen in China - Reformen auch für Frauen? Das neue China, Berlin, 1985
Das Weibliche in der chinesischen Philosophie, Essay, in: Frauenstudien, Berliner China-Studien 20/1992
Seit 1994 Freie Mitarbeiterin bei der Prager Zeitung;
1995 Blaue Berge - Grüne Täler; Kein Gesamtkunstwerk wird betrachtet. Auf den Spuren des bildhauerischen Werkes von Emil Schwantner (1890-1956)
Gold geb ich für Eisen - Kriegerdenkmäler in Berlin. In: Berlinische Monatsschrift, November 1997
Der Mensch - keine Akte, in: Das neue China 4/1997
Studieren in frischer Luft - Reminiszenzen an die Technische Universität Berlin, 10/1999 in Berlinische Monatsschrift
Ein Haus und sein Genius, Zum 80. Todestag des Bildhauers Franz Metzner, in: Jahrbuch 1999 Heimat-Verein Zehlendorf
Ein Haus und sein Genius, Zum 80. Todestag des Bildhauers Franz Metzner, in: Jahrbuch 1999 Heimat-Verein Zehlendorf
Gedicht Winterreise und Interview zu Heimat in: Die Brücke
4/1999
Ein fast vergessener Moderner, in: Berlinische Monatsschrift, Juli 1999
Ein zutiefst humaner Künstler aus Böhmen, in: Sudetendeutsche Zeitung, 16.7.1999,
Pragerisches in Berlin, in: Prager Zeitung 12.8. 1999
Wie es braust und dampft und sprühet - Goethe in Böhmen, in:
Prager Zeitung, September 1999 Reisebeilage
Schallendes Gelächter im Aupa-Tal Igo Etrich zum Gedenken, in: Stifter-Jahrbuch München 2000
Der grüblerische Melancholiker, Rezension, Wolfgang Kubins Lyrikband im Weidle Verlag, in: Das neue China 4/2000,
Dem Bildhauer Franz Metzner zum 80. Todestag im Jahre 1999, in: Jahrbuch Mies-Pilsen, 9/2000
Cover-Foto für Verloren Gewonnen Zwischen Sprachfremde und Wortheimat, LiteraturFrauen e.V., 2001
Garten der Vollendung des Mondes, in: Das neue China, 2/2001
Journalist, Germanist und Diplomat - Sammelband zum 70. Geburtstag von Frantisek Cerny - Mission an vier Strömen, in: Prager Zeitung 23.8.01
Der Tod der Puppen und die Wiedergeburt der Liebe - Ein chinesisches Märchen der Seidenraupen, in: Das neue China, 3/2001
Ich hab dich zum Fressen gern – eine Spurensuche, in: Mein heimliches Auge, XVIII/2003, Tübingen
Abdruck des Oelgemäldes „Friedenssamen“, in: Augsburger Friedenssamen, Geest Verlag, 2004
Seit 2004 Rezensentin bei der Berliner Literaturkritik (BLK)
Seine Spuren werden gesichert – Dem Trautenauer Bildhauer Emil Schwantner zum 50. Todestag, in: Stifter Jahrbuch 19/2005,
München
Liebe, Sex und andere Krankheiten – Titelkritik in der Berliner Literaturkritik 1/2006, Berlin
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Ich habe erst nach der Wende begonnen, die verschwundene Geschichte Mitteleuropas wieder zu entdecken, in meinem Fall die Heimat meiner mütterlichen Vorfahren aus dem Aupatal im böhmischen Riesengebirge.
Einher ging die Entdeckung der Böhmen in Berlin, die hierher vor Jahrhunderten aus Glaubensgründen geflüchtet waren, so wie meine Vorfahren flüchten mußten aus ethnischen Gründen, nur weil sie die deutsche Sprache sprachen. Insofern bin ich glücklich Schriftstellerin geworden zu sein, um diesem Desiderat eine Stimme zu verleihen.
Vor dieser Entdeckung entdeckte ich China, in das ich bereits zu Maos Zeiten reisen durfte.
Und nebenbei mußte ich Geld verdienen, um im Alter eine kleine Rente zu haben - wie lange ist allerdings fraglich geworden, deshalb habe ich den Band "Alter" mitherausgegeben. Ansonsten interessiert mich Alter nicht, unter dem Sternenzelt sind wir alle jung, siehe mein Roman "Der Graben", drittes Kapital "Eine himmliche Familie". Jetzt - 2015 - wo meine Mutter gestorben ist, ist Alter doch was sehr Bedrohliches geworden, weil es ununterbrochen mit Verlusten einhergeht, die die Gewinne, die es auch im Alter gibt, nicht aufwiegen...Nachdem letztes Jahr meine Schmargendorfer Umgebung sehr von Baumaßnahmen, immer noch, aber abgeschwächt, bedroht war, ist diese neue Bedrohung -Endlichkeit- eine neue Dimension. Ich werde versuchen darüber schreiben. Zunächst bin ich aber mit meinen neuen 2015 erschienenen Roman "1967" in der Diskussion, was mir heute noch "68" bedeuten und ob ich es Jüngeren vermitteln kann.

1967 war der eigentliche Anfang der Achtundsechziger; eine Zeit, die ganz schön das  Establishment piekste, eben Wespenzeit….


 


Hier ein Film über meine Lesung im Kohlenkeller:


 


www.kohlenkeller-mexikoplatz.de/videothek/
Bei You Tube habe ich mir den Beitrag angesehen. (1Std.24) Zunächst war ich ein wenig vergnatzt, als da ein Peter Strotmann meinte, dass die DDR als Gegengewicht zum Kapitalismus fehle. Dann aber kamen Sie und meinten so nebenbei, sie nicht zu vermissen, weil sie uns zu sehr genervt habe. Und dann kamen sie nicht mehr so nebenbei, sondern legten los, lasen aus Ihrem Buch vor und vermochten in gewohnter Weise den Zuhörer zu fesseln. Wie Sie das machten, das war schon bemerkenswert. Die Ruhe, die Sie ausstrahlten war beneidenswert und die Klarheit beeindruckend. Glückwunsch! Uli L., Lehrer, Berlin


 


Einige Leser/innenstimmen


 


Das Buch liest sich sehr gut und die Geschichte geht am Schluss so wunderbar auf, das gefällt mir besonders! Auch finde ich die Sprache, die Frau Jenny Schon wählt, sehr wunderbar und erfrischend.


Petra A., Schauspielerin, Schweiz


 


Jenny Schon erzählt ihren Roman in der aufsässigen weiblichen Sprache von unten – wie sie 1967/1968 in Westberlin gedacht und gesprochen wurde….Spannend, satirisch und sehr empfehlenswert.


Sabine K., Autorin, Berlin


 


Für Lesende, die die Bewegung nur aus Reportagen und TV-Dokumentation kennen, werden die Geschehnisse und Personen der 68er lebendig, die vitale und angenehm unkonventionelle Sprache zieht sofort in den Bann. Else L., Autorin, Hamburg


 


Mir gefällt deine /Wespe/ so gut, dass ich gestern abend im Bett viel zu
spät das Licht ausgemacht habe. Ich freue mich aufs Weiterlesen! -


Ich hab's durch, Jenny: sehr, sehr beeindruckend. Barbara A., Autorin, Berlin


„1967 Wespenzeit“ …ist interessant und wirklich gut geschrieben…
Peter F., Verleger, Köln


 


Jenny Schon, "1967 Wespenzeit" ist ein tolles Buch! Habe es in 2 1/2 Tagen durchgelesen, alle anderen Bücher beiseite gelegt und mich ganz entführen lassen in eine Welt, die aus heutiger Sicht fast idyllisch wirkt. Unbedingt lesen! Ein Dankeschön auch an den Verleger. Alexander C., Berlin.


 


Erzähltechnisch ist Deine "Wespenzeit" perfekt "gewebt". Je weiter ich lese, desto deutlicher wird mir, mit welcher Kunst Du das verarbeitet hast, mit welcher Konsequenz Du es fertigbringst, an der Standortbedingtheit der "Perspektive" festzuhalten und scheinbar ganz "naiv" höchst anschaulich und wie in einem Traumtanz farbig abwechslungsreich zu erzählen. Natürlich hast Du eigenes Insider-Wissen und ein sehr gutes Gedächtnis, aber ein solches Gewebe daraus zu machen, das ist schon toll. Wenn es Dich nicht stört, daß ich was über meine Meinung über Dein schriftstellerisches Können sage, dann behaupte ich: Dieses Können bist Du selber in Deinem eigensten Kern, Wahrheit und Dichtung, Ansage und Fabel zugleich. Horst S., Germanist, Folkstone.


 


mon Dieu, aus was für Texten ist dieser Roman zusammengebaut! Chapeau!! Einmal angefangen zu lesen, hört man nicht auf damit – er ist im besten Sinne kurzweilig. Sie schreiben ein jugendliches – modernes Deutsch. Ihre Form: die apodiktische Diktion steht Ihnen gut,  m.E.


Daß Sie die Ideale Ihrer Jugend nicht verraten haben, berührt mich – macht Sie auch zu meinen potentiellen Verbündeten. Bestimmte Erlebnisse scheinen sich von Ihnen niemals ablösen zu wollen – mir geht es ähnlich mit meinen Kriegs-Erlebnissen, gehöre zur Kriegs-Generation (Jg.26). Trotz starker pazifistischer Neigungen meiner selbst, weiß ich heute genauer: es kann in einem Sonderfall auch einen gerechten Krieg geben – trotzdem ist jeder Krieg von Übel, wie es einmal der sowjetisch-russische Schriftsteller Granin formulierte. Ja, Sie haben genau hingesehen, manche Kollegen im Westen (auch im Osten!) wollen ihre hehre Kunst nicht mit Politik beschmutzen – dabei ist wesentlich-bedeutende Kunst immer auch „politische“ Kunst gewesen. Voila.


Gerhard K.M., Kunstmaler, Leipzig.


 


Habe „1967 Wespenzeit“ sehr gern gelesen. Das ist für uns Nachgeborene einfach spannend. Tanja D., Schriftstellerin, Berlin.


 


Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mir einiges beigebracht. Ich freue mich schon, Dich daraus vorlesen zu hören! Melanie J., Buchhändlerin, Berlin. Die gesamte Rezension:


buechertisch.org/rezension-ueber-jenny-schons-1967-wespenzeit/


 


Wespenzeit ist großartig, ich habe es in Polen gelesen und insofern von außen nach innen geschaut. Dr. Achim S., Theologe, Erfurt.


 


 


 


Böhmen nicht am Meer 


 


Eine Spurensuche bis heute


 


 


 


Edition Odertor/Gerhard-Hess-Verlag


 


Bad Schussenried


 


ISBN  978-3-87336-483-7


 


ca. 500 Seiten


 


mit zahlreichen Schwarzweißabbildungen


 


19,80 Euro


 


 


 


 


 


Seit Shakespeares Zeiten soll Böhmen am Meer liegen. Ingeborg Bachmann hat das Bild übernommen ebenso wie Franz Fühmann.


 


Jenny Schon geht den Spuren nach, z.B. das tschechische Begrüßungswort „ahoj“ könnte noch so eine Spur sein, in Adersbach findet sie an der Seite von Goethe versteinerte Wellen. Auch die Venediger/Walen haben Spuren ihrer Seerepublik hinterlassen. Alles in allem sind die Geschichten von Jenny Schon aber eher Kinder der Moderne, des letzten Jahrhunderts.


 


Sie stellt wenig bekannte und doch große Persönlichkeiten vor, vor allem Künstler, Schriftsteller, Dichter, wie Josef Mühlberger, Fritz Rieger, Franz Metzner, Igo Etrich, Theodor Fontane, aber auch kaum bekannte Frauen wie Eleonore Prochaska, Gertie Faltis, Evelyn Faltis und Božena in dreifacher Gestalt. Also Menschen, die mit Böhmen zu tun haben.


 


Es gibt auch Geschichten von der Traumatisierung jener Menschen, die 1945 fluchtartig ihre Heimat verlassen mussten. Es ist ein facettenreiches Buch.


 


Als Schmankerl sozusagen hat Jenny Schon die Geschichte eines Berliner Schülers in den Band aufgenommen, Horst Schulze, von der großmütterlichen Seite auch böhmischstämmig, wie er die Kinderlandverschickung von Berlin nach Böhmen im zweiten Weltkrieg erlebt hat. Nach dem Krieg müssen diese Kinder - allein auf sich gestellt -  quer durch das ins drohende Chaos sinkende Deutschland wieder nach Berlin zurückfinden.


 


 


 


Jenny Schon hat das Buch ihrer kürzlich verstorbenen Mutter Anni Schon geb. Schwantner aus Trautenau - einer entfernten Verwandten des Bildhauers Emil Schwantner, der in dem Band zu seinem 125. Geburtstag ausführlich gewürdigt wird -  und von Krieg bedrohten Müttern und Kindern gewidmet.


 


 


Böhmen nicht am Meer - Eine Spurensuche bis heute, Gerhard-Hess-Verlag, Bad Schussenried, 2016 - ist ein


"Ein schönes Buch. Der Text auf dem hinteren Umschlag sagt es: "facettenreich". 
Einmal brauchtest Du in einem Buchtitel die Formel "Gott und die Welt". Hier paßt sie, und außerdem paßt zu Dir das Motto, das der alte Goethe seinerGedichtesammlung "Gott und Welt" vorangestellt hat, ich zitiere die altmodisch patinierten Verse etwas frei: "Weite Welt und breites Leben, langer Jahre redlich Streben, stets geforscht und stets gegründet, nie geschlossen, oft geründet, Ältestes bewahrt mit Treue, freundlich aufgefasstes Neue, heitern Sinn und reine Zwecke! Nun - - man kommt schon eine Strecke." Dr. Horst Schulze, Kent, England.




 


"Ich habe auch schon zu lesen begonnen - die ersten 80 Seiten gleich in einem Durchgang. Finden


sich zahlreiche Hintergrundinformationen zu Land und Leuten in Böhmen.


Hochinteressant!


Rudi Fischer, Berlin"


 


 


 "Liebe Jenny,
zwar ist dein Buch längst noch nicht ausgelesen...Trotzdem möchte ich Dir schon jetzt sagen, wie gern ich diesem "Böhmen nicht am Meer" Spuren  suchend folge! Voller erstaunlicher, auch berührender Information, voller Präsenz in der Schilderung, in der Auswahl, über deren Fülle im Detail man immer wieder staunt. Kannst du ein Kompliment darin entdecken, wenn ich sage: ich greife danach, wenn ich erschöpft oder im Hirn etwas lustlos bin, um mich in der Lektüre zu erfrischen? Es ist ein Kompliment. Deine Schreibweise so ganz in der oft privaten Nähe den Reichtum an fernen Fakten zu schildern ist sehr anregend!" Ingeborg G., Lyrikerin, Berlin.

„…Die Heimatsucherin hatte ihren beharrlichen Weg in das Land ihrer Mutter Anni Schwantner und deren Eltern mit der
Suche nach einem sagenhaften Schatz, dem Gold des Hopfenberges bei Trautenau, begonnen.
Sie hat nach vielen Anläufen einen anderen, unermeßlichen Schatz an Erkenntnissen und Erfahrungen, an Begegnungen mit
aufgeschlossenen Menschen gefunden.
Wer in die Welt von „Böhmen nicht am Meer“, dieses großartige Spektrum vielfältiger Funde erforschter, erzählter und bedichteter Geschichts- und Lebensspuren im Brennspiegel Böhmens, eintaucht, wird reich beschenkt.“
Helga Unger, Rezension Sudetendeutsche Zeitung 4.11.2016.


 


 


 


"endlich sterblich", Gedichte, Geest Verlag, Rezensionen:


 


 geest-verlag.de/news/rezension-von-endlich-sterblich-von-jenny-schon-die-k%C3%BCnstlergilde


www.asphaltspuren.de/30-aktuelles/334-endlich-sterblich

geest-verlag.de/news/beeindruckende-buchpremiere-am-gestrigen-abend-berlin-steglitz-von-jenny-schon



Was Neues auf den Weg gebracht:

Die 68er (1967er) wären nicht ohne die 56er (1957er) Halbstarken zu denken, deshalb mein Vorläufer-Roman erscheint im Sept. 2017 im Geest Verlag, Vechta,

ISBN 978-3-86686-635-6:


                             "halbstark"


Lesungen, siehe meine Webseite: www.jennyschon.de




 

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

FriedenLieben: Die Anthologie zu den 6. Bernern Bücherwochen

Geest-Verlag2017-09-20

Zugezogen: Flucht und Vertreibung - Erinnerungen der zweiten Generation

Schöningh Paderborn2016-09-12 Jenny Schon: ein komisches Kind - Essay

Du sollst kein unbeteiligter Zuschauer sein - Gedicht: ohne Titel

Geest Verlag Vechta2016 Lyrik

Zugezogen - Ein komisches Kind

Paderborn2016 Essays

Die Postkarte, in: Grenzerfahrungen

Geest Verlag Vechta2009 Erzählung

Kindheit im Adenauer Deutschland - zum 20. Jahrestags des Mauerfalls

frieling Verlag Berlin 2009 Erzählung

Sprache, Trautenau, Adalbert-Stifter-Platz, Gedichte, in: Sudetenland, 2/2005, München

sudetenland zeitschrift2005 gedichte

Flieg, Ente, flieg, Erzählung, in: Auto, Konkursbuch, Tübingen, 2004

konkursbuch verlag tübingen2004 erzählung

Die Lehrmeisterin, in: Konkursbuch 40/2003

konkursbuch tübingen2003 erzählung

Afghanistan, Freiheit, Der Schrei der Steine, Gespräch, Gedichte, in: Fluchtzeiten, Eine Lyrik-Anthologie zum 11. September, Geest Verlag, Vechta, 2002

geest vechta2002 gedichte

Das Wissen, Gedicht, in: Mein heimliches Auge, XVII/2002,

konkursbuch verlag2002 gedicht

Herbst, Gedicht, in: Lyrische Morde, Lyrik 2000 S,

lyrik 2002 S2002 Gedicht

Stubenarrest, Erzählung, in: Der dunkle Keller, Geest Verlag,

konkursbuch verlag tübingen2002 erzählung

Lebensmut, Erzählung in: Fröhliche Weihnacht, Geest Verlag,

geest Vechta2001 erzählung

Nur Laufen ist schöner, in: Tränen, Geest-Verlag,

geest Vechta2000 erzählung

Spielzeit, in: Mein heimliches Auge XV/2000, Tübingen, :

konkursbuch tübingen2000 erzählung

Der Teich, Erzählung in: Schlüsselkinder,

zeitgut berlin1999 erzählung

Gedicht Winterreise und Interview zu Heimat in: Die Brücke

1999 gedicht

Lebensmut, Erzählung, in: Durch die Kalte Küche, Omnis Verlag, Berlin, 1999

omnis berlin1999 erzählung

Plätze dieser Stadt, Über die Entdeckung der Buntheit, Baustelle, (Erzählungen), Mauersehnsucht (Gedicht)von Die Bonner kommen,

jaron verlag berlin1998 gedicht und erzählung

Märkische Wahrheit, Gedicht, in: Literatur vor Ort,

argon berlin1995 gedicht

Feldkircher Lyrikpreis 2016: Lyrik der Gegenwart. Band 64.

Edition Art & Science2016-11-14 Lyrik

Vom Zauber im Auge der Möwen: Literarische Begegnungen mit Ostfriesland. Geschrieben in der Autorenresidenz Klaus-Störtebeker-Haus in Groß Holum/Neuharlingersiel 2016

Geheimsprachen Verlag2016-08-12 Erzählung

Im Schatten unserer Väter - Gleich hinter dem Haus werden die Wolken geboren

OEZ Berlin-Verlag2016 Tagungsband 70 Jahre nach flucht und Vertreibung

Queerlyrik

geest Verlag2015 lyrik

Ein Jahr fällt nicht vom Himmel- 1989 hatte ein Gestern

Frieling verlag Berlin2009 Erzählung

Mein erster Berlin Marathon

frieling verlag Berlin 2008 Erzählung

Der Tod der Puppen und die Wiedergeburt der Liebe, Märchen, in: Ein Sack voller Fäden, Notschriften, Radebeul, 2004

notschriften radebeul2004 erzählung

Herbsttanz, Gedicht, in: Mein heimliches Auge, XIX/2004,

konkursbuch tübingen2004 gedicht

Friedhof Grunewald, Gedicht, in: Ausgeschriebene Zeit, Aphaia Verlag, 2003

Aphaia Verlag2003 gedicht

Berlin, ade, Lyrische Fratze, Schöpfung, Gedichte, in: Erlkönig & Co, Balladen, Geest Verlag, 2002

geest vechta2002 balladen

Ein ganz normaler Mond, Gedicht, in: Sternengefunkel, Archenhold Sternwarte, Berlin, 2002

berlin2002 prosagedicht

Schatten über Rieselfeldern, Der Fremde, Gedichte, in: Ein leises Du, Geest Verlag, Vechta, 2002

geest vechta2002 gedichte

Die Angst der Nymphe vor der Badewanne, in: Angsthasen, Geest Verlag,

geest Vechta2001 erzählung

Vatermord, in: Die Spur des Gauklers in den blauen Mond, Geest Verlag,

geest Vechta2001 erzählung

Schloßpark Charlottenburg, Potsdam im Gewitter, Gedichte, in: Flügelschlag zwischen Horizonten, Autorenverband Berlin, 2000

2000 gedicht

Wanderung, Gedicht, Lyrik 2000 S, Gelsenkirchendruck, 2000

gelsenkirchendruck2000 gedicht

Ein lustiger Ausflug - veselý výlet, Erzählung, in: Im Zwiespalt, Oberbaum Verlag Berlin, 1999

oberbaum verlag berlin1999 erzählung

Gemeinsame Pflaumenbäume, Erzählung , in: Jahrbuch 13/1999 Stifter Verein München

stifter verein münchen1999 erzählung

Blühende Gärten, Satire in: Mach die Tür zu, Uwe

styx augsburg1998 satire

Adonis, Konfuzius (Erzählungen)

NGL Berlin: Die Wüsten Leben1996 erzählung

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Gegenstand:Widerstand: Die KünstlerGilde

Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg2017-07-01

Sterz 107/108

Sterz GRaz Literatur Zeitschrift

#5: Die Novelle - Zeitschrift für Experimentelles

CreateSpace Independent Publishing Platform2015-07-19

Übersetzungen

"Brez Besed Ji Sledim", Gedicht >Hindu< aus "fussvolk" (2012) als "Indijka"

Ljubljana/Slovenien2016 Lyrik-Anthologie

Jenny Schon: Cesky Polka

geest Verlag2005 Gedichte, übersetzt von jen jensen

Herausgeberschaften

Alter, Konkursbuch 40, Tübingen,

konkursbuch tübingen2003 Erzählungen, Gedichte, Essays

Die Wüsten Leben Erotik-Erzählungen, Edition Neue Gesellschaft für Literatur, Berlin, 1996: Adonis, Konfuzius (Erzählungen)

NGL Berlin1996 Erzählungen

Die Bonner kommen,

jaron verlag berlin1998 Satirebuch

Woman and Literature in China, Hg. u.a., Brockmeyer Verlag, Bochum, 1985

brockmeyer bochum1985 Sachbuch

Über Werk / Autor

Ostdeutsche Gedenkjahre

Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen2012 Würdigung

sonstige Werke

Mein Leben als Westberlinerin in den 60iger/70iger Jahren:
Ausstellung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, in DDR-Alltagskunst, Museum Eisenhüttenstadt,
vom 10/2009 bis 3/2010,
anschließend in Berlin-Spandau, Zitadelle

Zuletzt durch Jenny Schon aktualisiert: 17.10.2017

Literaturport ID: 582