Konstantin Ames

Konstantin Ames
© privat

Steckbrief

geboren am: 1979
geboren in: Völklingen
lebt in: Berlin

Vita

Kindheit in Saarlouis, Saarbrücken; Jugendzeit bis zum Abitur in Dillingen und einem kleinen Dorf vis-à-vis Schreckling. Versuch eines Fennistikstudiums in Greifswald; dann u.a. im Wolfgang-Koeppen-Archiv tätig. Ein Magisterstudium der Kommunikations- und Medienwissenschaft in Leipzig wurde abgeschlossen mit einer Studie zur Kooperation des Becher-Literaturinstituts und des Mitteldeutschen Verlags in der Sparte Lyrik.
Ames lebt mit seiner Familie seit einigen Jahren als arbeitender Schriftsteller in Kreuzberg, wo er den Zirkeln schreibender Übermenschen abhandenkam.
Motti: "Frage nicht, was dein Haar für dich tun kann!", ";", "&", "Anarchie gibt Mundgeruch (und bringt dich bloß ins LCB)", außerdem Kritiken ganz unterschiedlicher Art und noch seltener Übersetzungen.
Von 2012 bis 2016 war Ames (im festen Glauben, etwas "zurückgeben" zu müssen) sehr gerne an der Seite von Tobias Amslinger, Léonce W. Lupette u.a. tätig als Mitherausgeber der eZine karawa.net
Neben zahlreichen Veröffentlichungen von Poesie, Prosa, Übersetzungen in unterschiedlichsten (regional begrenzten und überregional bekannten) Periodika wurden 2010 und 2012 Poesien, die herzallerliebste Meinungsforscher und Popmusikfreundchen wahlweise „verschroben“ oder „dekadent“ finden, als roughbooks verlegt. Auf Anregung des Kunstfreunds Carl-Walter Kottnik wurde 2015 ein Concetto erstellt (gesetzt von Ajete Elezaj), das im gleichen Jahr in der Reihe Artdoxa veröffentlicht wurde.
Übersetzungen einiger Passagen der ersten beiden Teile der sTiL.e-Trilogie ins Italienische (von Daniele Vecchiato) und ins Englische (von Catherine Hales) liegen vor.
Das Manuskript des zweiten Teils dieser Trilogie wurde 2016 glücklicherweise in einer saarländischen Reihe veröffentlicht, die Urbanisten und Rangordnern gern als "Nische" gelten mag. Angekündigt war das Erscheinen des Buchs unter dem Titel "sTiL.e(zwi) Saartiere" im Herbstprogramm 2015 von Luxbooks.
Im Kontext der Rückbesinnung auf die Leistungen des Expressionismus und Dadaismus ist das sTiL.e-Projekt, unter ganz freiwilligem Verzicht auf berufsjugendliches Detachement, auf die Pluralisierung poetischer Kommunikation hin angelegt, wo  vermehrt und unüberhörbar die ochlokratischen und reaktionären Rufe nach Verbindlichkeit (Leitkultur, Literaturkanon, Identität, Poesie-als-...) lauter werden.
Wann der letzte Teil der Trilogie, unter dem Titel „sTiL.e(dir) Sämtliche Landschaften, Welt“, veröffentlicht werden kann, ist noch völlig ungewiss; es handelt sich ja um "Poesien", nicht um ein "Romanvorhaben" oder Lyrik; evident werden die Qualitäten dieser Poesien anscheinend vor allem im Vortrag und im Wettbewerb mit Lyrik: "Jury-Lyrik ist eine stille Kunst" ("Alsohäute").
Obwohl nicht zu einer "Dichterselbstverteidigungsmaßnahme", sonstigen Seilschaft oder geschmäcklerisch-selbstgefälligen Hype-Beschaffungs-Maßnahme gehörig, erfährt der Autor ab und zu eine Würdigung seiner schönen Arbeit.


Würdigung

2016 Lyrikpreis Meran der Südtiroler Landesregierung
2015 Künstlerstipendium der BKM fürs Centro Tedesco di Studi Veneziani
2014 Stipendiat der Akademie der Künste im Alfred-Döblin-Haus in Wewelsfleth
2014 Lyrikpreis München, 2. Platz
2013 Literaturstipendium der Berliner Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten
2012 Förderpreis zum Mörikepreis der Stadt Fellbach
2012 Stipendiat der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur im Künstlerhaus Edenkoben

Aktuelles

01.07.2017, ab 18 Uhr, Frankfurter Lyriknacht
im Rahmen der 5. Frankfurter Lyriktage
Evangelische Akademie, Römerberg 9
Poesien vom Vortag  (vsl. gemeinsam mit Zuß)



 

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Der gelbe Akrobat 2: 50 deutsche Gedichte der Gegenwart

Poetenladen, Leipzig2016

Drehe die Herzspindel weiter für mich: Christine Lavant zum 100.

Wallstein, Göttingen2015

Vokabelkrieger VIII Risiko

Kunstraum:Sylt Quelle und Hybriden-Verlag: Rantum/Sylt und Berlin2014

Freie Radikale. 13 Dichter vor ihrem ersten Buch

Luxbooks, Wiesbaden2010

Versnetze_zwei_drei_fünf_sieben_acht_neun: Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart

Verlag Ralf Liebe, Weilerswist2009, 2010, 2012, 2014, 2015, 2016

Pommersches Jahrbuch für Literatur 2

Peter Lang, Frankfurt/Main u.a.2007

Nachtbus nach Mitte: Berliner Gedichte von heute

Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin2016

Metonymie (Edition Belletristik)

Verlagshaus Berlin2014

Lyrik-Taschenkalender 2013

Wunderhorn, Heidelberg2012

Gegenstrophe: Blätter zur Lyrik 2

Wehrhahn, Hannover2010

Jahrbuch der Lyrik 2008, 2009

Fischer (S.), Frankfurt/Main2008, 2009

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Am Erker 70

Daedalus, Münster2016

Saarbrücker Hefte: Die saarländische Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft 112, 113/114

Pfau, Friedberg // Blattlaus, Saarbrücken2015, 2016

Idiome: Hefte für Neue Prosa 7

Klever, Wien2014

Kritische Ausgabe: Zeitschrift für Germanistik & Literatur 25

Bonn2013

randnummer: literaturhefte 04, 05, 6-7-8

Berlin und Hamburg2011, 2012, 2016

poet: literaturmagazin 8

Poetenladen, Leipzig2010

Edit: Papier für neue Texte 50, 57

Leipzig2009, 2011

spa_tien: zeitschrift für literatur 4

edition taberna kritika, Bern u.a.2007

KLK /\usgabe 2

Greifswald2004

Streckenlaeufer

PoCul Verlag, Saarbrücken2016

außer.dem 21

München2014

BELLA triste: Zeitschrift für junge Literatur 37

Hildesheim2013

Neue Rundschau 2011/1, 2016/4

S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main2011, 2016

Schreibheft: Zeitschrift für Literatur 77, 79

Rigodon-Verlag, Essen2011, 2012

Zwischen den Zeilen: Eine Zeitschrift für Gedichte und ihre Poetik 31

Urs Engeler, Weil a. Rhein2010

Keine Delikatessen: Bühne für SchriftBilder 9

Wien2007

Die Brücke: Forum für antirassistische Kultur und Politik 140, 143, 145

Saarbrücken2006, 2007

Wiecker Bote: Literarische Hefte zur Zeit 30-31

Greifswald2000

Übersetzungen

Radio Vortex: Gedichte

BRUETERICH PRESS2016

Vom Eischlupf: 6 Gedichte in synoptischen Übersetzungen

Reinecke & Voß2015

Herausgeberschaften

karawa.net #008: Lichte Verbrechen

Netstetten (ISSN 2192-1954)2016

karawa.net #006: Eine von uns ist die Frau

Netstetten (ISSN 2192-1954)2014

karawa.net #007: Captain Morgenstern

Netstetten (ISSN 2192-1954)2015

karawa.net #005: Babylonische Leiter

Netstetten (ISSN 2192-1954)2013

Über Werk / Autor

Uwe Loebens: Sprachresteverwertung als Kunst

Saarländischer Rundfunk, kulturspiegel31.08.2016 (TV-Feature zu Werk und Person)

Anja Marschall: Stipendiatenlesung der Extraklasse

SHZ (Norddeutsche Rundschau)26.10.2014 (Bericht zur Stipendiaten-Lesung mit Heike Falkenberg und Artur Dziuk im Alfred-Döblin-Haus)

Markus Hallinger: Über (UEBER/KUERZEN) von Konstantin Ames

Signaturen - Forum für autonome Poesie2016 (Lakonische Interpretation)

Meinolf Reul: Stolterfoht, Ames, Cotten, Genschel. Vier >Experimentelle<

Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik, Heft 5, Wehrhahn Verlag2013 (Interpretation)

Jan Peter Bremer: Laudatio auf den Förderpreisträger Konstantin Ames

Mörike-Preis der Stadt Fellbach 2002-2012. Ein Lesebuch (= Fellbacher Hefte 13)2012

Michael Braun: Dies Koma ist bezaubernd schön. Akrobatische Gedichte von Konstantin Ames

Der Tagesspiegel19.03.2011 (Knappe Rezension des Debüts "Alsohäute")

Dorothea von Törne: Unter den neuen Experimentellen der fröhlichste Akrobat

Die Welt, Beilage Literarische Welt09.07.2011 (Rezension des Debüts "Alsohäute")

Frank Milautzcki: Pate, Paste, Pastor, Pathos. - Konstantin Ames, sTiL.e(zwi) Schenspiele

Fixpoetry.com - Wir reden über Literatur08.12.2016 (Fundamentalkritik)

Jörn Dege: Es muss Funkkontakt bestehen - ... Leipzigs junge Lyriker bilden keine Szene oder Schule, sondern dichten an vielen Orten

der Freitag, Nr. 3428.08.2010 (K. Preiwuß, A. Rudolph, K. Ames u.a. im Porträt)

Uta Biestmann-Kotte: Lautmalerische Collage - [...] Konstantin Ames zu Gast im Osnabrücker Ledenhof

Neue Osnabrücker Zeitung21.04.2016 (Bericht)

Armin Steigenberger: … Schimpf & Schenie, Aufklärung, Esprit?! ...

Signaturen - Forum für autonome Poesie2016 (Eingehende Buchkritik zu "sTiL.e(zwi) Schenspiele")

Meinolf Reul: Im Amesraum

]trash[pool. Zeitschrift für Literatur & Kunst, Heft 4, Tübingen 2013 (Ausführliche Rezension von "sTiL.e(ins) Art und Weltwaisen")

Florian Kessler: Rauch über der Bastille. Sprachanarchisch? Postpoetisch? Der Münchner Lyrikpreis

Süddeutsche Zeitung, Nr. 24120.10.2014 (Bericht zum Wettbewerbsfinale des Lyrikpreises München)

Katrin Hillgruber: Lyriker? Er doch nicht. Konstantin Ames siegt unverstanden in Meran

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 10810.05.2016 (Bericht zum Lyrikpreis Meran 2016)

Johannes Kloth: Der "produktive Verunsicherer"

Saarbrücker Zeitung, Nr. 18309./10.08.2014 (Porträt)

Michael Braun: Buchkritik zu „sTiL.e(zwi) Schenspiele“

SR2 Kulturradio, BücherLese04.01.2017

sonstige Werke

Hier der Prolog zur mehrteiligen Polemik "Zuß und Ames suchen Streit", wäre wohl auch eine Debatte wert gewesen; es kommt in auraaffinen Bereichen der Postdemokratie (bes. der Kunstkritik) aber immer darauf an, wer was sagt.



Hier meine Rezension der dritten Ausgabe der (U35-)Anthologie "Lyrik von Jetzt", die einen Junglyriker dazu provozierte, wütende Verdächtigungen auszustoßen; was vielfach mit dem ernstgemeinten Versuch verwechselt wurde, eine Meliorisierungsdebatte anzustoßen. Die Debatte kam dann doch, aber zu Bedingungen, die den Rahmabschöpfern in keiner Weise nützlich ist. Zu dieser, im Grunde ernährungswissenschaftlichen, Debatte ist (leider) noch immer Zutreffendes in einer kleinen Kampfschrift nachzulesen, publiziert in der poetologischen Aufsatzsammlung "Metonymie". Dazu gehört auch ein kurzes Gespräch zum Sinn und Unsinn von Stipendien-Vergaben mit Jochen Marmit vom Saarländischen Rundfunk.



Das eMagazin Signaturen brachte in diesem Kontext einen digressiven Essay von Armin Steigenberger und mir zum Lyrikbetrieb in der BRD; außerdem sind dort Besprechungen versammelt zu Publikationen von Gerd-Peter Eigner, Thomas Kling, Maren Kames, Ulrike Feibig und Thomas Havlik.
Von Anfang Juni bis Ende August gab es auf Signaturen täglich ein Galgenlied von Christian Morgenstern. Im Wechsel vorgetragen von Hilda Ebert, Christian Filips, Mara Genschel, Markus Hallinger, Norbert Lange, Tobias Roth, Àxel Sanjosé, Walter Fabian Schmid, Armin und Christel Steigenberger; außerdem eine Morgenstern-Hommage von Hans Leybold, gelesen von Gerd Schäfer.



In der Reihe "Gedicht des Monats", verantwortet vom Lehrstuhl Sprechwissenschaft und Sprecherziehung der Universität des Saarlandes, gibt es im Oktober 2016 was zu hören, das anfängt mit der Zeile: "Wenn es am schoensten ist, soll man solidarisch sein"


Wie solche Zeitgenossenschaft (o.ä.) ausschaut, kann man in einem kurzen Ausschnitt hier (8´50 bis 11´19) sehen.

Zuletzt durch Konstantin Ames aktualisiert: 19.05.2017

Literaturport ID: 1820