Li Mollet

Steckbrief

geboren am: 3.8.1947
geboren in: Aarberg, BE, CH
lebt in: Spiegel bei Bern

Kontakt: Gurtengartenstrasse 4, 3095 Spiegel bei Bern

Vita

Li Mollets Herkunft ist die moderne Kleinfamilie im schweizerischen Mittelland, die im Laufe der Zeit die Waschfrau durch die Waschmaschine ersetzte, die Suppe aus Beuteln anrührte, die Speisen in einem Kühlschrank aufbewahrte und sich zunehmend mit Herausforderungen ästhetischer Art konfrontiert sah. Wenn ihr als Kind die unvermeidliche Frage gestellt wurde, antwortete sie, sie wolle ein Buch schreiben und Lehrerin werden. Über allerlei Umwege und ohne jede Erinnerung an diese Antwort, lebte sie in der Romandie, in Grossbritannien und den USA, sie reiste als Begleiterin von ihrem Lebenspartner, Heinz Mollet (Kunstschaffender) durch mehrere europäische Staaten, um in Bern zu realisieren, was sie als Kind ahnungslos entwarf.  
Als junge Erwachsene legte sie ein erstes Notizbuch an. Die Gewohnheit, jederzeit ein paar Eindrücke festzuhalten, ein paar Gedanken zu sichern, die Sprache zu suchen, ist konstitutiv für ihre Existenz, die für manches unersättliche Neugier entwickelte: Literatur, Kunst und Kinder oder Ästhetik in Pädagogik und Philosophie. Diese grossen Domänen rieten ihr zu vorsichtiger Zurückhaltung. Es ist darum nicht erstaunlich, dass sie so spät an die literarische Öffentlichkeit gelangte. 
Vor ihren Publikationen im Wissenschaftsbereich debütierte sie mit elf literarischen Vierminutenstücken in DRS 3. Jahre später wurde sie im Holozän V, Zürich, von der Stadt Bern, vom Kanton Bern und von der Gemeinde Köniz literarisch ausgezeichnet. 

Würdigung

- „Pirouetten“, Lesung am Holozän V,  13.1.1999 (Heinz Schafroth, Adolf Muschg, Urs Widmer) 
- Werkbeitrag der Stadt und des Kantons Bern, 1999 für „nichts leichter als das“, 2002
- Solothurner Literaturtage, Säulenhalle, 11.5.2002 aus „Nichts leichter als das – ein Triptychon“. (Liliane Studer)                                                              
- Suniti Mukherjee: „Schatten auf dem Bild/Bleibt denn kein Bild stehen. Beobachtungen zur Form     der Ich-Darstellung an zwei experimentell literarischen Werken der Jahrtausendwende 2000. Birgit Kempker „Übung im Ertrinken. Iwan steht auf“ (Edition Engeler. Basel 1999). Li Mollet „nichts leichter als das“ (Edition Howeg. Zürich 2003). Lizentiatsarbeit Philosophischen Fakultät I der Universität Bern. Juni 2003
- Ueli Zingg: li mollet – nichts leichter als das. In: ensuite nr. 29, mai 2005/3. Jahrgang
- Werkbeitrag der Gemeinde Köniz, 2005, für „Ich bin’s, Salome“, 2006
- Literaturpreis des Kantons Bern 2013 für "sondern" (edition taberna kritika, Bern 2012)                                                                             

Aktuelles

Neu erschienen in BLAU-PAUSE: Ein beinahe geglückter Tag. Siehe Werkverzeichnis.


Es ist Schreib-Zeit! (In Erarbeitung: Koloratur im Ungefähren (Arbeitstitel))


 


 

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Blau-Pause. Geschichten vom Hinfallen und Aufstehen

CH - 3038 Kirchlindach2016 Kurzgeschichte

Heinz Mollet. Monographie

Stämpfli Verlag2004 experimentelle Prosa

MÄD BOOK 4

Basel2014 lyrische Prosa

Nicht zu reden vom Begehren

EDITION HARTMANN im AutorInnenverlag Bern1999 experimentelle Prosa

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

zeitzoo. Zeitschrift für Literatur und bildende Kunst

WienHalbjahr 2015

Bozzetto 09

Zürich2015 Zeitschrift für Kunst und Kultur

Text+Kritik, Zeitschrift für Literatur, XII/13

Richard Boorberg Verlag, München2013 Lyrische Prosa und Literaturkritik

zeitzoo. Zeitschrift für Literatur und bildende Kunst

Wien2015 Volljahr

LITTERall 21

Les Amis du Roi des Aulnes, Paris2014 Anthologie annuelle de littérature allemandes

sonstige Werke

- 11 Vierminutenstücke für Graffiti in DRS 3, 1986 
- „white night“. Ein Beitrag zur Projektion von A. Lichtsteiner. Kunstmuseum Bern, 1999
- Projekt „Nicht zu reden vom Begehren. So oder so – Literatur und  Musik. Li Mollet, Frank Seethaler, Priska Furrer, Ueli Zingg mit Hans Burgener, elektr. Violine, Margrit  Rieben, Elektronik, Barb Wagner, Sampling, Lukas Frey, Kontrabass. Das Projekt wurde von der städt. und kant. Literaturkommission, von der Burgergemeinde und von der WIM Bern unterstützt. Première: Dampfzentrale Bern, 19.10.2000
- „Kunst Macht Politik“ – Interaktive Wandmalerei, Videoinstallation von Franticek Klossner. Portraits,. Museumsnacht Bern 21.3.2000 
- Lesung im raum mit Margrit Rieben, percussion, Bern, 27.8.2004
- Lesungen "sondern" mit Eva Schwaar (Pianistin) in Bern 2013, in Ligerz 2014
- Lesung in der Galerie Beatrice Brunner (Bern) vor einer Malerei von Heinz Mollet, Bern 2015

Multimedia

Auszug aus "sondern"

nichts leichter als das

Ich bin's Salome

Zuletzt durch Li Mollet aktualisiert: 02.05.2016

Literaturport ID: 987