Rainer Simon

Steckbrief

geboren am: 11.1.1941
geboren in: Hainichen / Sachsen
lebt in: Potsdam

Vita

Rainer Simon wurde 1941 in Hainichen / Sachsen geboren. Er besuchte dort die Schule und danach die Erweitere Oberschule in Frankenberg / Sachsen, wo er 1959 das Abitur ablegte.
Nach dem Dienst bei der NVA der DDR von 1959 – 1961 studierte er von 1961 – 1965 Filmregie an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg.
Nach Regieassistenzen bei Ralf Kirsten und Konrad Wolf 1968 arbeitete er von 1968 bis 1990 als Regisseur im DEFA-Studio für Spielfilme in Potsdam-Babelsberg, seitdem als freischaffender Regisseur und Autor.
Simon wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Konrad-Wolf-Preis, dem Nationalpreis der DDR, dem Heinrich-Greif-Preis und erhielt für seinen Film „Die Frau und der Fremde“ 1985 den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele.
In den letzten Jahren arbeitete Simon vor allem in Lateinamerika, drehte Filme mit ecuadorianischen Indígenas und leitete Film-Workshops.
Im Jahre 1997 erschien ein erster Erzählungsband Simons, „Bedrohungen“, 2005 sein erster Roman „Regenbogenboa“ sowie die Autobiografie „Fernes Land – die DDR, die DEFA und der Ruf des Chimborazo“. Weitere Buchprojekte sind in Arbeit.
Simon ist Vater von zwei Töchtern.

Würdigung

Goldener Bär der Berliner Filmfestspiele 1985
Heinrich-Greif-Preis 1986
Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste der DDR 1987
Filmkritikerpreis der DDR 1986, 1988, 1989
Nationalpreis der DDR 1989

Aktuelles

Seit den 90er Jahren viele Projekte in Lateinamerika, Filmworkshops, Filmpräsentationen, Festivals, Ausstellungen, Lesungen – vor allem in Ecuador, aber auch in Mexiko, Guatemala, Panamá, Kolumbien, Chile, Argentinien, Uruguay, Venezuela …

Weitere literarische Arbeiten geplant, unter anderem ein Foto-Text-Band zu den Erfahrungen in der indigenen Welt Amerikas, sowie ein neuer Roman.

Lesereisen mit den Büchern „Fernes Land – die DDR, die DEFA und der Ruf des Chimborazo“ und „Regenbogenboa“

Werk

sonstige Werke

FILME

1966 „FREUNDE VON WERBELLINSEE“ - Dokumentarfilm
1968 „WIE HEIRATET MAN EINEN KÖNIG“ - Märchenfilm
1969 „GEWÖHNLICHE LEUTE“ - Kurzspielfilm
1970 „MÄNNER OHNE BART“ - Jugendfilm
1971 „SECHSE KOMMEN DURCH DIE WELT“ - Märchenfilm
1974 „TILL EULENSPIEGEL“ - Filmkomödie nach der Filmerzählung von Christa und Gerhard Wolf
1978 „ZÜND AN, ES KOMMT DIE FEUERWEHR“ - Filmkomödie
1980 „JADUP UND BOEL“ - DDR-Gegenwartsfilm, der nach Verbot erst 1988 aufgeführt wurde
1989 DDR-Kritikerpreis und Wettbewerbsbeitrag beim Moskauer Filmfestival
1982 „DAS LUFTSCHIFF“ - Experimenteller Spielfilm
1984 „DIE FRAU UND DER FREMDE“ - Spielfilm nach der Erzählung „Karl und Anna“ von Leonhard Frank
1985 „Goldener Bär“ der Berliner Filmfestspiele - 1986 DDR-Kritikerpreis,
1986 „WENGLER & SÖHNE“ - historische Familienlegende - 1988 DDR-Kritikerpreis
1988 „DIE BESTEIGUNG DES CHIMBORAZO“ - Spielfilm über Alexander von Humboldt -
1990 Berlinale-Panorama-Beitrag, Filmfestival Havanna - 1991 Spezialpreis beim
Internationalen Filmfestival auf Teneriffa
1990 „DER FALL Ö.“ - Spielfilm
1992 „BRÜDERCHEN UND SCHWESTERCHEN“ - Kurzspielfilm für das ZDF
1993 „FERNES LAND PA-ISCH“ - Spielfilm
1994 „DIE FARBEN VON TIGUA“ - Dokumentarfilm über naive indianische Maler aus Ecuador,
sowie Ausstellung im Filmmuseum Potsdam - 1996 Teilnahme am „V. Festival Americano de
Cine y Video de los Pueblos Indígenas“ in Bolivien
1998/99 „MIT FISCHEN UND VÖGELN REDEN“ - Dokumentarfilm über die
Zápara-Indianer im Urwald Ecuadors - 1999 Teilnahme am „VI. Festival Americano de Cine y
Video de los Pueblos Indígenas“ in Guatemala
2002 „DER RUF DES FAYU UJMU“ - Film nach einer Legende der Chachi-Indianer
Ecuadors - 2004 Teilnahme am „VII. Festival Americano de Cine y Video de los Pueblos
Indígenas“ in Chile und Jurypreis beim „Festival del Ríu“ in Tortosa / Spanien

AUSSTELLUNGEN

1994 Konzept zur Ausstellung „FILMSTADT BABELSBERG“ im Filmmuseum Potsdam
1994 „Indianische Malerei aus Ecuador“ – Ausstellung im Filmmuseum Potsdam
1999 „LEBEN MIT MUTTER ERDE - Indianische Gesichter und Landschaften Ecuadors“ -
Fotoausstellung in Quito, Sofia, Potsdam, Berlin und anderen deutschen Städten
2001 „INDIANER IM HOCHLAND UND REGENWALD ECUADORS“ (Fotoausstellung
mit Frank Sputh)
2005 „DIE FIESTA VON SARAYACU“ – Fotoausstellung aus dem ecuadorianischen Urwald

THEATER

2000 „SOLIMAN“ von Ludwig Fels - Theaterinszenierung in Potsdam

LEHRTÄTIGKEIT
1993 - 1996 Gastprofessur für Filmregie HFF Potsdam-Babelsberg
1993/1994 Regieseminare an der HFF München