Rolf-Bernhard Essig

Vita

Rolf-Bernhard Essig wurde 1963 in Hamburg geboren, wuchs in Burghaig bei Kulmbach und dortselbst auf, lebt seit 1983 in Bamberg, wo er studierte und Diplome in Geschichte und Germanistik sowie seinen Doktortitel mit der Promotion "Der Offene Brief. Geschichte einer publizistischen Form von Isokrates bis Günter Grass" erwarb.


Er arbeitete seit 1991 u.a. in der Universitätsbibliothek Bamberg und als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Bamberg. Anschließend machte er sich selbständig als Literaturkritiker, Wissenschaftsjournalist und Buchautor. Inzwischen ist er auch als Ausstellungskurator, Entertainer und in der Fortbildung von Journalisten tätig. Dabei arbeitet er oft mit seiner Frau, der Schriftstellerin Gudrun Schury zusammen (u. a. bei der Ausstellung "Bilderbriefe", drei Hörbüchern und den Büchern "Alles über Karl May" oder "Schlimme Finger. Eine Kriminalgeschichte der Künste von Villon bis Beltracchi").


Sein Ziel ist es, ob als prämierter Autor von Radiosendungen und Büchern, als Literatur- und Musikkritiker, als promovierter Literaturwissenschaftler, als Entertainer oder Ausstellungskurator, Lust und Wissen zu verbinden, Philologie und Stil, Ernst und Spiel. In den Museen für Kommunikation Nürnberg, Berlin, Frankfurt am Main sowie im Museum der Alltagskultur Waldenbuch verzeichnet bis Herbst 2018 seine Ausstellung „Mein Name ist Hase! Redewendungen auf der Spur“ weit mehr als 120.000 Besucher. Vom 10. November 2018 bis 20. Oktober 2019 ist sie im Altonaer Museum, Hamburg, zu sehen.


Essig arbeitete als Kritiker, Wissenschaftsjournalist und Kolumnist für viele Zeitungen und Zeitschriften (u. a. DIE ZEIT, SZ, FAZ, NZZ, Wiener Zeitung), den SWR, WDR, MDR, NDR, Deutschlandradio Kultur und und war zwischen 1990 und 2011 regelmäßig als Dozent für Literaturwissenschaft und Literaturkritik, Kreatives Schreiben u. a. an der Universität Bamberg tätig. Darüber hinaus moderiert er musikalische und literarische Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen sowie solche für die freie Wirtschaft. Er bildet Journalisten in Sprachkritik, Interviewtechnik und Kulturkritik fort (SWP, FT, Konrad-Adenauer-Stiftung) und ist als Redenschreiber tätig.


Seine zwei Dutzend Sach- und Hörbücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder widmen sich Sprachphänomenen, Helden und Heldenbildern, dem „Rausch der Meere“, „Schreiberlust und Dichterfrust“, Karl May, Regensburg, Hermann Essig, Film und dem Offenen Brief. Außerdem schrieb er poetische und prosaische Texte, darunter den Roman „Die Kunst, Wasser zu fegen“. Viele Werke entstehen in Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Schriftstellerin Gudrun Schury.


Seit Sommer 2011 leitet er zusammen mit Hanne Mausfeld die Schreibwerkstatt für die jugendlichen Gefangenen der JVA Ebrach.


Essig ist regelmäßig als Experte zu Gast im Rundfunk und Fernsehen. In SWR 1 lief zwischen September 2012 und Juli 2017 seine tägliche Sprichwörterkolumne „Und jetzt mal Butter bei die Fische“, auf MDR1 Sachsen seit Januar 2017 die wöchentliche Sprichwortsendung "Alles in Butter oder alles Essig".


 


Auszeichnungen:

2018 Walter-Serner-Sonderpreis (vom Kulturradio des Rundfunks Berlin-Brandenburg und Literaturhaus Berlin)


2010 Auswahlliste des Rattenfänger-Literaturpreises (mit „Sirenensang und Schweinezauber“; 12 Titel insgesamt)


2010 Buch des Monats, Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur (mit „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“)


2010 Der weiße Rabe. Internationale Kinder- und Jugendbibliothek München (mit „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“)


2009 Bayern 2 „Favoriten“ (mit „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“)


2008 Der weiße Rabe. Internationale Kinder- und Jugendbibliothek München (ausgewählt: „Schreiberlust und Dichterfrust“)


2007 Nominierung für den Oldenburger Literaturpreis (mit „Schreiberlust und Dichterfrust“)


2004 und 2006 (zusammen mit Gudrun Schury) Kultur- bzw. Sonderpreis der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien für „Die Ansbach-CD“ und „Franz im Glück oder Die Landshuter Hochzeit 1475“

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Da haben wir den Salat. In 80 Sprichwörtern um die Welt. Illustriert von Regina Kehn.

Hanser/München2018
Sachbuch

Perlen, Perlen, Perlen. Eine Liebeserklärung in sieben schimmernden Kapiteln. Illustriert von Birgit Schössow.

Mare/Hamburg2017
Geschenkbuch, Sachbuch

Ein Meer ist eine See ist ein Ozean. Wie Rossbreiten, Ärmelkanal und Ochsenbauchbucht zu ihren Namen kamen. Mit Illustrationen von papan.

Mare/Hamburg2014
Sachbuch

Holy Shit! Alles übers Schimpfen und Fluchen. Illustriert von papan.

Rütten & Loening/Berlin2012
Sachbuch

Butter bei die Fische. Wie das Meer in die Sprache floss. Illustriert von papan.

Mare/Hamburg2010
Sachbuch

Wann ist ein Held ein Held? Über besondere Menschen, ihren Mut und ihre Widersprüche.

Hanser/München2010
Jugend-Sachbuch

Sirenensang und Schweinezauber. Geschichten aus der Odyssee. Illustriert von Anke Kuhl.

Klett-Kinderbuch/Leipzig2009
Erzählung für Kinder

Wie die Kuh aufs Eis kam. Wundersames aus der Welt der Worte.

Gustav Kiepenheuer/Berlin2007/2013 (Tb)
Sachbuch

Der Rausch der Meere. Über die See, den Alkohol und noch mehr.

Oesch/Zürich2005
Sachbuch

Der Offene Brief. Geschichte einer publizistischen Form von Isokrates bis Günter Grass.

Königshausen&Neumann/Würzburg2000
Wissenschaftsbuch

Hermann Essig 1878-1918. Vom Volksstück zum Großstadtroman – ein schwäbischer Schriftsteller im Berlin des Expressionismus. Katalog zur Ausstellung in der Staatsbibliothek zu Berlin Preußischer Kulturbesitz.

Reichert/Wiesbaden1993
Ausstellungskatalog/Monographie

Veröffentlichungen in Anthologien

Die Wand, der Schrank und die Folgen. Erzählung. In: Folge deinem Traum. Geschichten, Bilder, Gedichte für wache Kinder jeden Alters. Hg. von Michael Krüger.

Hanser/München2013 Erzählung für Kinder

Nazis in Dortmund. Erzählung. In: Meine wunderbare Buchhandlung. Hg. von Dirk Kruse.

Ars Vivendi/Cadolzburg2010 Erzählung

„Die Zone“, „Buckelklug“, „Pilzlektüre“, „Auf Schulterhöhe“. Vier Gedichte zum Zyklus „Übergangenes“ von Manfred Koch. In: Manfred Koch: Übergangenes. Bilder aus Paris.

Erich Weiß/Bamberg2008 Lyrik

„Es ist May, die Schurken fallen – Santer und der Schut", „Wenn Hamlet Robben gejagt hätte – Jack Londons Seewolf“, „Rede des Lope de Aguirre aus dem Grabe heraus, daß kein Tod sei“. In: Die größten Schurken der Filmgeschichte. Hg. von Klaus Dimmler.

Reclam Leipzig/Leipzig2000 Essay

Kein Schokopudding ist scheiße. Erzählung zusammen mit Christina Dehler. In: Zeichen & Wunder. Sieben Tandemgeschichten. Hg. von Martin Beyer.

Perpetuum Publishing/Birkach2011 Erzählung

Ein weiblicher Odysseus, der Hund der Erkenntnis und die Stimme des weißen Wales. Zu Ulrike Draesners Lyrik. In: Familien, Geschlechter, Macht. Beziehungen im Werk Ulrike Draesners. Hg. Von Stephanie Catani und Friedhelm Marx.

Wallstein/Göttingen2008 Wissenschaftlicher Aufsatz

Zusammen mit Gudrun Schury: Karl May. In: Deutsche Erinnerungsorte III. Hg. von Etienne François und Hagen Schulze.

C.H.Beck/München2001 Essay

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Der Weg nach Russland – von der Phantasie in die Wirklichkeit. Gespräch mit Christoph D. Brumme. In: ndl

Schwartzkopff Buchwerke/Berlin2004 Interview

Deine Klugheit ist so kurz wie eine Blutwurst. Sprichwörter Redewendungen und Vergleiche bei Karl May. In: Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft

Hansa/Husum2002 Wissenschaftlicher Aufsatz

Herausgeberschaften

Friedrich Schiller: Kleine Philosophie der Freundschaft.

Aufbau/Berlin2009 Anthologie

Hermann Essig: Der Taifun.

Weidle/Bonn1997 Roman

Zusammen mit Reinhard M. G. Nickisch: Wer schweigt, wird schuldig! Offene Briefe von Martin Luther bis Ulrike Meinhof.

Wallstein/Göttingen2007 Anthologie

sonstige Werke

 


Zusammen mit Gudrun Schury: Die Regensburg-CD. Ein Hörbuch. 2005.


Zusammen mit Gudrun Schury: Franz im Glück oder Die Landshuter Fürstenhochzeit. Ein Hörbuch. Radio Trausnitz 2005.


Zusammen mit Gudrun Schury: Die Ansbach-CD. Geschichte und Geschichten um die Stadt des Fränkischen Rokoko. Edition Radio 8, Ansbach. 2004.

Zuletzt durch Rolf-Bernhard Essig aktualisiert: 10.12.2018

Literaturport ID: 2879