Sabine WenChing Wang

Steckbrief

geboren am: 6.8.1973
geboren in: Kreuzlingen/TG/CH
lebt in: Berlin

Vita

Sabine Wen-Ching Wang, geboren 1973 als Tochter eines Taiwaners und einer Schweizerin in Kreuzlingen, lebt in Berlin. Sie wuchs in Kreuzlingen, Stein und Speicher auf (Thurgau und Appenzell AR). Nach Absolvierung des Lehrer/innenseminars Kreuzlingen studierte sie Sinologie und Kunstgeschichte Ostasiens in Zürich und Taipei. Seit 2006 arbeitet sie als freie Autorin. Sie schreibt Lyrik und Prosa, Hörspiele und Theaterstücke für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, aufgeführt u.a. am Schauspielhaus Zürich, Stadttheater Bern, Theater Winkelwiese Zürich. 2011 war «Hund Hund» am Schlachthaus Theater Bern zu sehen: http://www.art-tv.ch/8286-0-Fuenfnachbusch-Hundhund.html. Die spanischsprachige Premiere ihres Stücks «Spinnen» fand 2013 in México D.F. statt: http://www.proceso.com.mx/?p=339671 - siehe "Aktuelles".

Würdigung

PREISE/WERKBEITRÄGE

2010 Longlist Deutscher Kindertheaterpreis 
2006 Lyrikpreis der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK)
2005 Jurypreis der St. Galler Autorentage
2005 Förderpreis der Kulturstiftung Appenzell AR
2004 Werkbeitrag des AdS (Autoren und Autorinnen der Schweiz)
2003 Preis der Societé Suisse des Auteurs
2002 Werkbeiträge der Pro Helvetia und der Thurgauer Kulturstiftung

STIPENDIEN

2010 Atelierstipendium Berlin der Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr
2008 Dramaworkshop des tt stückemarktes (Berliner Theatertreffen)
2008 Atelier Berlin des Kantons Zürich
2005 Chretzeturmstipendium der Jakob und Emma Windler-Stiftung Stein am Rhein
2004 Autoren-Werkstatttage am Burgtheater Wien
2004 Masterclass 6 Zürich
2002 Dramenprozessor
1999 Dritter Klagenfurter Literaturkurs

Aktuelles

Conjuro Teatro zeigt 
SPINNEN
Spanischsprachige Erstaufführung
De Sabine Wen-Ching Wang

Dirreción: Dana Stella Aguilar
con Héctor Hugo Pena, Mahalat Sánchez, Iazúa Larios, Duane Cochran
Traducción: Maja Schnellmann y Pedro Altamirano 
Escenografía e iluminación: Víctor Padilla 
Diseño de vestuario: Rosa Rodríguez
Video: Miguel Flores 
Música en vivo interpretada por Martha Moreyra
 
Koproduktion von Conjuro Teatro und Coordinacion Nacional de Teatro del Instituto Nacional de Bellas Artes - México

WIEDERAUFNAHME voraussichtlich November/Dezember 2014

De autora suiza, Spinnen está hecho con un poder irónico que se convierte en reflejo personal y social a través de un humor que a veces duele; con su poesía nos pone el los claroscuros de una sala de fumar de hospital psiquiátrico, en la aparente y sencilla cotidianidad de sus personajes en medio del humo, emanando el sabor amargo de la imposibilidad y de aquel dolor que el alma no ha podido digerir, en un sistema de encierro donde el panorama clínico no se presenta alentador; apenas dopar y desconectar algunos cables.

     
LA LLAGA 
Por Dana Stella Aguilar

Leí una vez  que la locura es la incapacidad de digerir el dolor… la locura hoy en día sigue siendo en el mejor de los casos un enigma… como llaga es molesta y dolorosa en la sociedad tan preocupada hoy en día en acciones separatistas que poca imaginación aportan a la comprensión del ser humano… basta con etiquetar de enfermedad lo que no puede explicarse en su totalidad… ahora está en boga clasificar a las personas, que no encajan  en este mar de gente tan ocupada en resolver su cotidianidad, como ríos de narcisos prácticos y eficaces; entonces  los “diferentes” experimentan un terrible vacío de sentido de vida, se sienten solos  e incomprendidos… Y es que quién va a encajar en una sociedad que coarta la libertad y te aísla con tu dolor porque lo único que está de moda es la “felicidad”... ¿no será que lo que llamamos locura es una acción desesperada de esa libertad en un intento de sobrevivencia?  El texto de Sabine me parece un hermoso intento de direccionar los pasos hacia la comprensión de la locura en un sentido más humano…


RÜCKKEHR DER SÄTZE
von Sabine Wen-Ching Wang
   
Eines Tages, als ich noch in Zürich lebte, hörte ich aus dem Küchenradio den Satz: „Dormir es la cosa mas bella del mundo, mas bella que el sexo.“ Ein spanischer Satz, der in einem Workshop des Goethe Instituts Santiago di Chile aufgenommen worden war. Die junge Frau - keine Schauspielerin, eine Autorin oder Studentin vielleicht - die ihn vorlesen musste, las schnell. Sie hörte sich verlegen an, ja, ich glaubte sogar, eine Spur Widerwillen in ihrer Stimme auszumachen. Warum hatte der Schweizer Lateinamerikakorrespondent – der sonst reichlich kritisch über Hugo Chavez berichtete – ausgerechnet diesen Satz aufgenommen? „Sex“ ist im Deutschen ein trockenes, kurz gehaltenes, fast technisches Wort, während es im Spanischen - des angehängten O’s wegen - klanglich mehr Raum einnimmt. Soviel Raum, dass mir selbst nun beim Zuhören die Röte in den Kopf schoss. So kehrte mein Satz Mas bella que el sexo zu mir zurück.
   
Ich vergesse meine Texte mit den Jahren. Fortan hielt ich Dormir es la cosa mas bella del mundo für den ersten Satz meines Stücks. Erst heute entdeckte ich, dass es erst der achtundzwanzigste ist. Als ich März 2012 die Mail eines mexikanischen Schauspielers in der Box fand, war ich sehr überrascht. Ich hatte nicht gewusst, dass „Spinnen“ auf dem Programm von „Theaterwelt 2012“ stand.
   
Wir trafen uns auf Skype. Ich konnte Héctor und Dana auf meinem Bildschirm sehen. Das Licht in México schien hell zu sein, heller als in Berlin, wo der März noch kalt und dunkel ist, auch jetzt liegt Schnee. Wir hatten ein heiteres Gespräch. Oh, ich weiss nicht mehr, antwortete ich, sie sagten, it’s actually more in your play, than we first thought.  
 
Ich glaube, dies ist das grösste Geschenk, dass eine Theaterkompanie einer Autorin machen kann: Dieses Mehr im Text zu entdecken und ihn in einer Inszenierung zum Leben zu erwecken. Es rührt mich, ehrt mich, berührt mich, dass Conjuro Teatro - von der ersten Lesung über die Finanzierung bis zur Premiere – Monate dafür aufbringt, „Spinnen“ auf die Bühne zu bringen. Ich freue mich darauf zu hören, wie die Sätze zu mir zurückkehren und ich bin gespannt darauf, wie das Stück „with Latin flavor“ bei Ihnen, verehrtes Publikum, ankommt.   
Muchas gracias!

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

nachts/panoptikum. In: Moderne Poesie in der Schweiz: Eine Anthologie von Roger Perret

Limmat2013-10 Lyrik

Behandlung der Füsse. In: Globale Heimat.ch: Grenzüberschreitende Begegnungen in der zeitgenössischen Literatur

Edition 8, Zürich2012-05-02 Prosa

Neue Darstellungsformen. Künstlerische Forschung zum Führungsverständnis in Krankenhäusern

Niggli2011 Hörtext

Henriettes Schuh. In: Der Schuh

SJW Schweiz. Jugendschriftenwerk2010-06-24 Prosa

random walk. In: Nah am Original

Urs Engeler Editor, Basel/Weil am Rhein2007 Lyrik

Gedichte, zweisprachig dt.-frz.. In: Nord-Süd-Passage

Verlag Passage & Co, Trets F2005 Lyrik

Menschen und Schiffe. In: Palaver

Verlagshaus Nodari & Christen, Muri2003 Lyrik

jemand will pferde ertränken am strand. In: einspeisen

zip-Verlag, Zürich1999 Lyrik

Isola felice. In: an deiner statt/à ta place

Editions d'en bas/kunst+politik, Lausanne2013 Prosa

Monolog Ingrid (Hund Hund). In: 55 Monologe des 21. Jahrhunderts: Zum Vorsprechen, Studieren und Kennenlernen

Henschel Verlag2011-08-17 Drama

Die Blume. In: Die Mona Lisa von Trogen: Fakten und Fiktionen zu Porträts in Öl auf Leinwand

Appenzeller Verlag2010-09-17 Prosa

Äfach. In: 60 Jahre Menschenrechte - 30 literarische Texte

Salis Verlag, Zürich2008 Prosa

Gedichte, zweisprachig dt.-frz.. In: Nord-Süd-Passage

Verlag Passage & Co, Trets F2006 Lyrik

Um die Ecken. In: Literatur de Suisse

Verlagshaus Nodari & Christen, Muri2004 Prosa

beijing - hangzhou. In: Warenmuster.blühend

Waldgut Verlag, Frauenfeld2000 Lyrik

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

aufprall von mostobst. In: orte - Schweizer Literaturzeitschrift

orte, Oberegg AI2012 Lyrik

Corea, In: Theater der Zeit

Berlin2009/5 Drama

Es tarde (Spät), In: ART TEATRAL

Valencia2007/22 Drama

Katzenstadt, In: Entwürfe

Zürich2005/41 Prosa

ohne Titel, In: Entwürfe

Zürich2009/58 Gedicht

Babel fish, In: Theater der Zeit

Berlin2008/5 Drama

Die Mücke, In: ensuite - kulturmagazin

Bern2006/46 Prosa

Das Kinderzimmer als Terra incognita, In: Blickwechsel Ostasien, Passagen

Pro Helvetia, Zürich2005/39 Essay

Über Werk / Autor

Matthias Heid: Sabine Wen-Ching Wangs "Hund Hund" (In: Theaterheute Jahrbuch 2008)

Friedrich Verlag/Berlin 2008 Drama

Erik Altorfer: Geschlossene Gesellschaften (In: Stück-Werk 4)

Theater der Zeit/Berlin2005 Drama

Mila Crespo Pico: Sabine Wen-Ching Wang y las palabras superfluas (In: ART TEATRAL)

art teatral/Valencia2007/22 Drama

sonstige Werke

THEATER

Aufführungsrechte:
Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg

2013 ARANAS (SPINNEN). Spanischsprachige Erstaufführung. Regie: Dana Stella Aguilar/Conjuro Teatro. Teatro El Granero, México City
2012 ARANAS. Szenische Einrichtung. R: Dana Stella Aguilar/Conjuro Teatro. Teatro El Granero, Centro Cultural del Bosque, México City («Theaterwelt 2012», Instituto Nacional de Bellas Artes, Goethe Institut, Schweizer Botschaft, Österreichisches Kulturforum Mexiko)
2011 HUND HUND. UA. R: Beatrix Bühler/fünfnachbusch. Schlachthaus Theater Bern, Theater Winkelwiese Zürich. Gastspiele am Kurtheater Baden, Vorstadttheater im Eisenwerk Frauenfeld
ECHSEN - ein Stück B-Movie. Minidrama auf Film. R: Martha Marx. Theater Basel (Stückparcours 2011)
SPINNEN. R: Jean Grädel/Freies Theater Thurgau. phoenix-theater 81 Steckborn, Vorstadttheater im Eisenwerk Frauenfeld, Theaterhaus Thurgau Weinfelden. Gastspiele am Theater am Gleis Winterthur, Psychiatrische Klinik Münsterlingen, Hotel Kulm, FL-Triesenberg
2010 LA CÉRÉMONIE. Nach dem gleichnamigen Film von Claude Chabrol. UA. R: Samuel Schwarz/400asa. Zürcher Theaterspektakel, Peng Hao Theatre Beijing, Schlachthaus Theater Bern (Pro Helvetia «Swiss Chinese Cultural Explorations»)
DAS FUNKLOCH. Minidrama. UA. R: Lucas Cejpek. Alter Schl8hof Wels. Gastspiele am Schauspielhaus Wien, in der Arbeiterkammer Linz und im Literaturhaus Graz
TARD (SPÄT - Valenzianisch-Katalanisch). Szenische Lesung. Octubre Centre de Cultura Contemporània, Valencia, Spanien
2009 COREA. Kurzstück. UA. R: Susanne Heising. Stadttheater Bern. Gastspiel am Kurtheater Baden
2008 DAS GRÜNE KÜKEN. Kinderstück nach dem gleichnamigen Bilderbuch von Adele Sansone. UA. R: Andrea Schulthess. Theater Katerland. Theater am Gleis, Winterthur. Über 70 Gastspiele, u.a. starke stücke - Internat. Kinder- u. Jugendtheaterfestival Rhein-Main, Lesofanten-Festival Wien, Vorstadttheater Basel, Kleintheater Luzern
BABEL FISH. Einakter. UA. R: Philipp Becker. Stadttheater Bern
2007 SPÄT. Einakter. Deutsche Erstaufführung. R: Orsa Repp. Halle 7, München
2006 THIS IS NOT A LOVE SONG. Jugendtheater. UA. R: Taki Papaconstantinou. brave bühne. Theater am Gleis, Winterthur
Texte zu einem Tanzstück von Anna Röthlisberger. UA. Theater Roxy Basel
2005 DIE UHR. Hörinstallation. R: Beatrix Bühler. Stadttheater, Schlachthaus Theater und Hochschule der Künste Bern. PROGR, Bern
2004 SPÄT. Einakter. UA. R: David Unseld/Erik Altorfer. Schauspielhaus Zürich
KILLERBIENEN. Einakter. UA. R: Monika Neun. Kaserne Basel
DIE TASCHE. Szenische Lesung. R: Katrin Hiller. Burgtheater Wien
SPINNEN. DEA. R: Bernd Plöger. Rheinisches Landestheater Neuss
2003 SPINNEN. UA. R: Beatrix Bühler. Schlachthaus Theater Bern, Theater Winkelwiese Zürich, Theater Tuchlaube Aarau, Raum 33 Basel. Gastspiele am Freien Forum Theater Düsseldorf, phoenix-theater 81 Steckborn, Zeughaus Teufen
SPINNEN. Szenische Einrichtung. R: Boris von Poser. Münchner Kammerspiele


Übersetzungen:
2010 TARD (SPÄT, Valenzianisch-Katalanisch)
2007 ES TARDE (SPÄT, Spanisch)
DOG DOG (HUND HUND, Englisch)
2004 ARANAS (SPINNEN, Spanisch)
2003 SEGASED (SPINNEN, Estnisch)



RADIO

2009 DIE EINLADUNG. Hörspiel. R: Simona Ryser. Radio DRS 2
nachgesendet auf NDR, SWR 2, Deutschlandfunk, BR 2, OE1
2007 HUND HUND. Hörspiel. R: Simona Ryser. Radio DRS 2
nachgesendet auf NDR, WDR 3, WDR1Live, BR 2, SR 2, Deutschlandradio Kultur
2004 kühe steigen aus der bucht. Gedicht. Radio WDR 3
2000 COSMOS HOTEL. ArtOrt Hörspiel. R: Claude Pierre Salmony. Radio DRS 2

Literaturport ID: 1117