Thomas Findeiß

Steckbrief

geboren am: 3.4.1958
geboren in: Naila / Oberfranken / Bayern / BRD
lebt in: Berlin, Charlottenburg

Vita

Thomas Findeiss, 1958 im oberfränkischen Naila geboren, arbeitete als Fabrikarbeiter, Privatchauffeur, Bandleader und Studiomusiker, bevor er 1991 den Abschluss "Regie, Kamera und Produktion" an der Deutschen Film und Fernseh-Akademie (DFFB) machte. Im selben Jahr kam sein Abschlussfilm "Die Kosten der Freiheit" ins Kino.   
Mit dem 1997 erschienenen, stilistisch ambitionierten Roman Holy Days machte er die Kritiker hellhörig: Eine Geschichte einer Frau und zweier Männer in der Abgeschiedenheit der polnischen Ostseeküste, durch eine geheimnisvolle Wand von der Außenwelt abgeschirmt. In dem Roman finden sich Anklänge an Iphigenie auf Tauris, die griechische Mythologie und die Situation der Schwerelosigkeit nach dem Mauerfall. "Seine Sprache [...] bleibt den Figuren, ihrer inszenierten "Coolness", auf den Fersen und hält doch Abstand, mit einer kaum merklichen Ironie.", schrieb Martin Krumbholz in der NZZ.
1999 erschien Die Heimat der Schneestürme, ein Thriller um die bizarre Karriere eines zu Unrecht Verurteilten in türkischen Gefängnissen: "Thomas Findeiss erzählt knallhart, ohne zuviel Sympathie für seine Helden aufkommen zu lassen",  schrieb die Literaturkritikerin Anne Hahn in DER STERN - sie attestierte dem Roman Nerven zehrende Spannung und ein Ende, das "einen anspringt wie ein Tiger."
Nach Aufhebung des amerikanischen Embargos 2004 trampte Findeiss durch das Libyen Gadhaffis und veröffentlichte diese Eindrücke in der ZEIT. Der Bericht führte zu jährlichen Einladungen in die libysche Botschaft in Berlin bis 2011, als das Leben des libyschen Führers ein jähes Ende nahm. Findeiss veröffentlichte zahlreiche Reisereportagen, unter anderen in der Süddeutschen Zeitung, der FAZ, der ZEIT und MARE. Der Autor schrieb den unveröffentlichten Gen-Technologie-Thriller "The Andaman Thing", und veröffentlichte den als e-Book erschienenen Roman "Warum ich kein Model geworden bin" um eine Amour Fou, geschrieben von der jungen albanischen Autorin Aliana Ahmeti, sowie zahlreiche Gedichte und Kurzgeschichten.

Würdigung

Reise und Aufenhaltsstipendien auf Rhodos, Gotland, Paros

Zuletzt durch Thomas Findeiß aktualisiert: 10.12.2015

Literaturport ID: 238