Ursula Krechel

© Renate von Mangoldt (1997)

Steckbrief

geboren am: 4.12.1947
geboren in: Trier / Rheinland-Pfalz
lebt in: Berlin, Wilmersdorf

Vita

Ursula Krechel wurde am 4.12.1947 in Trier geboren. Sie studierte Gemanistik, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und promovierte 1971 an der Universität Köln zum Dr. phil. mit einer Arbeit über den Theaterkritiker Herbert Ihering. Sie war Theaterdramaturgin, arbeitete mit jugendlichen Untersuchungshäftlingen an Theaterprojekten und entschloß sich 1972 zu einer Existenz als freie Schriftstellerin. In regelmäßiger Folge erschienen vierzehn Gedichtbände, zuletzt „Jäh erhellte Dunkelheit“ (2010) und „Die da“ (2013), Romane, Essays, Theaterstücke und Hörspiele. Seit den achtziger Jahren hat Ursula Krechel vielfach gelehrt, sie war Gastprofessorin an der Warwick University/England, 1989/90 hielt sie in Wien Poetik-Vorlesungen, die in den Band „Mit dem Körper des Vaters spielen“ eingingen. 1991 war sie writer-in-residence an der Washington-University St. Louis/USA, 1993/94 poet-in-residence an der Universität Essen, 1997-1999 Gastprofessur am Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig, 1998-2001 Leiterin der Werkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin, 2002 Escriptora convidada in Barcelona, im Sommersemester 2007 Research Fellow an der Washington University St. Louis/USA. 2009-2011 leitete sie wieder die Werkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums. Ursula Krechel ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin, der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.

Würdigung

1982  Stipendium "Auswärtige Künstler zu Gast in Hamburg"
1984  Aufenthaltsstipendium der deutschen Länder in der Casa Baldi in Olevano Romano/Italien
1986  Stipendium Deutscher Literaturfonds
1992  Stipendium Deutscher Literaturfonds
1993  1. Internationaler Eifel-Literaturpreis
1997  Münchner Kinder- und Jugendtheater-Preis
1997  Elisabeth-Langgässer-Preis
2000  Georg K. Glaser-Preis
2006  Hermann-Hesse-Stipendium
2008  Rheingau-Preis
2009  Jeanette Schocken Preis der Bürgerschaft Bremerhaven
          Deutscher Kritikerpreis 
          Düsseldorfer Literaturpreis
          Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz
          Joseph-Breitbach-Preis
2012  Orphil-Preis für Lyrik
2012  Deutscher Buchpreis
2015  Gerty Spies-Preis


2018  Adolf-Grimme-Preis für die Verfilmung von "Landgericht"

Aktuelles


Lesungen s. www.jungundjung.at

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Jahrbuch 2013/2014 (Jahrbuch der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt)

Wallstein Verlag Göttingen2015

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

die horen

Wallstein Verlag GöttingenBd. 268/2017 Zeitschrift für Literatur, Kunst und Musik

Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

Metropol Verlag Berlin5/2013 Zeitschrift

Exil

Exil Verlag2/2010 Zeitschrift

poet

Poetenladen7/2009 Literaturmagazin

Sprache im technischen Zeitalter

Literarisches Colloquium Berlin203/2012 Literaturzeitschrift

Übersetzungen

Jacques Roubaud: Stand der Orte

Das Wunderhorn2000 Gedichte

Herausgeberschaften

Autorenwerkstatt Prosa

Verlag LCB Berlin1999

Eine Jacke aus Sand. Poesie aus den Niederlanden

Verlag Die Horen Wilhelmshaven 1993

Elisabeth Langgässer: Das Unauslöschliche Siegel

Luchterhand Verlag Darnstadt 1979

Der Finger Hölderlins. Poesie aus Frankreich

Verlag Die Horen Wilhelmshaven1996

Irne Brin: Morbidezza. Eine kleine Kulturgeschichte zwischen den Kriegen

Rotbuch Verlag Berlin 1986

sonstige Werke

Hörspiele:

"Zwei Tode" (RB/HR 1975) 35 Min.
"Erika" (WDR 1975) 58 Min.
"Die Entfernung der Wünsche am hellen Tag" (RB/WDR 1979) 58 Min.
"Das Parkett ein spiegelnder See" (BR/WDR 1979) 70 Min.
"Der Kunst in die Arme geworfen. Kantate für Sprechstimmen und das 19. Jahrhundert."
SFB/BR/NDR 1982) 75 Min.
"Glückselig feindselig vogelfrei" (NDR/SFB 1984) 48 Min.
"Der Keksgigant" (NDR/SFB 1986) 57 Min.
"Stadtluftundliebe" (SFB/NDR 1988) 56 Min.
"Sitzen Bleiben Gehen" (SWF 1990) 67 Min.
"Leuk und Lachen oder die Grammatik des Austausches" (WDR/NCRV Hilversum 1987) 70 Min.
"Näher am springenden Punkt" (NDR 1991) 56 Min.
"Zwischen den Ohrringen der Redefluß" (SFB/SWF 1991) 58 Min.
"Bilderbeben" (BR/SR 1991) 14 Min.
"Mein Hallo dein Ohr. Ein Hilferuf" (SWF 1995) 67 Min.
"Im Ohrensaal", Hörspiel nach Motiven von Unica Zürn. ( BR 1995) 63 Min.
"Unendliches Türenschlagen" (NDR 1997) 58 Min.
"Shanghai fern von wo." (SWF 1998) 1.Teil 69 Min., 2.Teil 80 Min.
"Liebes Stück" (SWR 2003) 47 Min.
"Meine Stimme ist mit den Fischen geschwommen" (SWR 2005) 43 Min.
"Festbeleuchtung der Nacht" (DLR 2007) 64 Min.
"Wenn man ein gleichschenkliges Dreieck auf den Kopf stellt" (SWR 2013) 56 Min.

Filme:
"Ich bin eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte.Die Karriere der Vicki Baum" (HR
1986 (zusammen mit Herbert Wiesner)

Zuletzt durch Ursula Krechel aktualisiert: 28.06.2018

Literaturport ID: 387