Werner Streletz

Steckbrief

geboren am: 6.3.1949
geboren in: Bottrop/NRW/Deutschland
lebt in: Bochum, Ehrenfeld

Kontakt: Gabelsbergerstraße 14, 44789 Bochum

Telefon: 0234/30 91 98

Vita

Werner Streletz wurde am 6. März 1949 in Bottrop geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach einer Lehre als Bauzeichner begann er 1971 mit einem publizistischen Volontariat bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in Essen. Parallel dazu schrieb Streletz Lyrik, Prosa und eine Reihe von Hörspielen für den WDR, den BR und den Deutschlandfunk. Streletz gehörte zum Autorenteam des Radioromans "Blackbox B1" des Westdeutschen Rundfunks (1989) Nach einigen Jahren als Lokalredakteur in Herten und Brühl bei Köln wechselte Streletz 1985 als Kulturjournalist der WAZ nach Bochum. Arbeit im Schatten des Bochumer Schauspielhauses (Intendanten: Peymann, Steckel, Haußmann, Hartmann, Goerden). Literarisch erstreckt sich sein Schreiben auf die Bereiche Lyrik, Prosa, Hörspiel, Theater und Film. Als Produzent und Drehbuchautor wirkte er mit am Spielfilm "Ein Dichter in der Familie", der 2006 in die Kinos kam. Seine literarischen Vorbilder sind die Beatniks, die Autoren des absurden Theaters (allen voran Beckett), Edgar Allan Poe, Charles Bukowski und naturgemäß Thomas Bernhard. Seit  Oktober 2010 arbeitet Streletz als freier Schriftsteller und Kulturjournalist.

Würdigung

1. Preis beim Folksong-Festival in Gelsenkirchen, 1966

Arbeitsstipendium des Landes NRW 1985

Preisträger beim NRW-Autorentreffen in Köln/Bonn 1997

Literaturpreis Ruhr 2008


Lesebuch Werner Streletz in der Bibiliothek Westfalica 2013

Mitglied im PEN-Club und in der Europäischen Autorenvereinigung "Die Kogge"

Aktuelles

Da darf ich wohl ein wenig stolz sein.


Journalistin Elke Jansen (Zeitungshaus Bauer) in ihrer Kritik über meine Novelle „Der freieste aller Dichter – Unterwegs mit Robert Desnos“:


„Ein traurig kurzes, gleichwohl pralles Leben, das Werner Streletz auf knapp 70 Seiten destilliert. Unprätentiös, aber eindringlich die Sprache, sicher gewählt die Tempi, klug verwoben die Modi. Fiktion und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart, würde, wäre, war und ist – alles fließt, verschmilzt zum Denkbaren, zum Möglichen, vielleicht sogar Wahren. Als Leser vermag man sich diesem Sog der Erzählung kaum zu entziehen – wandert umher mit Desnos und Streletz und, ja, möchte viel mehr wissen über und lesen von diesem freiesten aller Dichter.“



Die Rezension (hier natürlich nur ein Ausschnitt) ist auf der Literaturseite der Ausgaben des Zeitungshauses Bauer (im Vest Recklinghausen etc.) veröffentlicht worden.


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Natürlich freut einen Schriftsteller nicht nur ein Lob in den offiziellen Medien, sondern ebenso Zuspruch aus dem näheren persönlichen Umfeld. Zu meiner neuen Novelle „Der freieste aller Dichter – Unterwegs mit Robert Desnos“ schreibt mir jetzt der Autor und Musiker Zepp Oberpichler (Duisburg/Mülheim), mit dem ich seit langem befreundet bin:


„Ich habe deinen Desnos-Band jetzt gelesen.
Nachdem, was du mir alles im Auto, auf der Rückfahrt von der Leipziger Buchmesse, darüber erzählt hattest, habe ich etwas ganz anderes erwartet, wobei ich nicht genau sagen könnte, was. Das, was ich dann gelesen habe, fand ich aber besser.
Warum? Ich hatte mir schon vorgestellt, dass du in irgendeiner Art und Weise in den Clinch gehst mit Desnos. Und dabei könnte man Gefahr laufen, zu sehr der Verehrung oder auch der Kritik zu verfallen. So stellte ich mir das zumindest vor.
Ganz anders nun dein Text – der Streletz-Ton ist mir ja vertraut, aber du hast Desnos nahegebracht, ohne einen alten Schinken aufzulegen oder den Schulmeister zu machen. Das hat mir gut gefallen. Desnos ist mir nahe gekommen durch deine Vermittlung. 
Toll.“


Soweit Zepp. Das gibt natürlich Auftrieb.


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Ich denke, die Buchvorstellung meiner neuen Novelle im Bochumer Kunstmuseum  kann man – ohne das Selbstlob allzu sehr zu strapazieren – als überaus erfreulich und gelungen bezeichnen. Ein aufmerksames Publikum, der Schauspieler Heiner Stadelmann zeigte, welche Feinheiten aus meinem Text heraus zu kitzeln sind, und Xenia Narati entlockte ihrer Harfe melancholische und atmosphärisch passende Klänge. Allgemeine Zustimmung der rund 60 Zuschauer, was sich auch in den anschließenden Gesprächen zeigte. Kultur-Bochum war hinreichend vertreten. - Kurzum: eine prima Sache insgesamt.


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Aus der Biographie: Ich merke, dass ich für meinen neuen Roman „Dämmerung der Leitwölfe“ kaum noch auf Anstöße aus meiner persönlichen Biographie zurückgreifen kann. Um es salopp zu sagen: Alles schon einmal verbraten, wenn auch literarisch entsprechend verfremdet, selbstredend. Ich komme darauf, weil ich unlängst festgestellt habe, dass mein erstes Hörspiel „Alles was Du bist ist Liebe“ vor runden 40 Jahren vom WDR urgesendet worden ist. Das Vorbild für die ältere Dame, die ihre Angehörigen mit nicht enden wollender Zuneigung überschüttet, war meine Großmutter mütterlicherseits. Weiter geht’s: die Novelle „Vermessen“. Bei der wunderlich-wissenden einäugigen Hauptperson habe ich mich an meinem kriegsblinden Opa orientiert. Das Theaterstück „Lisa, ihr Schreiner und eine Mutter“ arbeitet literarisch, in weitestem Sinne, Erfahrungen mit meiner Mutter auf, das Hörspiel „Martin, sein Vater und die vertraute Stimme“ naturgemäß Erlebnisse mit meinem Vater. Und auch manchen unerquicklichen Erfahrungen mit ehemaligen Lehrern oder Kinder- und Jugendfreunden bin ich mit literarischen Texten begegnet: das Hörspiel Mankurt, der Roman Kiosk kaputt, Foto). Dieser ganz subjektive Themenfundus scheint (oberflächlich betrachtet) also ziemlich aufgebraucht zu sein. Was nun? „Die Welt ist bunt“, sagte einst mein Bochumer Redaktionschef gelegentlich. Das soll ein Wort sein!


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Rücksturz in meine literarische Vergangenheit: „Die Sonne ist nicht mehr dieselbe. Ruhrgebiets Hörspiele 1960 bis 1990“. So lautet der Titel einer facettenreichen Dokumentation (die beiliegende DVD umfasst nicht weniger als 39 Hörspiele), die jetzt von der Literaturkommission Westfalen veröffentlicht worden ist. Ich bin mit zwei Hörspielen darin vertreten. Aus urheberrechtlichen Gründen kann die Edition nicht im Buchhandel erscheinen. Der Bezug ist nur möglich über die Literaturkommission für Westfalen, Salzstraße 38, 48133 Münster. Warum das? Der WDR hatte vor den regulären Verkauf der Edition so hohe finanzielle Hürden gesetzt, dass die Herausgeber darauf verzichten mussten.


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 Kurzkritik zu meinem jüngsten Roman "Rückkehr eines Lokalreporters": "Gab es das schon? Einen Roman, der das normale Leben eines kleinen Zeitungsreporters („Lokalknecht“) thematisiert? Werner Streletz’ neuer Roman handelt von Michael, der seine Redakteurstätigkeit ohne große Ambition, aber verlässlich ausübt. Bis eine schwere Krankheit seiner Lebenspartnerin (fortschreitende Schizophrenie, die im Suizid endet) sein Leben grundlegend verändert. Streletz’ ruhige, unangestrengte und präzise Diktion lässt hinreichend Raum für Selbstreflexionen und Rückblicke auf ein Leben, das sich letztlich als unberechenbar erweist. Ein intimes, nachdenkliches, berührendes Buch." - (Walter Gödden im "Westfalenspiegel" 4/2016)


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Streletz’ Roman erzählt diese existenzielle Geschichte in einer packenden, verknappten Sprache, die sogleich fesselt und den Abstand zur Hauptperson mit jeder Zeile weiter verkürzt. Hinterher ist der Leser in Michaels Welt eingesogen. Er erkennt in ihm keinen lauthalsen Welterklärer, sondern einen Zweifler und Zauderer. Die Skepsis gegenüber der eigenen Existenz, hier wird sie beschworen. - (Ausschnitt aus der Lokalreporter-Rezension von Jürgen Boebers-Süßmann in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, WAZ)

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Verlagsinfo: Der Roman "Rohbau" von Werner Streletz ist nun auch als E-Book erschienen und ist mit jedem E-Book-Reader kompatibel.


Ein Tipp in eigener Sache: Wer sich unkompliziert über meine bisherige literarische Arbeit informieren und darin ein wenig schmökern möchte, hat dazu gute Gelegenheit in der „Bibliothek Westfalica“. Die Bibliothek Westfalica ist eine Sammlung von Online-Lesebüchern ausgewählter westfälischer Autorinnen und Autoren – der Vergangenheit und Gegenwart. www.bibliothek-westfalica.lwl.org

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Die Sonne ist nicht mehr dieselbe

Aithesis Verlag Bielefeld2017 Ruhrgebiets Hörspiele Buch/CD

Bottroper Klümpkes: Eine Stadt wird erzählt

Pomp, P2016-10-01

Literatur in Westfalen: Beiträge zur Forschung 14

Aisthesis2016-07-26

Bibliophil, engagiert, einzigartig: Große Literatur in kleinen Verlagen (Aufgeblättert)

Aisthesis2015-08-20

Kohlenkönige und Emscherkinder: Das große Buch der Ruhrgebietsballaden

Henselowsky u. Boschmann2015-08-17

Das Gesetz vom Fall der Körper: Zwölf Erzählungen über die Arbeit Loi de la chute des corps - Douze nouvelles du travail

Aschendorff Verlag2013-04-22

Über Alles oder Nichts

Aisthesis Verlag Bielefeld2013 Annäherungen an das Werk von Wolfgang Welt

Blickwechsel - Schriftsteller in Aktion

Aschendorff Verlag Münster2011 Anthologie

Der Jaguar im Spiegel

Pop Verlag Ludwigsburg2010 Lesebuch

Von Menschen und Orten

Henselowsky Boschmann Bottrop2010 Prosa

Hic, haec, hic. Der Lehrer hat 'nen Stock

Henselowsky Boschmann Bottrop2007 Schulgeschichten

Westfälische Kulturkonferenz 2011 bia 2015

LWL-Kulturabteilung Münster2016/17 Bilanz

Jede Menge Kino: Filmgeschichte(n) aus dem Ruhrgebiet

Henselowsky u. Boschmann2016-08-15

Vom Heimatroman zum Agitprop: Die Literatur Westfalens 1945-1975 // 118 Essays (Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen)

Aisthesis2016-07-22

Grün ist das Schwarze: Das kleine Gedichtbuch des Ruhrgebiets (Poesiealbum Ruhrgebiet)

Henselowsky u. Boschmann2015-08-17 lyrik

Sommerflirren

Edition "Wort und Bild" Bochum2015 Lyrik

Herbstblätter

Edition "Wort und Bild" Bochum2013 Lyrikanthologie

Jahrbuch Westfalen 2013: Schwerpunktthema: Freizeit in Westfalen

Aschendorff Verlag2012-11-02

Wintergarten

Edition Wort und Bild Bochum2011 Lyrik-Anthologie

Stimmenwechsel

Klartext-Verlag Essen2010 Lyrik-Anthologie

Industrial Land Art im Ruhrland

Klartext Verlag Essen2009 Sachbuch

Über Werk / Autor

Chronik der westfälischen Literatur 1945-1975 (Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen)

Aisthesis2015-12-15

Literaturwunder Ruhr

Klartext Verlag Essen2011 Anthologie

Lesebuch Werner Streletz

Aisthesis2013 Lesebuch

Bochumer Bekannte

bibliophil-Verlag Bochum2002 Lesebuch

sonstige Werke

Ausstellung. Wasserschloss Kemnade (Bochum/Hattingen): Die Bilder der Geschichten. Literatur trifft Kunst. Ausstellung von Künstlern, mit denen ich zusammengearbeitet habe.10. November 2013 bis 9. März 2014; Anlass: das Lesebuch Werner Streletz (2013).

Hörspiele (u.a.):
Alles, was du bist, ist Liebe (WDR, DLF, holl. Sender, 1977)

Der Pokal des Marquis oder Vorgeschichte einer Schlägerei (WDR, 1979)

Der ist immer so still (BR, 1982)

Rückkehr zur Schlossruine (WDR, DLF, 1984)

Ein Misanthrop aus Herne Zwei (WDR, 1995)

Beteiligung am Radio-Roman "Blackbox B 1" (WDR, drei Folgen, 1989)


Compact-Disc-Veröffentlichungen:

Martin, sein Vater und die vertraute Stimme (Roof Music, Bochum, 1996)

Mankurt oder Die späte Rache eines Schülers (Roof Music, Bochum, 2001)

Todesfälle unsortiert - eine Art Requiem (Roof Musik, Bochum, 2004)


Theaterarbeiten (u.a.):

Olga, Leo, der Vater und das Frühstück (Einakter, uraufgeführt vom Schauspielstudio der VHS Bottrop, 1970)
Hallo Held (Einakter, uraufgeführt vom Schauspielstudio der VHS Bottrop, 1971)

Lisa, ihr Schreiner und eine Mutter (erweiterte Theaterfassung des gleichnamigen Hörspiels, uraufgeführt im
Prinz Regent Theater, Bochum, 1992)

Volkers Lied (uraufgeführt im Rottstr5-Theater, Bochum, 2011)


Film:

Ein Dichter in der Familie
(Produzent und Drehbuchautor des Kinofilms; uraufgeführt im Schauspielhaus Bochum 2005, Kinostart Anfang 2006, Pranke-Filmverleih, Gelsenkirchen)

Zuletzt durch Werner Streletz aktualisiert: 21.11.2017

Literaturport ID: 1657