Wilfried Happel

Vita

1965 geboren in Nürnberg, aufgewachsen in Unterfranken. Wohnhaft in Berlin-Neukölln.  Mitte der neunziger Jahre etablierte er sich mit Stücken wie „Das Schamhaar“ (UA: Schauspiel Köln 1994), „Mordslust“ (UA: Schauspiel Köln 1996) und „Nudelfresser“ (UA: Deutsches Theater Berlin 2000) als Theaterautor auf der deutschen Bühne. Seine Stücke wurden auch im europäischen Ausland wie in Polen, Holland und Schweden aufgeführt und unter anderem ins Französische übersetzt. Er schrieb Hörspiele wie „Kleiner Zwischenfall in den französischen Alpen“ (WDR  1996), den Roman „Zum Schwarzen Ochsen“ (2010) und einen Kurzprosa-Band „Abstecher ins bürgerliche Jenseits“, der (2009) in der Schweizer Edition Pudelundpinscher erschienen ist. Für Lyrik erhielt er den Nachwuchspreis des Jungen Hessischen Literaturforums. Sein „Stück mit zehn Titeln“ (2007) war 2010 für den Klagenfurter Dramatikerpreis nominiert. Sein Theatertext „Die Burka“ (2010) greift den komödiantischen, farcehaften Ton der ersten Familien-Stücke wieder auf, nur dass der soziale Hintergrund seiner Figuren und ihre Verstrickungen in gesellschaftliche Zusammenhänge eine stärkere Bedeutung gewinnen. Andererseits untersucht er - etwa in dem Stück „Selberleben“ (2010) – zunehmend die Tiefenschichten seiner Figuren und stellt sie auf der Bühne aus.  Wilfried Happel ist nach wechselnden Aufenthalten in Köln, Frankfurt, Berlin und Würzburg seit 2008 in Berlin-Neukölln sesshaft. Soeben (2012)  im VERLAG DER AUTOREN erschienen: DIE STIMME DES BLUTES, Trashcomedy mit Musik.

Würdigung

2013 (Februar/März) Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen 2010 Nominierung zum Klagenfurter Dramatikerpreis 1996 Autorenstipendium der Frankfurter Autorenstiftung 1994 Einladung zum 2. Dramatiker-Seminar der Stiftung Bertelsmann 1990 Nachwuchspreis des Jungen Hessischen Literaturforums