Steckbrief
Thomas Brussig
geboren am:
19. Dezember 1965
lebt in:
Berlin/ Berlin/ Deutschland, Schöneberg
Vita
Geboren am 19. Dezember 1965 in Berlin, wuchs Thomas Brussig im Ostteil der Stadt auf. Nach einer Berufsausbildung zum Baufacharbeiter mit Abitur und dem Grundwehrdienst arbeitete er u.a. als Möbelträger, Museumspförtner und Hotelportier. Nebenbei schrieb er an seinem ersten Roman „Wasserfarben“. Wenige Stunden vor dem Fall der Mauer, am 9. November 1989, brachte Thomas Brussig sein Manuskript zum Aufbau-Verlag, der das Buch 1991 veröffentlichte. Im Jahr 1990 begann er ein Soziologiestudium an der Freien Universität Berlin, wechselte aber 1993 an die Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ nach Potsdam-Babelsberg und machte dort 2000 als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg seinen Abschluss. Den Durchbruch als Schriftsteller hatte Thomas Brussig mit seinem Roman „Helden wie wir“, der 1995 erschien, von der in- und ausländischen Kritik gefeiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. In Deutschland wurde dieser Roman ein Bestseller, der bislang (Stand 2006) 23 Auflagen erlebte. „'Helden wie wir' ist ein politischer Roman mit sexuellen Mitteln“ (Brussig), über einen Trottel, der Geschichte machen will und schließlich Geschichte macht, indem er die Berliner Mauer zu Fall bringt. 1999 erschien die Erzählung „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“, eine warmherzige, liebevolle Mauerkomödie, die ebenfalls in zahlreiche Sprachen übersetzt und zum Bestseller wurde. „Ein schönes Buch über eine unschöne Zeit.“ (Brussig) Die Erzählung wurde nach dem Drehbuch „Sonnenallee“ geschrieben, das, von Leander Haußmann verfilmt, zum erfolgreichsten deutschen Film des Jahres 1999 wurde. 2001 erschien das vielbeachtete und auch international oft gespielte Monodrama „Leben bis Männer“, in dem ein erfolgloser Provinz-Fußballtrainer mit der Welt, dem Leben, den Frauen und dem Fußball abrechnet. Zwischen 1997 und 2001 arbeitete Thomas Brussig mit dem Filmemacher Edgar Reitz an der Fortsetzung der „Heimat“-Saga. Der sechsteilige Abschluß der großen Trilogie hatte seine Uraufführung 2004 bei den Filmfestspielen in Venedig und trat von dort seine Reise um die Welt an. Der 2004 erschienene Roman „Wie es leuchtet“, Brussigs opus magnum, gilt als der Wenderoman. In diesem Roman vereinigt Brussig ein großes Ensemble unterschiedlichster Menschen, die auf dem schwankenden Boden des Zeitenumbruchs 89/90 durchs Leben gehen. Die Bücher "Berliner Orgie" (Piper) und "Schiedsrichter Fertig" (Residenz-Verlag) erschienen im Jahr 2007."Schiedsrichter Fertig" wird seit November 2008 als Theaterstück aufgeführt. Thomas Brussig ist ein international anerkannter deutscher Schriftsteller. Seine Bücher, die oft durch Witz, Komik, Humor, sowie ein Interesse für das Absurde und Bizarre auffallen, beschäftigen sich sich immer wieder mit Menschen, die unter den Bedingungen des Realsozialismus aufwuchsen. Brussigs Bücher wurden bisher in 28 Sprachen übersetzt. Thomas Brussig lebt in Berlin und Mecklenburg.
Würdigung
1999 Deutscher Drehbuchpreis der Bundesregierung (gemeinsam mit Leander Haußmann)
1999 Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster
2000 BZ-Kulturpreis
2005 Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz
1999 Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster
2000 BZ-Kulturpreis
2005 Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz
Aktuelles
- Lesungen und Lesereisen werden organisiert über den S.Fischer-Verlag, Frau Stolper: margot.stolper@fischerverlage.de
- Interview-Anfragen bitte über die Pressestelle des S.Fischer-Verlages, Frau Baumann-Zink: petra.baumann@fischerverlage.de
- Auf der homepage von Thomas Bussig finden sich weitere Informationen zum Autor, sowie Interviews, Kritiken, Essays, Fotos: www.thomasbrussig.de
- Interview-Anfragen bitte über die Pressestelle des S.Fischer-Verlages, Frau Baumann-Zink: petra.baumann@fischerverlage.de
- Auf der homepage von Thomas Bussig finden sich weitere Informationen zum Autor, sowie Interviews, Kritiken, Essays, Fotos: www.thomasbrussig.de
Werk
Eigenständige Veröffentlichungen
Veröffentlichungen in Anthologien
Mein Lieblingslied
Krüger, 2005 (Essay)
Nach Japan
Konkursbuch-Verlag, 2005 (Essay)
Palasthotel
S. Fischer, 2005 (Vorwort)
Die Bilder der Deutschen
Elisabeth Sandmann Verlag, 2005 (Essay)
Neues aus der Heimat!
S. Fischer, 2004 (Romanauszug)
Deutschland extrem
C.H. Beck, 2004 (Reportage)
Doppelpass
kookbooks-Verlag, 2004 (Auszug aus Theaterstück)
Kinder zum Olymp!
Wienand-Verlag, 2004 (Patenbrief)
Fritz Walter, Kaiser Franz und wir
Eichborn, 2004 (Essay)
Hier kommt der Sommer
ATV, 2003 (Romanauszug)
Querpässe
Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, 2003 (Interview)
Kleines deutsches Wörterbuch
S.Fischer, 2002 (Essay)
Annika – 33 Erzählungen
Schneekluth-Verlag, 2002 (Erzählung)
Warum wir lesen, was wir lesen
BA für pol. Bildung, 2002 (Interview)
Jenseits von Hollywood
Verlag der Autoren, 2000 (Essay)
Das erste Mal
Reclam, Leipzig, 1999 (Erzählung)
Die deutsche Literatur seit 1945
DTV, 1999 (Romanauszug)
Die Mauer fiel, die Mauer steht
DTV, 1999 (Romanauszug)
Ausser Tresen nichts gewesen
Reclam, Leipzig, 1998 (Erzählung)
Berlin zum Beispiel
Golmann Verlag, 1997 (Erzählung)
Handbuch für Autorinnen und Autoren
Uschtrin, 1997 (Essay)
Geliebte Zone
DVA, 1997 (Vorwort)
Beiträge in literarischen Zeitschriften:
Dann muß ich es eben selbst tun, in: Lose Blätter, Heft 31
Verein zur Förderung der Literatur, 2005 (S. 923-925)
Sonstige Medien
Drehbücher (Auswahl):
„Helden wie wir“ 1999, Regie: Sebastian Peterson
„Sonnenallee“ 1999, Regie: Leander Haußmann
„Heimat III“ (Co-Autor), 6-teilige Serie 2004, Regie: Edgar Reitz
„NVA“ 2005, Regie: Leander Haußmann
Theaterstücke (Auswahl):
„Helden wie wir“, Uraufführung 1996 am Deutschen Theater Berlin, Regie: Peter Dehler
„Heimsuchung“, Uraufführung 2000 am Staatstheater Mainz, Regie: Kirstin Ziller
„Leben bis Männer, Uraufführung 2001 am Deutschen Theater Berlin, Regie: Peter Ensikat
„Helden wie wir“ 1999, Regie: Sebastian Peterson
„Sonnenallee“ 1999, Regie: Leander Haußmann
„Heimat III“ (Co-Autor), 6-teilige Serie 2004, Regie: Edgar Reitz
„NVA“ 2005, Regie: Leander Haußmann
Theaterstücke (Auswahl):
„Helden wie wir“, Uraufführung 1996 am Deutschen Theater Berlin, Regie: Peter Dehler
„Heimsuchung“, Uraufführung 2000 am Staatstheater Mainz, Regie: Kirstin Ziller
„Leben bis Männer, Uraufführung 2001 am Deutschen Theater Berlin, Regie: Peter Ensikat
Verwandtes








