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Steckbrief

Sandra Wöhe

geboren am:
27. August 1959
geboren in:
Oudewater
lebt in:
Zürich, Wollishofen
Kontakt:
Vita
 
Sandra Wöhe stammt aus einer asiatisch-europäischen Familie, die in den 50-er Jahren von Indonesien in die Niederlande einreiste. Dort wollte sich der Großvater wegen einer Tumorerkrankung behandeln lassen.
Als Älteste von vier Kindern wuchs Sandra Wöhe zunächst in einem reinen Frauenhaushalt auf. Diese ersten sechs Lebensjahre in Oudewater prägten ihr Leben und Schreiben nachhaltig. Frauen wurden zu einem zentralen Thema ihrer Romane. Ein weiteres Motiv lautet „Heimisch werden in der Fremde – wie funktioniert Integration im Alltag?“.
Nachdem Sandra Wöhes Mutter Anita Martina (geb. Marcks) ihren zweiten Mann Karl-Heinz Böttcher geheiratet hatte, zog die neue Familie 1965 in die Bundesrepublik Deutschland. Hier ging Sandra Wöhe zur Schule. In ihrer Kindheit und Jugend führte sie ein Leben zwischen den Niederlanden und Deutschland. So schärfte sich ihr Blick für kulturelle und gesellschaftliche Eigenheiten; auf der anderen Seite fühlte sie sich jedoch wie ein Samenkorn im Wind, das nirgends und überall zu keimen bereit ist.
1981 heiratete Sandra Wöhe. Im Folgejahr emigrierte sie mit ihrem Ehemann nach Pfäfers/SG in die Schweiz. Dort arbeitete sie als diplomierte Krankenschwester in der kantonalen psychiatrischen Klinik St. Pirminsberg. Ein Jahr später zog sie nach Zürich und ließ sich bald darauf scheiden.
An der Schule für Angewandte Linguistik, Zürich (SAL), begann sie 1993 ein Publizistik-Studium. Parallel dazu studierte sie Feministische Theologie und absolvierte das interuniversitäre Weiterbildungsprogramm „Public Health“.
2003 veröffentlichte Sandra Wöhe im Ulrike Helmer Verlag ihren Debütroman. „Lass mich deine Pizza sein“ erforscht die unscharfen Grenzen zwischen der lesbischen und heterosexuellen Frauenwelt. Der Roman bietet mit seiner unterhaltsamen Geschichte über eine Zürcher Lesben-WG verblüffende Wendungen, sehr treffend spiegelt die Autorin den Frauenalltag des angehenden 21. Jahrhunderts wider. Das Buch wurde zum Überraschungserfolg und entwickelte sich zum Longseller.
Drei Jahre später kam im konkursbuch Verlag Claudia Gehrke „Giraffe im Nadelöhr“ heraus – ein lesbischer Roman, der Sandra Wöhes Talent manifestiert, Humor mit Erotik zu verbinden. Der Liebesroman, mehrfach auf der „amazon“-Bestsellerliste, handelt von „wildem Sex“ im Frauenferienzentrum, der eine Beziehung durcheinander bringt. Genüsslich spielt die Autorin dabei mit den Klischees des Genres, dessen Grenzen ihre Hauptdarstellerinnen wie nebenbei ausloten.
Des Weiteren ist Sandra Wöhe in zahlreichen Anthologien mit Kurzgeschichten vertreten. Auch hier ist ihr Markenzeichen die Verbindung von Ernsthaftigkeit, Humor und Erotik zu einem Personalstil, der die Lesenden immer wieder tief in die Geschichte hineinzieht.
Werk