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Steckbrief
Kurt Bartsch 1Kurt Bartsch 2

© Renate von Mangoldt (1985)

Kurt Bartsch

geboren am:
10. Juli 1937
geboren in:
Berlin
Vita
 
Kurt Bartsch wurde am 10. Juli 1937 in Berlin geboren und verstarb am 17. Januar 2010.

In Berlin, am Oranienburger Tor, hat er mehrere hundert Bombenangriffe und den Endkampf überlebt. Bei einem Nachtangriff wurde er verschüttet und von Fremdarbeitern, Russen oder Polen, aus den Trümmern gerettet.
Nach dem Krieg besuchte er eine Grundschule in der Friedrichstraße, in deren Gemäuer heute der Ullstein-Verlag residiert. Dort erschien 2004 sein Roman "Fanny Holzbein", der von der Kindheit des Autors, also von Krieg und Nachkrieg in ebendieser Gegend erzählt.
1952-54 besuchte er die Oberschule (nicht beendet). Sein früher Wunsch war: Maler oder Schriftsteller zu werden, um keiner geregelten Arbeit nachgehen zu müssen. Er nannte das Freiheitsliebe. Er bestand die Vorprüfung an der Kunsthochschule Berlin Weißensee bei Prof. Vogenauer. Leider hatte er kein Abitur, also war kein Studium möglich. Von 1955-61 war Bartsch in verschiedenen Berufen tätig, unter anderem als Beifahrer, Sargverkäufer und Leichenträger. Von den Leichen zur Lyrik war nur ein Schritt. Sein erstes Gedicht hieß "Schauhaus", blieb folglich unveröffentlicht. Im Sozialistischen Realismus war die Realität des Todes nicht vorgesehen.
Im Sommer 1961, kurz vor dem Mauerbau, wurde er Werbetxter, später Lektoratsassistent im Aufbau-Verlag. Die Mauer störte ihn nicht. In ihrem Schatten, dachte er, würde es alsbald lichter werden und liberaler zugehen. Das Gegenteil war der Fall.
1964/65 studierte er am Institut für Literatur in Leipzig (nicht beendet). Seine "Mitschülerinnen" dort waren Sarah Kirsch und Helga M. Novak. Sie wurden selbdritt in Unehren entlassen.
Von 1966 bis 2006 war er freiberuflich tätig. Texte für Kabarett und Theater entstanden, Bücher in Ost und West (siehe Werkverzeichnis). Ab 1969 war Bartsch Hausautor an der Volksbühne in Ostberlin sowie am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Er schrieb Songspiele, Stücke, Nachdichtungen (Moliere, Aristophanes). Nach dem Weggang Benno Bessons von der Volksbühne: allgemeine Auflösung; nicht nur im Theaterbereich.
1976 war Bartsch Unterzeichner der Biermann-Petition. Danach Exodus, Auszug vieler Freunde aus dem "gelobten Land": Sarah Kirsch, Thomas Brasch, Jurek Becker, um nur ein paar Namen zu nennen.
1979: Ausschluß aus dem Schriftstellerverband der DDR und Strafandrohung wegen illigal im Westen erschienener Bücher, was nicht nur ihn, sondern auch seine Frau, die Journalistin und Schriftstellerin Irene Böhme betraf. Ihr Buch "Die da drüben" (Rotbuch-Verlag) sollte laut ihrer Stasi-Akte mit drei Jahren Gefängnis bedacht werden.
1980 Umzug von Ost- nach Westberlin. Neue Bücher, neue Stücke.
Dann, ab 1986, zahlreiche Fernsehfilme, für die er 1996 den Deutschen Fernsehpreis erhielt.
Kurt Bartsch war über 30 Jahre lang verheirat und hat zwei Kinder.

Er starb am 17. Januar 2010 in Berlin und wurde auf dem Künstlerfriedhof Friedenau beerdigt.
Würdigung
 
Förderpreis für Literatur der Deutschen Akademie der Künste
Arbeitsstipendium Berliner Schriftsteller
Deutscher Fernsehpreis, Tele-Star
Werk
 
Eigenständige Veröffentlichungen
Kurt Bartsch - Fanny Holzbein
Ullstein Verlag Berlin, 2004 (Roman)
Reisen und Abenteuer der Maus Belinda
Berliner Handpresse, 1986 (Kinderbuch)
Die Raupe Rosalinde
Berliner Handpresse, 1985 (Kinderbuch)
Kurt Bartsch - Die Hölderlinie. Deutsch-deutsche Parodien
Rotbuch Verlag, 1983 (Parodien)
Kurt Bartsch - Wadzeck.
Rowohlt Verlag Reinbek, 1980 (Roman)
Der Bauch. Songspiele
Aufbau-Verlag, 1977 (Stücke)
Kurt Bartsch - Die Lachmaschine. Gedichte, Songs und ein Prosafragment
Wagenbach-Verlag Berlin, 1971 (Gedichte)
Zugluft. Gedichte. Sprüche. Parodien
Aufbau-Verlag, 1968 (Gedichte)
Sonstige Medien
Theater:

1970 "Orpheus in der Unterwelt". Operette für Schauspieler,(Volksbühne Berlin)
1974 "Der Bauch". Sonspiel, (Volksbühne Berlin)
1975 "Der Menschenfeind nach Moliere", (Volksbühne Berlin)
1977 "Der Strick". Songspiel,(25. Theater Budapest)
1977 "Die Goldgräber". Songspiel,(25. Theater Budapest)
1978 "Die Vögel nach Aristophanes",(Henschelverlag, Berlin)
1978 "Warten auf Brecht". Clownspiel,(Staatstheater Schwerin)
1982 "Die Achaner nach Aristophanes",(Staatstheater Schwerin)
1983 "Hedwig",(Landestheater Tübingen)
1984 "Checkpoint Charlie",(Staatliches Schauspielb. Berlin)
1987 "Das Bein",(Verlag der Autoren, Frankfurt am Main)
1987 "Blaubart". Rock-Musical,(Hebbel Theater, Berlin)

Hörspiel:

1986 "Checkpoint Charlie",(RIAS Berlin)


Fernsehfilme:

1986 "Leiche im Keller",(ARD)
1990 "Peter Strom" (3. Folgen),(ARD)
1990-1998 "Unser Lehrer Doktor Specht" (70 Folgen),(ZDF)
1991 "Mord Ost, Mord West",(ARD und Granada TV, London)