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Steckbrief

© Karsten Kruschel

© Kerstin Mauersberger
Karsten Kruschel, 2013

© Thomas Schreiter
Karsten Kruschel, 2010

© Volly Tanner, 2011

Karsten Kruschel

geboren am:
10. Dezember 1959
geboren in:
Havelberg
lebt in:
Espenhain, OT Pötzschau
Kontakt:
Vita
 
Karsten Kruschel wuchs in Magdeburg auf, wo er auch Bühnenerfahrung als Kabarettist sammelte - erst mit den Kritiküßchen des legendären Erich Hengstmann, dann mit den Pfeffis des nicht minder legendären Günter Kulbe. Größter Erfolg: Der Titel "Hervorragendes Volkskunstkollektiv". Erste Veröffentlichungen mit dreizehn (oder so) in der Pionierzeitung "Trommel", die heute glücklicherweise kaum mehr auffindbar sind. Mitglied im "Zirkel schreibender Arbeiter" und aktiv in der FDJ-Poetenbewegung; mehrfach Teilnehmer beim Poetenseminar in Schwerin.
In Klein Wanzleben abolvierte Kruschel eine Facharbeiterlehre und begann 1979 ein Studium der Pflanzenproduktion in Halle/Saale, das er nach einem Semester abbrach. Er arbeitete danach als Hilfspfleger in einer Magdeburger Nervenklinik, erste Erzählungen erschienen im Magazin "Neues Leben". 1980 bis 1984 studierte er in Magdeburg Pädagogik mit der Fachrichtung Deutsch und Geschichte. Während dieser Zeit begann er damit, Rezensionen zu verfassen, die zuerst in der Magdeburger Volksstimme, später auch in anderen Publikationen erschienen. Studienabschluß mit einer Diplomarbeit über die Science-Fiction-Literatur in der DDR.
Kruschel arbeitete ab 1984 als Lehrer in Leipzig-Grünau und leistete - kurz ehe er aus Altersgründen dem Wehrkreiskommando entgleiten konnte - den Grundwehrdienst in Eilenburg und Dresden (als Stabssoldat, Lazarettinsasse, Funker, Kfz-Lagerist, Wachsoldat, Küchenlagerist, Pförtner). Die übliche Beförderung zum Gefreiten gegen Ende dieser bewegten Zeit fand wegen fortgesetzter Renitenz nicht statt. 1985 war das erste eigene Werk erschienen, eine Erzählung.
1987 ging Kruschel nach einem kurzen Lehrer-Zwischenspiel (wieder Grünau) als wissenschaftlicher Assistent an die Pädagogische Hochschule Leipzig, wo er mit einer Arbeit über die Science-Fiction-Literatur der DDR promovierte.
Nach dem "Wende" genannten Ereignis - vermutlich nicht durch seinen 1989 veröffentlichten Band mit Erzählungen verursacht - kam ihm zusammen mit der DDR auch die Hochschule abhanden. Er arbeitete als Projektleiter am "Institut für Bildungsreform und Medienerziehung" und mehr als ein Jahrzehnt als Chefredakteur einer Baufachzeitschrift in Leipzig. Er hatte eine Zeitlang eine Wohnung in der Berliner Eislebener Straße (in Charlottenburg, mit Blick auf Wilmersdorf) und einen Job als Public-Relations-Berater, dann schlug er sich einige Jahre in verschiedenen Call-Centern durch, ehe er sich 2010 als Redakteur und Autor selbständig machte.

Seit seiner Kindheit schreibt Kruschel Prosa und Lyrik, später auch Essays und Literaturkritiken (Volksstimme, Leipziger Volkszeitung, Science Fiction Times, Das Heyne Science Fiction Jahr) sowie Beiträge für Nachschlagewerke und Lexika.

2009 erschien der Roman "Vilm" in zwei Bänden: "Vilm. Der Regenplanet" und "Vilm. Die Eingeborenen" im Wurdack-Verlag. Sie wurden vom Internetportal phantastik-couch.de zum Buch des Monats erklärt, für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert und 2010 mit dem Deutschen Science Fiction Preis als bester Roman des Jahres ausgezeichnet; eine Leseprobe ist als Lesung von Rena Larf (mp3, 28 Min., 40 MB) und als PDF-Download verfügbar.

Der Roman "Galdäa. Der ungeschlagene Krieg" (2011)  war im Juni 2011 Buch des Monats des Internetportals phantastik-couch.de und wurde von den Lesern zum "Buch des Jahres" gewählt (Leseprobe als PDF). Er wurde für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert, belegte dort den zweiten Platz und gewann den Deutschen Science Fiction Preis als bester Roman des Jahres.

2013 wurde die Vilm-Reihe mit dem Roman "Vilm. Das Dickicht" fortgesetzt. Im September 2014 erscheint "Das Universum nach Landau. Roman in Dokumenten und Novellen".
Würdigung
 
2012: Das Schweizer Portal Ravenport, der SF-Dinosaurier, fictionfantasy und Herr Schäfer besprechen "Galdäa".

2011: "Galdäa" wird von der L-IZ als "wieder stark preisverdächtig" besprochen, während Petra Hartmann findet: "Ein spannendes und faszinierendes Abenteuer in einer detailreichen und gut ausgearbeiteten Welt. Ein würdiger Nachfolger der Vilm-Bände." Und der Wiener Standard schreibt hier über das Buch.

2011: Die Kurzgeschichte "Violets Verlies" aus der Anthologie "Emotio" wird hier besprochen.

In einer Rezension des Wiener Standard wird die Anthologie "Hinterland" besprochen und Kruschels Beitrag darin als "besonderes Highlight" für den Schluß aufgespart. Derselbe Rezensent bespricht die Anthologie "Die Audienz" mit einem Zitat aus Kruschels Geschichte darin: "Die inneren Gebirge auf Orange rüsteten sich, schauderhaft zu werden: Schöner Satz." Ebendiese Erzählung "Ende der Jagdsaison auf Orange" wird für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert und vom Magazin "Esli" in russischer Sprache veröffentlicht.

2010: "Vilm" wird bei NewKidOnTheBlog besprochen:  "Ich kann die beiden Romane 'Der Regenplanet' und 'Die Eingeborenen' guten Gewissens allen empfehlen, die Science-Fiction mögen, aber auch denen, die einen kleinen Abstecher in dieses Genre wagen wollen und nicht wissen, womit sie anfangen sollen." Das Kulturmagazin zeitPunkt meint: "Das tut gut!" und die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über "Robinson im Weltraum".

2009: "Vilm" wird im Wiener "Standard" und im Literaturportal fictionfantasy besprochen; ebenso beim X-Zine, in der Leipziger Internet-Zeitung und im Ralviehversum. Das Portal Literatopia gibt 9 von 10 möglichen Punkten.

1999: Die Kurzgeschichte "Herrliche Zeiten" wird für den Kurd-Laßwitz-Preis nominiert.

Interview von Eva Bergschneider: "Es ist wichtig zu erfahren, daß man nicht in ein Nirgendwo hinein schreibt ..."
Interview von Michael Matzer: "Der Schöpfer der Regendrachen".
Interview von Volly Tanner: "Der heile Mensch ist nur eine Fiktion".

Werk
 
Eigenständige Veröffentlichungen
EditionDigital, 2012 (Erzählungen (exklusiv als eBook))
- Galdäa. Der ungeschlagene Krieg
Galdäa. Der ungeschlagene Krieg
Wurdack-Verlag, Nittendorf, 2011 (Roman)
- Vilm. Die Eingeborenen
Vilm. Die Eingeborenen
Wurdack Verlag, Nittendorf, 2009 (Roman)
- Das kleinere Weltall
Das kleinere Weltall
Verlag Das Neue Berlin, Berlin, 1989 (Erzählungen)
 
 
 
Veröffentlichungen in Anthologien
Von Liebe und Sauerstoff (über James Tiptree jr. alias Alice Sheldon, ihre Werkausgabe und die Biografie von Julie Philips)
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2013 (Essay (außerdem Rezensionen zu Michael K. Iwoleit, Heidrun Jänchen, Erik Simon sowie Arkadi und Boris Strugatzki)))
"Vom Ursprung der Regendrachen", in: Drachen! Drachen!
Blitz Verlag, Windeck, 2012 (Kurzgeschichte)
"Grün. Im Sternzeichen des Rasenmähers", in: 2012. T minus Null
Begedia Verlag, Mühlheim an der Ruhr, 2012 (Erzählung)
"Vorgebliche Landkarten des Zukünftigen", in "Das Science Fiction Jahr 2011"
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2011 (Essay; außerdem Rezensionen zu Iain Banks, Simon Clark, Jürgen Domian, Tristan Egolf, Klaus Middendorf, James Tiptree jr., Bastian Wierzioch und Walter Jon Williams)
"Violets Verlies", in "Emotio", hrsg. von Heidrun Jänchen und Armin Rößler
Wirdack Verlag, Nittendorf, 2011 (Erzählung)
"Ende der Jagdsaison auf Orange", in: Die Audienz
Wurdack Verlag, Nittendorf, 2010 (Novelle)
Vierte und Erste Sinfonie, oder: Müllerbrot (in: Hinterland. 20 Erzählungen, inspiriert von der Musik David Bowies)
Wurdack-Verlag, Nittendorf, 2010 (Erzählung)
Rezensionen in: "Das Science Fiction Jahr 2010"
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2010 ((über Liliana Bodoc, Maurizio de Giovanni, Sara Khan, Sergej Lukianenko und John Scalzi))
Barnabas, oder: Die Vorzüge kleiner Welten (in: Lotus-Effekt)
Wurdack Verlag, Nittendorf, 2009 (Kurzgeschichte)
"In der Zeitmaschine auf dem Weg zu Gott. Von den Sackgassen des Erzählens im Superhelden-Comic und -Film", in: Das Science Fiction Jahr 2009
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2009 (Essay (außerdem Rezensionen zu Liliana Bodoc, Roberto Cotroneo, Heidrun Jänchen, Sergej Lukianenko, Magnus Mills, Olivier Pauvert, John Scalzi, Koushun Takami und Martha Wells))
"Widerstand ist zwecklos. Die Assimilation der Utopie: Von den idealen Staatsgebilden zur Science Fiction", in: Das Science Fiction Jahr 2008
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2009 (Essay (außerdem Rezensionen zu J. G. Ballard, Marie Hermanson, Sergej Lukianenko und Robert Charles Wilson))
"Leim für die Venus. Der Science-Fiction-Film in der DDR", in: Das Science Fiction Jahr 2007
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2008 (Filmessay (außerdem Rezensionen zu Juri Andruchowytsch, Iain Banks und Ljubko Deresch))
"Science-Fiction-Literatur", in: Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur. SBZ/DDR. Von 1945 bis 1990
Verlag J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar, 2006 (Aufsatz)
Rezensionen, in "Das Science Fiction Jahr 2006"
Wilhelm Heyne Verlag München, 2006 (über Juri Andruchowytsch, Ljubko Deresch, Miriam Kronstädter und Hans-Joachim Simm, Benjamin Markovits, Hans-Arthur Marsiske, Richard Morgan, Alastair Reynolds und Antoine Volodine)
Die abgewickelte Informationsgesellschaft. Von digitalem Schwund, Anti-Wissen und den Mühlen der Entfindung; in "Das Science Fiction Jahr 2005"
Wilhelm Heyne Verlag München, 2005 (Essay; außerdem Rezensionen zu Erik Simon und Reinhard Heinrich, Amin Maalouf, Juri Mamlejew, Rudolf Maresch und Florian Rötzer, John Ringo, Erik Simon und Carl-Johan Vallgren)
Rezensionen, in "Das Science Fiction Jahr 2004"
Wilhelm Heyne Verlag München, 2004 (über Iain Banks, Adolfo Bioy Casares, Roberto Cotroneo, Ervin Laszlo, Stanislaw Lem, Erik Simon, Vernor Vinge und Carlos Ruiz Zafón)
Rezensionen, in "Das Science Fiction Jahr 2003"
Wilhelm Heyne Verlag München, 2003 (über Ursula K. Le Guin, Christopher Priest, Norman Spinrad, Walter Jon Williams und Robert Charles Wilson)
Rezensionen, in "Das Science Fiction Jahr 2002"
Wilhelm Heyne Verlag München, 2002 (über Andreas Eschbach, John Gribbin, Joe Haldeman, Daniel Kehlmann, Ursula K. Le Guin, Stanislaw Lem und Connie Willis)
Rezensionen in "Das Science Fiction Jahr 2001"
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2001 (über Iain Banks, Jonathan Carroll, Stanislaw Lem, Terry Pratchett, Ian Stewart, Jack Cohen)
Mandalanische Ohrenputzer und die Wunderkisten der Wissenschaft (in: Zwischen Phantasie und Realität. Michael Ende Gedächtnisband 2000)
EDFC, Passau, 2000 (Essay)
Rezensionen in "Das Science Fiction Jahr 2000"
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2000 (über Roberto Cotroneo, Ian McDonald, Klaus Middendorf und James Morrow)
Regendrachen sterben, wenn die Sonne scheint, in: Lichtjahr 7
FKSFL Leipzig, 1999 (Erzählung)
"Herrliche Zeiten", in: Alexanders langes Leben, Stalins früher Tod
Wilhelm Heyne Verlag, München, 1999 (Rede)
Rezensionen, in "Das Science Fiction Jahr 1999"
Wilhelm Heyne Verlag, München, 1999 (über Kai Meyer und Matt Ruff)
Rezensionen, in "Das Science Fiction Jahr 1998"
Wilhelm Heyne Verlag München, 1998 (über David Brin, Caleb Carr, Dean Koontz, Paolo Maurensig, Fabienne Pakleppa und Chris Wilson)
Hierzuwelte ist alles anders. Dialektische Spielwelten. Merkwürdige Forschungen. Suche nach eigener Bestimmung (in: Gottfried Meinhold. Poesie und Utopie)
Universitätsverlag, Jena, 1996 (Rezensionen)
Rezensionen, in "Das Science Fiction Jahr 1995"
Wilhelm Heyne Verlag München, 1995 (über Klaus Burmeister und Karlheinz Steinmüller, Jonathan Carroll, Storm Constantine, Colin Greenland, Ian MacDonald, Ian Watson)
Das Science Fiction Jahr 1994
Wilhelm Heyne Verlag München, 1994 (Rezension zu Arkadi und Boris Strugazki)
Das Science Fiction Jahr 1993
Wilhelm Heyne Verlag München, 1993 (Rezension zu Iain Banks, William Gibson und Bruce Sterling, Christian Mähr, Keith Roberts, Olaf R. Spittel)
Großartige Party, wirklich großartig, in: Johann Sebastian Bach Memorial Barbecue
Wilhelm Heyne Verlag, München, 1990 (Erzählung)
"Ein Fall von nächtlicher Lebensweise", in: Der lange Weg zum blauen Stern
Verlag Neues Leben, Berlin, 1990 (Erzählung)
...und stets das Vernünftigste tun, in: Lichtjahr 6. Ein Phantastik-Almanach
Verlag Das Neue Berlin, 1988 (Erzählung)
Das große Annäherungsmanöver. Zur Problematik von Partnerbeziehungen, Liebe, Sexualität und Erotik in der Science-fiction der DDR (In: Lichtjahr 5. Ein Phantastik-Almanach)
Das Neue Berlin, Berlin, 1986 (Essay)
"Schach mit Otto", in: Aus dem Tagebuch einer Ameise
Verlag Neues Leben, Berlin, 1985 (Kurzgeschichte)
Im Dickicht der Datenwelt (in: Kritik 84. Rezensionen zur DDR-Literatur)
Mitteldeutscher Verlag, Halle und Leipzig, 1985 (Besprechung)
Beiträge in literarischen Zeitschriften:
Teufels Obliegenheiten, oder Der gewaltsame Frieden
Nova Verlag, Bad Zwesten, 2012 (Novelle (in: "Nova Science Fiction Magazin", Ausgabe 20))
Schwärzlinge und Schafe: Die Abgründe des Banalen. Über den japanischen Autor Murakami Haruki und seine phantastischen Romane
EDFC, Passau, 2001 (Essay (in: Quarber Merkur. Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik 93/94))
Über Werk / Autor
Gerd Bedszent: Neues vom Regenplaneten. Karsten Kruschel küßt die ökologisch orientierte SF aus dem Dornröschenschlaf
junge Welt e.G., 2014 (in: "junge Welt. Die Tageszeitung", 12. Februar 2014, Nr. 36, Literaturbeilage, S. 4 )
Gundula Sell: Galdäa. Der ungeschlagene Krieg
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2012 (Rezension, in: Das Science Fiction Jahr 2012, S. 369-371)
Gundula Sell: Vilm. Der Regenplanet; Vilm. Die Eingeborenen
Wilhelm Heyne Verlag, München, 2011 (Rezension in "Das Science Fiction Jahr 2011", S. 1052-1056)
Thomas Recktenwald: DSFP 2010. Der beste Roman (Laudatio zur Preisverleihung an "Vilm. Der Regenplanet/Vilm. Die Eingeborenen")
SFCD, 2011 (in: Andromeda Nachrichten, 42. Jahrgang, Heft 232, S. 11)
Jürgen Thomann: Galdäa. Der ungeschlagene Krieg (Rezension)
SFCD, 2011 (in: Andromeda Nachrichten, 42. Jahrgang, Heft 234, S. 84f.)
Steffen Könau: Robinson im Weltall
Mitteldeutsche Zeitung vom 13.10.2010, 2010 (Reportage)
Karlheinz Steinmüller: Hartung, Breitenfeld, Kruschel (Sammelrezension über drei gedruckte Dissertationen zur DDR-SF)
Wilhelm Heyne Verlag, München, 1996 (in: Das Science Fiction Jahr 1996, S. 710-714)
Sonstige Medien