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Steckbrief
Antonín Dick 1

Antonín Dick

lebt in:
Berlin
Vita
 
Antonín Dick wurde in Royal Leamington Spa / Großbritannien als Sohn jüdischer Emigranten geboren. Er studierte Theaterwissenschaft und Philosophie in Leipzig und Berlin. Wegen Inszenierung eines pazifistischen Theaterstückes in Ostberlin erhielt er 1982 Berufsverbot, reiste 1987 aus der DDR nach Westberlin aus. 1991 gründete er das Jakob van Hoddis Theater, das sich u.a. der schöpferischen Aneignung des Erbes des literarischen Frühexpressionismus widmet.
Würdigung
 
Arbeitsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin 1988
Hauptstadtkulturfonds 2001
Aktuelles
 
Gegenwärtiges Projekt: Erarbeitung des Exilbuches "Es war mir in Deutschland zu still" gemeinsam mit seiner Mutter


Am 25. Mai 2007 erschien in der jungen Welt ein Theaterstückentwurf von Antonín Dick:
(http://www.jungewelt.de/2007/05-25/041.php)

Glutkern
Zwei Biographien als Stoff für ein Theaterstück über Deutschland
Von Antonín Dick
1.
Ein Jugendlicher, A., in Krakau geboren, beteiligt sich zwischen 1918 und 1923 aktiv an den revolutionären Kämpfen in Mitteldeutschland, wird zweimal wegen Hochverrat angeklagt, veröffentlicht 1926 Erzählungen unter dem Titel »Der Kampf vor den Fabriken«. – Ein anderer Jugendlicher, H., kämpft zur selben Zeit in den Reihen der Kapp-Putschisten für die Wiedererrichtung des wilhelminischen Reiches, wird verwundet. – A. arbeitet als Redakteur verschiedener kommunistischer Zeitungen, von 1930 bis 1932 als Chefredakteur der Roten Fahne. – H. studiert Literatur und Philosophie, veröffentlicht Gedichte in den gegenaufklärerischen Zeitschriften Die Literarische Welt, Das Innere Reich und Die Kolonne, wird 1932 für den Gedichtband »Der Knabenteich« mit dem Lyrikerpreis der Kolonne ausgezeichnet. – A. flieht 1933 wegen seiner Verfolgung als Jude und Kommunist nach Paris, betätigt sich dort als Chefredakteur der Emigrantenblätter Unsere Zeit, Der Gegenangriff und Rote Fahne, setzt sich im Lutetia-Kreis für die Volksfront gegen Hitler ein, gibt das »Braunbuch über Reichstagsbrand und Hitlerterror« mit heraus, das übersetzt in 33 Ländern erscheint und 1935 eine Gesamtauflage von 600000 erreicht. – H. wird 1930 in den Freundeskreis Ernst Bloch, Alfred Kantorowicz und Fritz Sternberg aufgenommen, kann dort sogar längere Zeit wohnen, doch als seine jüdischen Freunde 1933 ins Exil gehen müssen, schließt der Geförderte sich ihnen nicht an, sondern sichert sich im »entjudeten« Rundfunk einen freigewordenen Arbeitsplatz als Hörspielautor, macht Karriere, setzt zur Karriere beim Film an, stellt während des Krieges, wie der englische Literaturwissenschaftler Steven Parker nachweist, seine literarische Arbeit in den Dienst der Kriegspropaganda des »Dritten Reiches«. – A. wird nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Frankreich interniert, kann aus dem Lager fliehen, kämpft in Südfrankreich in der Résistance, emigriert 1941 nach Mexiko, gründet mit Paul Merker und anderen Antifaschisten die »Freie Deutsche Bewegung« in Lateinamerika und das »Nationalkomitee Freies Deutschland« in Mexiko, vollendet dort 1945 seine deutschlandkritische Studie »Der Irrweg einer Nation«. – H. dient ab 1941 bei der faschistischen Luftwaffe, gerät 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft, gibt zu Protokoll, daß fast alle zwischen 1933 und 1945 von ihm verfaßten literarischen Werke verbrannt seien. – A. kehrt 1946 zurück, nimmt in führender Stellung am kulturellen Wiederaufbau teil, wirkt an der Gründung der DDR, der Alternative zum Deutschen Reich, leidenschaftlich mit. – H. gewinnt das Vertrauen der Sowjetischen Militäradministration, steigt im entnazifizierten Rundfunk mit seinen freigewordenen Arbeitsplätzen bis zum Künstlerischen Direktor auf, wird dann, protegiert durch den Sowjetemigranten Johannes R. Becher, Chefredakteur der neuen literarischen Zeitschrift Sinn und Form. – Etwa zur selben Zeit gerät A. in die westemigrantenfeindlichen Wirren der Merker-Field-Affäre, verliert zeitweise alle politischen Funktionen.

2.
Als sich die beiden Männer – die Rede ist von Peter Huchel und Alexander Abusch – zum ersten Mal begegnen, prallen zwei Welten aufeinander. In den schweren Auseinandersetzungen um die kulturpolitische Ausrichtung von Sinn und Form mit den beiden Optionen gesamtdeutsch oder DDR werden sie sofort Kontrahenten. Eine fast zwei Jahrzehnte währende heftige Kollision folgt, deren Glutkern hochaktuell ist, weil es wieder einen deutschen Nationalstaat gibt. Es gibt wieder das scheinbar typisch deutsche Auseinanderfallen von nationalem Impuls und dem Ideal sozialer und politischer Freiheit, in dessen Spannungsfeld beide Protagonisten zeitlebens standen. Als wäre nichts geschehen.

3.
Abusch, Mexiko City, 1945: »Alle Fragen, die die deutsche Geschichte aufwirft, resultieren aus dem ungelösten Widerspruch dieser inneren Kräfte des deutschen Volkes.« Parker, Manchester, nach 1989: »Huchel ist zum integrativen Symbol der deutschen Einheit aufgestiegen.« Zwischen beiden Sätzen die volle Dramatik der kommenden Auseinandersetzungen.
Werk
 
Eigenständige Veröffentlichungen
Veröffentlichungen in Anthologien
Drei Gedichte, in. Vulkan Obsidian oder Schrittmacher des Erinnerns
edition bauwagen / Itzehoe, 2006
Oftmals, in: Ausgeschriebene Zeit Lyrik
Aphaia Verlag / Berlin, 2003
Deine Stimme noch ehe du anhebst ... 15 Gedichte aus der DDR, in: Die Fragen und die Freiheit. Schubladentexte aus der DDR Lyrik
verbum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH Berlin / Berlin, 1999
Beiträge in literarischen Zeitschriften:
Stadt des Vergessens - Wandern am Landwehrkanal, in: Muschelhaufen Seite 180-185
Muschelhaufen / Viersen, 2003
Sonstige Medien
Zwei Theaterstücke:
Ballade vom Emigranten
Nach Texten von Walter Benjamin, Hans Sahl, Anna Seghers u.a.

Jakob van Hoddis - ein deutsch-jüdisches Dichterschicksal
Monolog