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Kurzinfo
© D.E. Sattler
Friedrich Hölderlin
Friedrich Hölderlin
erschienen bei:
Stroemfeld Verlag
online seit:
12. Januar 2009
gelesen von:
Hinrich Schmidt-Henkel
aufgenommen:
27. Oktober 2008
Spielzeit:
3:16
Copyright:
© Stroemfeld Verlag
 
Hören
Friedrich Hölderlin
Spielzeit:3:16
Inhalt
 
Friedrich Hölderlin. Sämtliche Werke.
Frankfurter Ausgabe (FHA)
Historisch-Kritische Ausgabe hrsg. von D.E. Sattler

Die Frankfurter Hölderlin-Ausgabe hat mit Erscheinen des letzten Bandes, einer chronologisch-integralen Edition, nach dreiunddreißig Jahren ihren Abschluss gefunden. Begonnen 1975 mit dem Einleitungsband, herausgegeben von D.E. Sattler, Michel Leiner, KD Wolff, verfolgt die Frankfurter Hölderlin-Ausgabe das Ziel, Hölderlins handschriftlichen Nachlaß vollständig zu dokumentieren und für den Leser nachprüfbar zu erschließen. In den Textbänden FHA 1-18 werden die jeweiligen Handschriften-Faksimiles in der Regel verkleinert einfarbig abgebildet, versehen mit typographisch differenzierten Umschriften. Erst danach folgen Analysen des wahrscheinlichen Entstehungsprozesses und konstituierte Lesetexte. Der hier zu hörende Auszug stammt aus dem Homburger Folioheft (Faksimile-Edition, hrsg. von D.E. Sattler und Emery George, Seite 75), das einen Einblick in die simultane, die Werkformen mischende Arbeitsweise des Dichters vermittelt. Der späte Hölderlin überarbeitet in diesem Heft immer aufs Neue seine frühen Gedichte. Dabei entscheidet er sich nicht für eine Variante, sondern häuft mögliche Textstücke an, die er gleichwertig nebeneinander stehen lässt. Der Leser kann somit die Arbeit des Dichters an seinem Text verfolgen.
Die Frankfurter Hölderlin-Ausgabe ist das Werk von Liebhabern. Vielfach für ihre buchkünstlerische Gestaltung prämiert, wird sie inzwischen ihrer editionswissenschaftlichen Innovationen wegen international beachtet. Die ersten vier regulären Textbände erschienen unter Mitwirkung von Wolfram Groddeck. Bis 1978 wurde das Projekt nur privat finanziert und lediglich die Arbeitsstelle von der Morat-Stiftung, Freiburg, unterstützt. Seit 1978 wurden Mittel für die in Bremen eingerichtete Arbeitsstelle (Michael Franz, Michael Knaupp, zuletzt Hans Gerhard Steimer) von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt. Dem Herausgeber D.E. Sattler wurde von der Universität Hamburg der Ehrendoktor verliehen.
Zur Person
 
Johann Christian Friedrich Hölderlin, geboren 1770 in Lauffen am Neckar, studierte Theologie am Tübinger Stift, wo Hegel und Schelling seine Kommilitonen waren. 1796 wird er Hauslehrer bei der Bankiersfamilie Gontard in Frankfurt. Die Beziehung zur Hausherrin Susette Gontard, seiner Diotima, führt zur Entlassung. Nach Aufenthalten als Hofmeister in Hauptwil und Bordeaux wird er nach einem psychischen Zusammenbruch zur Behandlung in eine Heilanstalt eingewiesen und 1807 als unheilbar entlassen. In Tübingen nimmt ihn eine Schreinerfamilie auf und pflegt ihn bis zu seinem Tod im Jahre 1843.