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Lehninsche Weissagung (Vaticinium Leninense)

Steckbrief

Lehninsche Weissagung (Vaticinium Leninense)

Literarische Überlieferung

Info

Langgedicht in lateinischer Sprache in 100 leonischen Versen, als Werk eines im 13. /14. Jahrhundert in der Zisterzienserabtei Lehnin lebenden "Mönchs Hermann" ausgegeben, tatsächlich jedoch eine politisch motivierte Fälschung, die zum Ziel hatte, den Einfluß der katholischen Kirche in dem nach dem Tod des Großen Kurfürsten politisch geschwächten Brandenburg wieder stärker zur Geltung zu bringen; vorausgesagt wird darin der Sieg des Papismus in Deutschland, der Untergang des Hohenzollern-Hauses und die Unterwerfung des Landes unter einen katholischen Monarchen; die Lehninsche Weissagung wurden zuerst 1708 in der Berliner Monatsschrift "Curieuse Natur-Kunst-Staats- und Sitten-Präsente" erwähnt und im Juli 1723 in der Zeitschrift "Gelahrtes Preußen" erstmals (teil-)abgedruckt; eine philologische Untersuchung des Textes brachte Erkenntnisse über die Quellen der Weissagungen (Werke von A. Angelus und Johann Wolfgang Rentsch) und den wahrscheinlichen Entstehungszeitpunkt (um 1690) zutage, konnte jedoch keinen sicheren Aufschluß über die Person des Verfassers geben; in den Verdacht der Autorenschaft kamen u.a. Andreas Fromm, Martin Friedrich Seidel, Nikolaus von Zitzewitz, Christoph Heinrich Oelven und Friedrich Wolff; eine Übersetzung stammt von Wilhelm von Schütz.

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