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Lyrik aus Dänemark: Mette Moestrup, Olga Ravn, Pia Tafdrup

Donnerstag, 21. Juni 2018

19:00 UHR

Mette Moestrup (c) Laerke Posselt

Veranstaltungsort

Haus für Poesie

Knaackstr. 97
10435 Berlin
http://www.haus-fuer-poesie.org

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Eintritt: 6/4€

Details

Lesung und Gespräch mit Mette Moestrup, Autorin, Kopenhagen | Olga Ravn, Autorin, Frederiksberg | Pia Tafdrup, Autorin, Kopenhagen | Moderation: Nico Bleutge, Autor, Berlin

"Lyrik aus Dänemark" gibt Einblick in die dänische Gegenwartslyrik und präsentiert drei ihrer bedeutendsten Vertreterinnen. Mette Moestrups (geb. 1969 in Aarhus) Werk ist ein politischer Aufruf zum Widerstand gegen die Lüge und eine „großartige Ermutigung zum Eigensinn“ (Signaturen). Moestrup schreibt feministische Diskurslyrik, in der, radikal und verspielt, sexualpolitische Themen verhandelt werden. In ihren Gedichten aus dem Band "Stirb, Lüge, Stirb" (kookbooks 2017) fließt „weiße Milch aus einer bösen Brust“, Orpheus und Medusa liefern sich Blickduelle und ein zebragestreiftes Plastikarmband wird mit einem Alabasterei zu einem Stillleben arrangiert.

Olga Ravn (geb. 1986 in Kopenhagen) ist Dichterin, Illustratorin und Kritikerin. Über Nacht erlangte sie Berühmtheit mit ihrem Debüt "ich verschlinge mich wie Heidekraut" (Gyldendal 2012). Ravn schreibt feministische Gedichte, die durch einen rasanten Wechsel irritierend vieldeutiger Bilder geprägt sind. Sie erzählen von der Objektivierung weiblicher Körper, vom Erwachsenwerden und vom Erwachen „im klaren Mund des Sommers“.

Pia Tafdrup (geb. 1952 in Kopenhagen) erneuerte in den 80er Jahren gemeinsam mit der Gruppe der Körpermodernisten die Lyrik Dänemarks. Sie schreibt Gedichte zwischen Lebenshunger und Todesangst. Es ist, wie sie selbst sagt, eine „Poesie des Schwebens“. Ihr Gedichtband "Tarkowskis Pferde" (Stiftung Lyrik Kabinett München 2017) ist ein Buch über die Demenz des Vaters, das Porträt eines belesenen Mannes, der nicht mehr weiß, wie belesen er ist. Es sind schmerzlich-präzise Texte über das Abhandenkommen simpler Dinge, die Beschreibung eines Lebens, in dem es kein Vorher und kein Nachher mehr gibt.

Diese Veranstaltung wird dänisch-deutsch gedolmetscht. Mit freundlicher Unterstützung durch die Danish Arts Foundation und ECHOO Konferenzdolmetschen

Veranstalter