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Peter Waterhouse: Wie Kleist nicht heißt

Donnerstag, 28. Juni 2018

19:00 UHR

Peter Waterhouse (c) gezett

Veranstaltungsort

Haus für Poesie

Knaackstr. 97
10435 Berlin
http://www.haus-fuer-poesie.org

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Eintritt: 6/4€

Details

Lesung und Gespräch mit Peter Waterhouse, Autor, Wien | Barbara Nüsse, Schauspielerin, Hamburg | Moderation: Felix Reinstadler, Literaturwissenschaftler, Berlin

Der Dichter Peter Waterhouse (geb.1956 in Berlin) geht in seinem Essay "Equus – Wie Kleist nicht heißt" (Matthes & Seitz 2018) der poetischen „Vielsprachigkeit“ im Schaffen dieses Nationalheiligen der deutschen Literatur auf den Grund. Kleist, der einst vor Goethe auf die „Knie seines Herzens“ sank, erhielt anders als dieser niemals die Gelegenheit, den Strahl zu zerlegen, den seine Jugend warf. Er ist bis heute der lebendigste und aktuellste Dichter unter den deutschen Klassikern geblieben. Doch ist er wirklich ein deutscher Schriftsteller, nicht eher ein niederländischer, ein französischer? Diese und andere Fragen wirft Waterhouse in seinem Buch auf. Kleist, so die These von Waterhouse, überschreitet das im Deutschen nicht mehr Darstellbare durch ein Übersetzen und Überschreiten ins Unvertraute und Fremde. So findet er im Mithören aller Nebentöne zu einer „ursprünglichen Vielsprachigkeit“, einer „Geheimschreiberei“, in der sich der Reichtumseiner dichterischen Mittel erst frei entfalten kann. Waterhouse spürt dieser „strauchelnden“ Sprache Kleists nach und folgt ihr bis in die letzte Nuance, bis zum „umgekehrten Ende einer Türklinke“. Felix Reinstadler spricht mit Peter Waterhouse über Kleist. Die Schauspielerin Barbara Nüsse liest Passagen aus Kleists Werk und aus dem Werk Waterhouse’.

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schlegel-Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien

Veranstalter