Hier finden Sie einen Literatur-Veranstaltungskalender und ein Veranstalterverzeichnis für Berlin und Brandenburg.

Lesung mit Gespräch: Carmen-Francesca Banciu liest aus ihrem aktuellen Roman „Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!“(PalmArtPress, 2018)

Mittwoch, 19. September 2018

20:30 UHR

Veranstaltungsort

Z-Bar

Bergstr. 2, Nähe S-Bahnhof Oranienburger Straße
10115 Berlin
www.z-bar.de

Kartenansicht
Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro

Details

Der Literarische Salon

Mittwoch, 19. September 2018 um 20:30 Uhr

Carmen-Francesca Banciu liest aus ihrem aktuellen Roman

„Lebt wohl, Ihr Genossen und Geliebten!“ (PalmArtPress; 2. Auflage erscheint am 30. August 2018)

Auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018

Lesung mit Gespräch

Moderation: Britta Gansebohm

Die Kindheit endet tatsächlich erst dort, wo die Geschichte unserer Eltern zur eigenen Geschichte wird und wir vor ihren wie vor den eigenen Abgründen die Augen nicht mehr verschließen können.

Maria-Maria reist nach Rumänien, um ihren verunglückten Vater zu besuchen und ihn, trotz seiner besitzergreifenden Geliebten, zu betreuen. In seinen Augen hat sie, die Tochter, die reale Utopie der kommunistischen Gesellschaft verraten. Sie wiederum erkennt in ihm ausschließlich den festgefahrenen Parteirhetoriker, der sich als moralische Instanz aufspielte, anderen Opfer abverlangte, aber selbst ein bigottes Leben führte.

Der neue Roman von Carmen-Francesca Banciu handelt vom Tod eines vermeintlichen Patrioten, für den Vaterland, Partei und der Aufbau einer neuen Gesellschaft stets den wichtigsten Platz in seinem Leben einnahmen und von der Liebe, die man sich von den Eltern erhofft, die einem versagt bleibt, und die man selbst zu geben vielleicht nicht imstande ist. Sie spürt der Frage nach, wie man Abschied von den Eltern nehmen, wie man mit ihren Lebenslügen umgehen kann, und welche persönliche Veränderung man dabei erfährt.

Die versartige Sprache des Romans überträgt die Dramatik der zwischenmenschlichen Beziehungen direkt auf die Leser, die dadurch Teil des Erzählten werden. Banciu beobachtet das Sterben des Vaters, sie horcht und wartet. In der Wiederholung entfalten die Worte ihre Suggestivkraft. Banciu umkreist ihre Figuren, schöpft aus Erinnerungen wie aus einer geteilten Gegenwart. Ein Wort zieht das nächste nach sich. Man erlebt, wie sich Gedanken formen und wie sie wieder in sich zusammenstürzen. Ihr Abgesang auf die ideologische Überhöhung der Familie, der Partei und des Vaterlandes steckt voller Mut und Aktualität.

Pressestimmen zum Buch:

 „Das ist herzergreifend und lehrreich zugleich. Eine besondere literarische Leistung.“  NDR Kultur, 05.07.2018  Ulrike Sárkány 

„Carmen Francesca Banciu hat wiederum ein sehr bewegendes Buch vorgelegt, das zu fesseln vermag und gerade auch wegen der hohen Suggestivkraft ihrer lyrischen Sprache nur zu empfehlen ist.“  Literaturkritik, 30.06.2018  Anke Pfeifer 

„Was für ein Buch, welch bühnenreife Sprache! (…) Unkonventionelle Literatur, großartige Literatur.“  Weser Kurier,  13.06.2018  Hendrik Werner

 

CARMEN-FRANCESCA BANCIU, im rumänischen Lipova geboren,

                                                                                                   studierte Kirchenmalerei und Außenhandel in Bukarest. Die Verleihung des Internationalen Kurzgeschichtenpreises der Stadt Arnsberg für die Erzählung „Das strahlende Ghetto“ (1985) hatte für sie ein Publikationsverbot in Rumänien zu Folge. Sie kam 1991 mit ihren drei Kindern nach Deutschland auf Einladung des Künstlerprogramms des DAAD. Seit 1992 lebt sie als freie Autorin in Berlin, schreibt Beiträge für Rundfunk und Zeitungen, leitet Seminare für Kreativität und kreatives Schreiben.

Ihre Bücher sind erschienen bei den Verlagen: Rotbuch Berlin, Rotbuch Hamburg, Volk und Welt, Ullstein Berlin und im deutsch-englischsprachigen Verlag PalmArtPress. Seit 2012 ist sie Mitherausgeberin und stellvertretende Direktorin des transnationalen, interdisziplinären und mehrsprachigen e-Magazins Levure Littéraire.

Banciu erhielt zahlreiche Preise und Stipendien. Ihre Texte wurden in mehrere Sprachen übersetzt.
2015 erschienen im deutsch-englischsprachigen Verlag PalmArtPress ihre Bücher: „Leichter Wind im Paradies“ und „Mother´s Day- Song Of A Sad Mother“, die Übersetzung ihres Romans „ Das Lied der traurigen Mutter“ und die Neuafulage von "Fenster in Flammen".
2016 erschienen im Verlag PalmArtPress die Übersetzung:"Berlin is My Paris: Stories from the Capital" und ebenso die Neuauflage von "Filutek´s Handbuch der Fragen". 2017 erschien im Verlag PalmArtPress die Neuauflage von "Berlin ist mein Paris: Geschichten aus der Hauptstadt" und Übersetzung "Light Breeze in Paradise".

Eine Veranstaltung des gemeinnützigen Vereins „Freunde und Förderer des Literarischen Salons e.V.“

ORT: Der Literarische Salon in der Z-Bar

Bergstraße 2, 10115 Berlin-Mitte

Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro (für Berlin-Ausweisträger*innen & Student*innen)

Platzreservierungen werden gerne angenommen unter: britta.gansebohm(at)salonkultur.de

Weitere Informationen unter: www.salonkultur.de

und Facebook: Facebook: Der Literarische Salon - das Original

 

Veranstalter