Der neue Bereich unseres Portals macht es sich zum Anliegen, die internationalen Literaturszenen Berlins zu kartographieren, die handelnden Personen und ihre Schauplätze sichtbar und zugänglich zu machen. 
Die Entstehung der Rubrik wurde durch eine Förderung des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. 

Christos Asteriou

Autor/In

Übersetzer/In

Vermittler/In

Christos Asteriou
© Eleni Iliopoulou

Steckbrief

Geboren am: 15.7.1971
Geburtsort: Athen
Geburtsland: Griechenland
Lebt in: Berlin, Kreuzberg


Ausgangssprache: Griechisch, Deutsch
Zielsprache: Griechisch, Deutsch
Arbeitssprache: Griechisch

Vita

Christos Asteriou wurde in Athen, Griechenland geboren und wuchs dort auf. Tagsüber unterrichtet er deutsch, nachts schreibt er Romane. Man könnte ihn als Nomaden bezeichnen, da auch die Insel Paros sowie die Stadt Berlin viel der Zeit, in der er in den vergangenen 20 Jahren kreativ arbeitete, einnahmen. Seine Liebe für europäische Literatur führte ihn nach Würzburg, wo er deutsche und neugriechische Literatur studierte. Das Studium war der Beginn eines Abenteuers in die Welt der Buchstaben.
Seine ersten zwei Bücher tragen mystische und dunkle Züge, das neuste ist hingegen ein politischer Roman, der sich mit der Frage nach Kultur als Schutzschild gegen Barbarei in Krisenzeiten auseinandersetzt. Etliche seiner Kurzgeschichten wurden in Englisch, Italienisch, Serbisch und andere europäische Sprachen übersetzt.
Mit seinen Artikeln zu Kunst und Literatur leistet Christos Asteriou als Autor einen Beitrag zu eminenten nationalen und internationalen Veröffentlichungen zu Literaturthemen. Zudem befasst er sich eingehend mit der Übersetzungsarbeit, um der griechischen LeserInnenschaft seine LieblingsautorInnen zugänglich machen zu können. Die Übersetzungsarbeit versteht er nicht als mechanischen Prozess, sondern als kulturellen Verständigungsprozess, als Erfahrung einer Perspektivverschiebung, durch die man den Schreibprozess aus Sicht der AutorInnen erfährt.
Im Jahr 2013 erhielt Christos das renommierte Literaturstipendium der Akademie der Künste, durch das er die Gelegenheit bekam, seine Arbeit einem deutschen Publikum zuzuführen. Die Akademie der Künste stellte im Rahmen der “Vertigo of Reality” Ausstellung seine “Instalgia” vor, die eine Reflexion einer modernen, durch die Nutzung von Vintage-Filtern aufInstagram offenbarte Nostalgie sein soll.
Durch das Fulbright-Programm (2015/16) ermöglicht, besuchte er die Columbia University und lebte unter griechischstämmigen Amerikanern in New York und Umgebung, um für sein nächstes Buch zu recherchieren, das sich mit Diaspora und Identität befasst. Seit Oktober 2016 lehrt er an der Freien Universität in Berlin.

6 Fragen

Was hat Sie nach Berlin verschlagen? Die Liebe? Der Zufall? Die Weltpolitik?

Ein Jobangebot der Freien Universität.


An Berlin liebe ich:

Die unkonventionelle Stimmung, die Lebensweise in der Stadt.


In Berlin vermisse ich:

Das Meer.


Ein Lieblingsort in Berlin:

Das Theater am Schiffbauerdamm.


Sind Sie in Berlin ein anderer Mensch, eine andere Autorin, ein anderer Autor als im Land Ihrer Herkunft? Inwiefern?

Ich bin noch der alte, nur kann ich mich mich mehr auf meine Arbeit konzentrieren.


Ein literarisches Werk, das ich gern geschrieben hätten:

Independence day von Richard Ford.

Würdigung

2017  Literaturstipendium des Künstlerhauses Villa Concordia, Bamberg
2015  Fulbright Stipendium für Kreatives Schreiben, Columbia University, New York 
2013  Literaturstipendium der Akademie der Künste, Berlin
2012  Gastautor beim Literaturfestival, Zagreb
2012  Teilnahme beim Internationalen Übersetzertreffen für Übersetzer deutscher Literatur durch einen Zuschuss des Literarischen Colloquiums, Berlin (LCB)
2002  Teilnahme bei der Sommerakademie für Übersetzer deutscher Literatur durch einen Zuschuss des Literarischen Colloquiums, Berlin (LCB)
2004  DAAD Forschungsstipendium

Werk

Originalwerke

Isla Boa

Polis2012 Roman

Her naked body and other stories of the bizarre

Patakis2003 Kurzgeschichten

The journey of Jason Remvis - A true story

Patakis2006 Roman