Der neue Bereich unseres Portals macht es sich zum Anliegen, die internationalen Literaturszenen Berlins zu kartographieren, die handelnden Personen und ihre Schauplätze sichtbar und zugänglich zu machen. 
Die Entstehung der Rubrik wurde durch eine Förderung des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. 

Priya Basil

Autor/In

© Tatyana Kronbichler

Steckbrief

Geboren am: 27.3.1977
Geburtsort: London
Geburtsland: Großbritannien
Lebt in: Berlin, Mitte


Ausgangssprache: Englisch
Arbeitssprache: Englisch

Vita

Priya Basil ist eine britische Schriftstellerin. Sie wuchs in Kenia auf, studierte in Großbritannien und lebt heute in Deutschland. Sie schreibt u.a. für Lettre International, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Die Zeit, Tagesspiegel, TAZ und The Guardian. Priya Basil ist Mitbegründerin von Authors for Peace und eine der Initiatorinnen des Aufrufs „Die Demokratie verteidigen im digitalen Zeitalter“, eine weltweite Aktion gegen Massenüberwachung.Für ihr Debüt wurde Priya Basil für den Commonwealth Writers’ Prize, den Dylan Thomas Prize sowie den International IMPAC Dublin Literary Award nominiert und belegte bei dem von der UNESCO initiierten Welttag des Buches den zweiten Platz des Wettbewerbs Book to Talk About 2008. Vom Netzwerk Bücherfrauen/Women in Publishing wurde sie als Anwärterin auf den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2013, 2014 und 2015 gelistet. 2015 erhielt Priya ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats.

6 Fragen

Was hat Sie nach Berlin verschlagen? Die Liebe? Der Zufall? Die Weltpolitik?

Alle dieser Gründe. Mein Herz führte mich nach Berlin. Aber es ist nie nur die Liebe. Das Recht fortzuziehen und zu bleiben ist von so vielem abhängig.


An Berlin liebe ich:

Die Seen in und außerhalb der Stadt. Das Gefühl, in einer Agora zu leben. Verschiedene Möglichkeiten des Denkens, Diskutierens, Agierens mit anderen.


In Berlin vermisse ich:

Meine Familie


Ein Lieblingsort in Berlin:

Meine Baugemeinschaft. Ein kleines Dorf im Herzen der Stadt.


Sind Sie in Berlin ein anderer Mensch, eine andere Autorin, ein anderer Autor als im Land Ihrer Herkunft? Inwiefern?

Ich bin nicht sicher, ob ich in Berlin eine andere Person bin, aber ich bin eine andere Person auf Deutsch: zögerlich, wortkarg und oft unabsichtlich unhöflich. Ich vermisse das ambige Englische “you” und adressiere Fremde häufig mit einem informellen “du”.


Ein literarisches Werk, das ich gern geschrieben hätten:

Zum Glück gibt es da mehr, als ich aufzählen kann. Jedes Buch, das mich überrascht hat, das mich aus dem Konzept gebracht hat, mich mitgenommen hat an einen Ort, den ich nicht erwartet habe – und dann bei mir geblieben ist, lange, nachdem ich es aus der Hand gelegt habe, ist ein Buch, das ich gerne selbst geschrieben hätte.

Würdigung

2015 Arbeitsstipendium des Berliner Senats