Felicia Zeller

Vita

WAS ICH SO MACH
ich mach sowas ganz profanes, also sowas ganz anderes als du, eher sowas profanes, weisst du, nichts besonderes, eher sowas, man könnte sagen profan, nicht so, eher, ich mein, ich hab zwar auch, aber vielleicht


was machst du überhaupt so


ja, wie soll ich sagen, es ist halt schon ziemlich profan und so ziemlich was anderes, also was du so oder was sie so, das ist, wie soll ich sagen, und was ich so, also was du so, das ist eher


also was ich so
(aus „Bier für Frauen“)


Was ich so mache:
Theatertexte, Prosa, Kurzfilme, Medienprojekte. Leseperformances.


Was ich gerne über mich lese:
„Ob es sich bei diesen Auftritten um Lesung oder Performance handelt, bleibt allerdings irritierend im Vagen, wie Zeller überhaupt in all ihren Darreichungsformen damit spielt, was wir als Publikum über Format, Medium, Genre oder Stoff zu wissen glauben.“
(aus dem Programmheft hamlit 2012)


"Faszinierend schwachsinnig, abartig sensationell, fern jeder klassischen Dramaturgie."
(KLEINE ZEITUNG vom 27. Jänner 2006)


„Alles, was ich real recherchiert habe, erscheint den Leuten wie erfunden. Und alles, was ich erfunden habe, erscheint ihnen real.“
(Felicia Zeller)


„Die Autorin Felicia Zeller gilt als Meisterin des gepflegten Irrsinns, als Expertin für virtuose Sprachakrobatik und Wortwitz. Bekannt ist sie aber auch für ihre „Dokufiction“, in der sie reale dokumentarische Recherche mit fiktiven Einfällen durchmischt.“
(Internetseite Landestheater Memmingen 2022)


„Zeller beschreibt den Menschen als tragischen Protokollanten seiner selbst. Er will sich in gestanzten Ausdrücken, in Zahlen, in festen Formeln fassen und stammelt doch bloß wortreich bis zum Verstummen.“
(Christian Rakow,, nachtkritik, Neue Dramatik in 12 Positionen, 2021)


Was hast du eigentlich so studiert:
Abitur am Fanny-Leicht-Gymnasium, Stuttgart.
Studium „Film und Medien“ an der Filmakademie Baden-Württemberg. Diplom 1998 mit der CD-Rom “Mut der Ahnungslosen“, einer Arbeit über nonlineare Dramaturgie, (gemeinsam mit Marion Pfaus alias Rigoletti).


Und sonst so:
Seit 2018 vornehmlich als Wirtschaftsdichterin. Arbeit im selbstausgerufenen Genre „Wirtschaftsdramatik“.


Zeller bezeichnet sich selbst gern als faul oder "vom vielen Dichten erschöpft". Mit ihren mittlerweile 23 - (mittlerweile 25) - Theaterstücken hat sie sich zahlreiche Preise und Stipendien erarbeitet.“
(aus dem Programmheft hamlit 2012)


Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und im VTheA, dem Verband der Theaterautor:innen.

Würdigung

(Auswahl)


2020 Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für ihr vorliegendes Gesamtwerk


2013 Hausautorin am Nationaltheater Mannheim.


2013 "X-Freunde" in der Kritikerumfrage von Theater heute bestes deutschsprachiges Stück


2009 Clemens-Brentano-Preis für "Einsam lehnen am Bekannten"


2008 Publikumspreis bei den Mülheimer Theatertagen für "Kaspar Häuser Meer"


2000 Hausautorin am theater rampe, Stuttgart (“author in residence”-Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg)


1999 student award der transmediale Berlin für die CD-Rom "Mut der Ahnungslosen".


1993 Baden-Württembergischen Jugendtheaterautorenpreis für „immer einen hund gehabt/plane crazy (1928)“

Aktuelles

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

„Welt ohne Kabel“ in: „Deutschland 2089“, 17 Szenarien aus der Zukunft

btb 2010 Prosa

Spiel mir das Lied vom du weisst schon was in: Förderband 1 - Trollblumen

Anthologie des Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg 2001 Drama

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Der Fiskus, Stückabdruck in: theater heute

Der Theaterverlag, Berlin 4/2020 Drama

Aus dem Tagebuch eines Hallschlägers in: EDIT 23, Papier für neue Texte

Leipzig 2000 Prosa

immer einen hund gehabt/plane crazy (1928) Stückabdruck in: KONZEPTE 16, Magazin für eine junge Literatur

1994 Drama

Die Welt von hinten wie von vorne , Stückabdruck in: theater heute

Der Theaterverlag, Berlin 11/2013 Drama

Kaspar Häuser Meer, Stückabdruck in: theater heute

Der Theaterverlag, Berlin 11/2008 Drama

Wunsch und Wunder, Stückabdruck in: theater heute

Der Theaterverlag, Berlin 3/2015 Drama

Zweite allgemeine Verunsicherung, Stückabdruck in: theater heute

Der Theaterverlag, Berlin 2/2016 Drama

Gespräche mit Astronauten, Stückabdruck in: theater heute

Der Theaterverlag, Berlin 12/2009 Drama

X-Freunde, Stückabdruck in: theater heute

Der Theaterverlag, Berlin 11/2012 Drama

Bier für Frauen, Stückabdruck (gekürzt) in: Die deutsche Bühne

10/2001 Drama

Über Werk / Autor

"An einer fiesen Kante zum Realismus" von Josef Mackert in STÜCKWERK IV

Verlag Theater der Zeit, Berlin 2008 Autorenportrait

“immer nur Zivilisten, niemals Spezialisten” von Volker Bürger in STÜCKWERK

Verlag Theater der Zeit, Berlin 1997 Autorenportrait

Autorenportrait (“Gelöst stammeln”) von Sabine Leucht in taz

taz 03.08.2001 Autorenportrait

“Glück oder auch was anderes, was mir gefällt” von Ulrike Spieler in STÜCKWERK III

Verlag Theater der Zeit, Berlin 2001 Autorenportrait

"Von Cybersex und Bier für Frauen" von Knut Lennartz in: Die deutsche Bühne

Die deutsche Bühne 10/2001 Autorenportrait

sonstige Werke

THEATERSTÜCKE
(alle vertreten vom Verlag Felix Bloch Erben, Berlin)


Der Geldkomplex nach zu Reventlow (2021)
UA Theater Münster, 15.09.2021


Der Fiskus (2020)
UA Staatstheater Braunschweig, 18.01.2020


(Karl und Rosa) Für Geister Eintritt frei nach Döblin (2019)
UA Theater Magdeburg, 22.02.2019


Ich, dein großer analoger Bruder, sein verfickter Kater, und du (2016)
UA Staatstheater Saarbrücken, 06.11.2016


Zweite allgemeine Verunsicherung (2015)
UA schauspiel Frankfurt, 19.02.2016


Wunsch und Wunder (2015)
UA Staatstheater Saarbrücken, 16.01.2015


Die Welt von hinten wie von vorne (2013)
UA Nationaltheater Mannheim, 05.10.2013


X-Freunde (2012)
UA schauspiel Frankfurt, 12.10.2012


Der große Blöff / Entfernte Kusinen (2010)
UA Staatstheater Saarbrücken, 16.05.2010


Gespräche mit Astronauten (2009)
UA Nationaltheater Mannheim, 24.09.2010


Der große Blöff / Entfernte Kusinen (2010)
UA Staatstheater Saarbrücken, 16.05.2010


Gespräche mit Astronauten (2009)
UA Nationaltheater Mannheim, 24.09.2010


Kaspar Häuser Meer (2007)
UA Theater Freiburg, 20.01.2008


deutsches hysterisches museum (2006)
UA Theater Bielefeld, 09.03.2007


Einfach nur Erfolg (2005)
UA Theater Freiburg, 07.10.2005


Das Jahr der Freiwilligen (2002-04)
UA Tafelhalle Nürnberg, 19.11.2004


Wenn ich was anderes machen würde, würde ich vielleicht nicht immer ans Geld denken (2004)
UA Hans-Otto-Theater Potsdam, 12.12.2005


ICH TASCHE (2003)
UA Theater Oberhausen, 05.10.2003


Triumph der Provinz  (2002)
UA Theaterhaus Jena, 11.04.2002


Club der Enttäuschten (2001)
UA Theater Konstanz, 23.11.2001


Bier für Frauen (2000)
UA Staatstheater Mainz, 23.09.2001


Im Café Tassl - eine Sprech- und Sprachoperette (1999)
UA IN-TEATA, Köln, 01.11.2000


Vom Heinrich Hödel und seiner nassen Hand (1995-99)
UA Schauspiel Essen, 01.02.2003


Tot im SuperRiesenAquarium - eine Komödie ohne Zukunft (1996)
UA theater rampe, Stuttgart, 28.07.2001


immer einen hund gehabt/plane crazy (1928) (1992)
UA Württembergische Landesbühne Esslingen, 14.04.1994


Meine Mutter war einundsiebzig und die Spätzle waren im Feuer in Haft (1990)
UA theater rampe, Stuttgart, 28.07.2001

Zuletzt durch Felicia Zeller aktualisiert: 09.02.2022

Literaturport ID: 2673