Hildegard E. Keller

Vita

Hildegard E. Keller    Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin, Professorin, Filmemacherin
Von 2009 bis 2019 Literaturkritikerin im Fernsehen (Jurymitglied an den Tagen der deutschsprachigen Literatur/ Bachmannpreis, ORF/3sat; festes Mitglied im Kritikerteam des Literaturclubs SRF/3sat). Ab 2019 Konzentration auf das eigene literarische Schreiben und die Tätigkeit als Filmemacherin und Herausgeberin der Edition Maulhelden.
Seit den frühen 1990er Jahren lehrt Hildegard Keller an Universitäten im In- und Ausland (USA, GB, NL, D, ARG, TUR). Zehn Jahre lang war sie Professorin an der Indiana University in Bloomington (IN/USA), wo sie ihre Produktionsfirma Bloomlight Productions gegründet hat. Heute ist sie freie Autorin und Regisseurin. Zudem lehrt sie Storytelling an der Uni Zürich (zurichstories.org) und bietet thematische Stadtführungen wie Kriminelles Zürich an (maulhelden.ch).
Ihr Werk umfasst Romane, Hörspiele, Radiofeatures, Podcast, Filme und Performances. Ihr Hörspiel Die Stunde des Hundes war für den Deutschen Hörbuchpreis 2009 nominiert und wurde mit dem Theophrastus-Preis ausgezeichnet. Was wir scheinen ist ihr erster Roman (Eichborn 2021); die Taschenbuch-Ausgabe erscheint am 26. August 2022. Für die von ihr gegründete Edition Maulhelden hat sie eine vierbändige Werkausgabe von Alfonsina Storni übersetzt. Dort wird auch ihre Biografie über Alfonsina Storni erscheinen. Sie hat zwei Dokumentarfilme gemacht (Whatever Comes Next, 2014; Brunngasse 8, 2022, die an Festivals, in Kinos und am Fernsehen (3sat, SRF) gezeigt wurden.
Hildegard Keller tritt auf. In ihren Erzählperformances gibt sie Einblick in die Roman-Werkstatt, liest vor, untermalt mit Musik, zeigt Bilder, zeichnet.

Würdigung

2009: Nomination für den Deutschen Hörbuchpreis (für Die Stunde des Hundes)
2009: Pro Helvetia unterstützt Forschungsreise nach Argentinien
2010: Mystikpreis der Theophrastusstiftung
2014: Pro Helvetia lädt zu einer Vortrags- und Lesereise nach China ein. Lesereise in Peking (mit dem Hörspiel Das Kamel und das Nadelöhr), gemeinsam mit Peter Weber.
2016: Atelierstipendium der Landis & Gyr Stiftung (Berlin)
2020: Werkbeitrag der Kulturförderung des Kantons St.Gallen (für Was wir scheinen)

Aktuelles

Der Roman WAS WIR SCHEINEN


Am 26. August 2022 erscheint die Taschenbuch-Ausgabe. Vorschau.


Die fünf besten Bücher 2021. Zehnders Liste.
Die zwanzig besten Bücher 2021. Blick.


«Dieser Roman ist die Geschichte eines Lebens, mehr aber noch die Geschichte der Denkbewegungen der Hannah Arendt, und das muss auch so sein, wenn man über eine Frau schreibt, die über sich sagte: Irgendwie war es für mich die Frage: Entweder kann ich Philosophie studieren oder ich gehe ins Wasser sozusagen. Aber nicht etwa, weil ich das Leben nicht liebte! Nein! ... Dieses Verstehenmüssen! Als Leser sitzt man mit Hannah Arendt und ihren wechselnden Gesprächspartnern
am Tisch und hört ihren Gesprächen zu. Weil diese überaus gescheit und anregend sind und auch den Humor nicht missen lassen, lohnt sich die Lektüre sehr.«» (Heribert Prantl)
SRF Kontext: Im Gespräch mit Michael Luisier
Rezension im Blog von Birgit Böllinger
Rezension in SAITEN: Eva Bachmann zum Roman WAS WIR SCHEINEN
Werkstattgespräch auf ARTTV: Video zum Roman WAS WIR SCHEINEN
SRF: Interview mit der Autorin in Gesichter und Geschichten
Blick am Sonntag: Interview mit der Autorin


Die Wiederentdeckung von Alfonsina Storni (1892-1938)
«Ein freier, wilder Geist» (Martina Läubli, NZZaS)
«Alfonsina Storni ist eine Meisterin des Erzählens.» (Bernard Nicolussi)
«Die bisher erschienen vier Bände Cuca, Chicas, Cardo und Cimbelina zeigen nun all das Vergessene, das Keller zusammengetragen hat: die journalistischen Arbeiten, Erzählungen, Literaturkritik und Aphorismen, die  Theaterstücke und Reflexionen über das Zeitgeschehen. Anknüpfend an das Interview mit Nicole Seifert zu ihrem Buch „Frauen Literatur – abgewertet, vergessen, wiederentdeckt» geht es um Wiederentdeckung von Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts wie Alfonsina Storni und darum, wie es möglich ist, den auch heute noch männlich dominierten Literatur-Kanon zu erweitern.» (Tina Schraml, Büchermagazin).
Zur Werkausgabe und weiteren Pressereaktionen sieh hier.

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Reise durchs Toggenburg in meiner Wohnung

Verlagshaus, Schwellbrunn 2020 Autobiografischer Essay

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Die Kellerin

St. Gallen 2021 Autobiografischer Essay

Zu Gast. Ein Gespräch mit Alfonsina Storni. In: ViceVersa 6. Jahrbuch der Schweizer Literaturen, Zürich 2012, 166–185.

Vice Versa, Zürich 2012 Fiktion

Übersetzungen

Alfonsina Storni. Cardo. Interviews & Briefe. Übersetzt, herausgegeben und mit einem Nachwort von Hildegard E. Keller. Mit Geleitwort von Denise Tonella.

Edition Maulhelden 2021 Interviews; Autobiografische Texte; Briefe

Alfonsina Storni: Cimbelina. Theaterstücke. Herausgegeben, übersetzt und mit einem Nachwort von Hildegard E. Keller. Mit Geleitwort von Daniele Finzi Pasca

Edition Maulhelden 2021 Theater; Kindertheater; Komödie; Pantomime

Alfonsina Storni: CHICAS. Kleines für die Frau. Übersetzt, herausgegeben und mit einem Nachwort von Hildegard E. Keller. Mit Geleitwort von Georg Kohler.

Edition Maulhelden, Zürich 2021 Reportagen, Kolumnen, Essays

Alfonsina Storni: CUCA. Geschichten. Übersetzt, herausgegeben und mit einem Nachwort von Hildegard E. Keller. Mit Nachwort von Elke Heidenreich

Edition Maulhelden, Zürich 2021 Erzählungen, Aphorismen, Reisetagebücher, Literaturkritik

Herausgeberschaften

Alfonsina Storni: Cronache da Buenos Aires. A cura di Hildegard Elisabeth Keller. Traduzione di Marco Stracquadaini

Casagrande, Bellinzona 2017 Reportagen

Aventiure vür daz ôre

VDF, Zürich 2005 Hörspiel

Jakob Ruf. Leben, Werk und Studien. Fünf Bände

NZZ Libro, Zürich 2008 Biografie, wissenschaftliche Gesamtausgabe

Alois M. Haas. Nietzsche zwischen Dionysos und Christus

Dreipunktverlag, Wald 2003 Essays

sonstige Werke

Ameerica! Performance mit Geschichten über das Auswandern. Erzählerin: Alfonsina Storni. Spiel und Gesang: Hildegard Keller, Sandra Suter, Krishan Krone. Drehbuch und Regie: Hildegard Keller. April 2022, Landesmuseum Zürich.


Brunngasse 8. Zeitreise nach Zürich. Dokumentarfilm mit Animation. 62 Minuten. Deutsch/ Italienisch. Regie, Drehbuch, Produktion. 2022.


Was wir sind und scheinen. Unterwegs mit Hannah Arendt. Radiofeature für SRF. 55 Minuten. Regie, Drehbuch, Sprecherin. 2022.


Eine Reise. Musiktheaterstück für eine Sprecherin und einen Akkordeonisten. Aufführungen in der Schweiz und in Deutschland mit Michael Zisman und Goran Kovacevic. 2016-2017.


Un viaje/ A Journey. Musiktheaterstück für eine Sängerin, zwei Sprecherinnen und das Ensemble für Latin American Music. Uraufführung auf Amerikanisch und Spanisch, Buskirk Chumley Theatre in Bloomington, IN / USA. April 2016.


Whatever Comes Next. Dokumentarfilm. 71 Minuten. Englisch mit deutschen Untertiteln. Regie, Drehbuch, Produktion. 2014.


Alfonsina’s Blue Moments. Kurzfilme zu Gedichten und Aphorismen von Alfonsina Storni. Kamera und Schnitt: Carter Ross. Sprecherin: Emily Mange (E) und Mona Petri (D). Bloomlight Productions, 2013.


«Auf alles gefasst sein». Eine Reise zur argentinischschweizerischen Künstlerin Alfonsina Storni gemeinsam mit Bernard Senn, Radio DRS2. Feature, 58 Minuten (Drehbuch Hildegard Keller, Produktion gemeinsam mit Bernard Senn). Erstsendung: 8. Oktober 2010.

Multimedia

Zuletzt durch Hildegard E. Keller aktualisiert: 03.05.2022

Literaturport ID: 3108