Der Berliner Verlagspreis würdigt in jedem Jahr aufs Neue die vielfältige und herausragende Verlagslandschaft in der deutschen Hauptstadt. Unsere über 150 Berliner Verlage leisten dazu Tag für Tag einen wichtigen Beitrag: Sie stehen für publizistische Qualität, kulturelle Vielfalt und sind ein bedeutender Teil der Kreativwirtschaft in unserer Stadt.
Gerade in Berlin arbeiten viele Verlage unabhängig. Damit ist jedes neue Buch auch ein unternehmerisches Wagnis. Umso wichtiger ist es, dieses Engagement sichtbar zu machen und auszuzeichnen. Der Preis richtet sich an Verlage mit einem Jahresumsatz von bis zu zwei Millionen Euro und stärkt damit insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die mit ihren Programmen neue Impulse in die Verlagslandschaft bringen.
Eine unabhängige Jury aus einem Autor, einer Grafikerin und Kinderbuchillustratorin, einem Verleger, einer Journalistin, einer Bibliothekarin und einem Buchhändler wird die Bewerbungen aus fachlicher Perspektive prüfen und über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheiden. Am 15. November werden wir im Deutschen Theater die Gewinnerinnen und Gewinner des Berliner Verlagspreises 2026 auszeichnen – auf diese sichtbare Würdigung der Verlagsarbeit in Berlin freuen wir uns schon sehr.
Shortlist Abend
Erstmals gibt es in diesem Jahr einen Shortlist-Abend: Am 24. September werden die nominierten Verlage und ihre Programme im Literaturforum im Brecht-Haus in den Fokus gerückt und gefeiert.
Die Preisverleihung
Die Preisverleihung findet am 15. November um 11 Uhr im Deutschen Theater, Schumannstraße 13, Berlin-Mitte statt und wird von Knut Elstermann moderiert. Eine Reservierung ist erforderlich unter info@berlinerverlagspreis.de.
Die Jury setzt sich aus unabhängigen Fachleuten der freien Literaturszene, der Literaturkritik, dem Bibliothekswesen, der Buchästhetik und dem Buchhandel zusammen. Ergänzt wird das fünfköpfige Gremium durch den Träger des Berliner Verlagspreises aus dem Vorjahr. Zwei Mitglieder der Jury werden jedes Jahr neu berufen. Sie wird bei der Preisvergabe folgende Kriterien berücksichtigen:
– Publiziert der Verlag Programme mit Werken auf hohem ästhetischen Niveau, die sich auch jenseits des Mainstreams bewegen und über tagesaktuelle Wahrnehmung hinaus Bestand haben?
– Pflegt der Verlag auch besondere Literaturformen, also Gattungen jenseits des Romans (Lyrik, Drama, Erzählungen, Reportage, Essay)?
– Werden junge Autor*innen aufgebaut, wird ein Werk gepflegt, werden vergessene Autor*innen wieder zugänglich gemacht?
– Veröffentlicht der Verlag Bücher von hoher künstlerischer Qualität, beispielsweise auf den Gebieten der Kunstbände, Graphic Novels, Comics, Kinderbücher oder Lyrikbände?
– Werden Sachbücher mit gesellschaftlicher Relevanz verlegt und stoßen diese Publikationen gesellschaftliche Debatten an, greifen sie in aktuelle Diskurse ein oder geben sie richtungsweisende Vorschläge?
– Besticht die herstellerische Qualität der Publikationen durch Originalität, sorgfältig überlegte Typografie und eine inhaltlich adäquate Ausstattung?
– Unternimmt der Verlag besondere Anstrengungen, um die Sichtbarkeit seiner Autor*innen zu erhöhen?
– Berücksichtigt der Verlag bei seinem Veranstaltungsmanagement die Zusammenarbeit mit dem Sortiment?
– Setzt der Verlag auf neue Erlös-, Marketing- oder Vertriebsmodelle oder geht gänzlich neue Wege abseits klassischer Strukturen?
– Setzt das Verlagsprogramm ganz oder in Teilen auf die Möglichkeiten digitalen Publizierens oder geht der Verlag auch hier ganz neue Wege, etwa in Marketing und Vertrieb?
Die Bewerbung
Die Bewerbung ist bis zum 10. Juli 2026 (Datum des Poststempels) möglich.
Zum Bewerbungsformular