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„Die jüngsten Tage": Tom Müller in Lesung und Gespräch

Donnerstag, 10. Oktober 2019

20:30 UHR

Veranstaltungsort

Z-Bar

Bergstr. 2, Nähe S-Bahnhof Oranienburger Straße
10115 Berlin
www.z-bar.de

Kartenansicht
Eintritt: 8 Euro / 6 Euro

Details

Der Roman „Die jüngsten Tage“ steht auf der Shortlist für den ZDF-„aspekte“-Literaturpreis. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für das beste literarische Debüt des Jahres wird in diesem Jahr am Freitag, den 11. Oktober zum 40. Mal verliehen.

 

Inhalt

Jonathan Buck steht am Bahnsteig nach Berlin, er wartet auf den Zug. Die Mutter seines Jugendfreundes Strippe will ihn dringend sprechen, und es gibt keine Ausflucht mehr. Denn Strippe ist tot, und seine Mutter will von Jonathan hören, was war und was jetzt werden soll. Das Einzige, was Jonathan will, ist neben Elena im Bett liegen, d'Annunzio lesen, rauchen. Kalte Tomatensuppe löffeln, sich an früher erinnern, an die Berliner Nachwende-Jugend, als alles möglich schien. An Strippes Seite. Vor dreißig Jahren, im Vakuum der Wendejahre, haben sie Sinnlichkeit gesucht und neue Idole. Sie wollten Helden sein im Aufstand der Gefühle. Strippes Tod zwingt Jonathan Gericht zu halten, über sich, die Zeit und seine Träume.


Tom Müller erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die immer an die Grenzen ging, erzählt von Aufbruch und Übermut, die kein Maß kannten. "Die jüngsten Tage": eine Reise zwischen Hamburg und Berlin, Kindheitsabenteuern und Gegenwartseskapade, italienischen Dichtern und deutschen Zügen.

 

Noch einmal das wilde Leben: Freundschaft, Liebe und Tod. Erwachsenwerden ist jedenfalls keine Option, ganz egal, wie lange die Jugend vorbei ist. Tom Müllers Roman ist maßlos und verzweifelt, poetisch und komisch, und er erzählt vom unstillbaren Verlangen nach mehr als Allem - im Leben und in der Literatur. Ein wunderbares Buch.
Christoph Peters

 

 

Pressestimmen

 

Wie mühelos Tom Müller von der Lektoren- und Verlegerrolle in die des Autors wechselt, ist schon besonders.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

Ein Buch für Leser "die zu würdigen wissen, dass Literatur mehr ist als nur ein Vehikel für den geradlinigen Thesentransfer, nämlich die Kunst, Entlegenes zu verknüpfen."
Stuttgarter Zeitung

 

Jonathan läuft wie ein offenes Messer durch die Welt, weil er das Gefühl braucht, noch nicht stumpf und verrostet zu sein ... Es ist die große Stärke dieses Debüts, dass seine desillusionierende Botschaft von seiner erzählerischen Kraft in der Waage gehalten wird, man könnte auch sagen: das Erwachsene und Reife des Buches von seiner Jugendlichkeit.
Die Welt

 

Tom Müller erzählt von einem Propheten, der im dunklen Bauch einer dürftigen Wendezeit für den italienischen Dichter und protofaschistischen Verführer Gabriele D’Annunzio zu brennen beginnt. Und es sind ihm Leser zu wünschen, denen die sublime Überblendung der ästhetizistischen Flugmanöver von D’Annunzio mit den Attentätern von 9/11 nicht entgeht.
Stuttgarter Nachrichten

 

Ein Roman über eine junge Generation, die hineingetaumelt ist in die 89er Ereignisse, über den grenzenlosen Freiheitsrausch und den schmerzvollen Partykater danach. Das hat Drive, ist wild, und Tom Müller hat in seinem Debüt schon eine ganz eigene Erzählstimme.
RBB Fernsehen

 

Tom Müller, geboren 1982 in Friedrichshain, ging früh nach Trento, Porto Sant’Elpidio und Castellamare di Stabia, um Italienisch zu lernen. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Griechenland und anderen Teilen der Welt, studierte er Romanistik und Germanistik in Tübingen, Pisa und Perugia. Er war Finalist des Open Mike und Stipendiat der Jürgen Ponto-Stiftung. Er ist Mitglied der Gruppe "Arbeit an Europa", Spieler der DFB-Autoren-Nationalmannschaft, Initiator der Berliner Read Parade und Verlagsleiter des Tropen Verlags. Tom Müller lebt in Berlin. Mehr unter www.tommueller.info

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des Vereins „Freunde und Förderer des Literarischen Salons e.V.“

 

ORTDer Literarische Salon mit Britta Gansebohm in der Z-Bar

Bergstraße 2, 10115 Berlin-Mitte

Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro (für Berlin-Ausweisträger*innen & Student*innen)

Da die Platzkapazität begrenzt ist, sind Reservierungen erwünscht unter: britta.gansebohm(at)salonkultur.de oder telefonisch unter 0175- 52 70 777. Weitere Informationen unter: www.salonkultur.de und Facebook: Der Literarische Salon - das Original

Veranstalter