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WISSEN DER DICHTUNG - Science und Science Fiction

Mittwoch, 27. November 2019

19:30 UHR

Oswald Egger © gezett

Veranstaltungsort

Haus für Poesie

Knaackstr. 97
10435 Berlin
http://www.haus-fuer-poesie.org

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Eintritt: 6/4 €

Details

Lesung & Gespräch mit Aase Berg (Autorin, Stockholm) | Oswald Egger (Autor, Wien) | Moderation Asmus Trautsch (Autor, Berlin)

Der Auftakt von Teil II der Veranstaltungsreihe Wissen der Dichtung beginnt in der Zukunft, in einem Grenzbereich zwischen Dichtung und exakter Wissenschaft. Es treffen zwei Dichter aufeinander, die sich in ihrem Werk zwischen Science und Science Fiction bewegen. Es ist ein Weiterdenken der Wissenschaft mit anderen Mitteln, eine poetische Extrapolation auf Grundlage sorgfältig erhobener Daten.

Oswald Egger (geboren 1963 in Tscherms, Südtirol) ist ein solcher „Grenzgänger zwischen Literatur und Wissenschaft, zwischen bildender Kunst und Klangkunst“ (Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung). In seinen Gedichten durchstreift er eine Natur, die sich in einer biologisch-phantastischen Taxonomie allmählich auflöst. In anderen Texten betreibt er Grundlagenforschung zu den zahlreichen Wechelbeziehungen zwischen Poesie und Mathematik, die er als verwandte Denkarten auffasst.

Aase Bergs (geboren 1967) Dichtung entsteht im Rückgriff auf Strategien der Genre-Literatur: Science-Fiction, Dystopien, Horror und Trash verbinden sich mit physikalischen Theorien über die Entstehung des Universums. Ihr episches Gedicht Dark Matter ist eine Phantasmagorie voller Verwandlungen und futuristischer Permutationen. Es ist auch eine Verbeugung vor dem schwedischen Nobelpreisträger Harry Martinson (geboren 1904 in Jämshög, Südschweden, gestorben 1978 in Stockholm), der für sein futuristisches Versepos Aniara 1974 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde.

Aase Berg und Oswald Egger lesen Gedichte und sprechen mit Asmus Trautsch über die Zukunft der Dichtung, die möglicherweise gleichzeitig die Zukunft der Wissenschaft ist.

Die Veranstaltung wird schwedisch-deutsch gedolmetscht.

Gefördert aus Mitteln der Stiftung Preußische Seehandlung

Mit freundlicher Unterstützung von ECHOO Konferenzdolmetschen

Veranstalter