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Deutsch-deutsche Dichtung II - Formvollendete Landschaften

Mittwoch, 29. Januar 2020

19:30 UHR

Kathrin Schmidt und Wulf Kirsten © Dirk Skiba, Nancy Hünger © Felix Wilhelm

Veranstaltungsort

Haus für Poesie

Knaackstr. 97
10435 Berlin
http://www.haus-fuer-poesie.org

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Eintritt: 6/4 €

Details

Lesung & Gespräch mit Nancy Hünger Autorin, Erfurt | Wulf Kirsten Autor, Weimar | Kathrin Schmidt Autorin, Berlin | Moderation Michael Braun Literaturkritiker, Heidelberg

Ein nicht geringer Teil der Lyrik, die in der DDR seit den 1960er Jahren geschrieben wurde, zeichnet sich aus durch eine im Westen unüblich gewordene Formzugewandtheit. Insbesondere die Mitglieder der sogenannten sächsischen Dichterschule waren in dieser Hinsicht stilbildend. Sie entstand im Umfeld des Leipziger Literaturinstituts vor allem unter dem Einfluss des Lyrikers Georg Maurer. Zum Kern der Gruppe zählten DichterInnen wie Sarah Kirsch, Volker Braun oder Karl Mickel.

Neben dieser Hinwendung zur regelstrengen Form, in der sich ein subversives Potential entfalten konnte, lebte in der Dichterschule die Tradition des Natur- und Landschaftsgedichts fort. Auch hier war Georg Maurer – neben dem Dichter Johannes Bobrowski – durch seine theoretischen Ein- lassungen zum Thema Naturlyrik ein wichtigster Impulsgeber.

Um die Frage, wie diese beiden ineinander verschränkten Traditionslinien auch nach dem Fall der Mauer fortbestehen, soll es gehen. Eingeladen sind LyrikerInnen aus drei Generationen: der vielleicht bedeutendste „Landschafter“ Wulf Kirsten (geboren 1934 in Klipphausen), die formstrenge Kathrin Schmidt (geboren 1958 in Gotha) und die lange nach der Wende bekannt gewordene Nancy Hünger (geboren 1981 in Weimar).

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Preußische Seehandlung

Veranstalter