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»Verdammt und entrechtet. 16 Jahre Gulag und Verbannung« – Lesung & Gespräch mit Anja und Konrad Rayß

Freitag, 20. März 2020

19:30 UHR

Veranstaltungsort

Neuer Salon der Brotfabrik

Caligariplatz 1
13086 Berlin
Tel.: +49 30 471 40 01
Fax.: +49 30 473 37 77
ag(at)brotfabrik-berlin.de
http://brotfabrik-berlin.de

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Eintritt: 6,- / ermäßigt 4,- Euro

Details

Lotte Strub-Rayß (1912–2008) schrieb im Alter von 86 Jahren die aufregende Geschichte ihres Lebens. Geboren wurde sie in Kaiserslautern, wuchs in einer bürgerlichen Familie in Stuttgart auf und studierte Kunst an der Stuttgarter Kunstgewerbeschule. 1928 lernte sie den Arzt und Dramatiker Friedrich Wolf kennen und lieben. 1933 emigrierte sie in die Sowjetunion und kehrte erst 1954 nach Deutschland zurück.

Die Autobiographie von Lotte Strub-Rayß ist 2018 im Trafo Verlag erschienen und kann als bemerkenswerter Beitrag zur Dokumentation der Endzeit der Weimarer Republik betrachtet werden, als eine erschütternde Aufklärungsschrift zum Gulag und zur Verbannungspraxis in der Sowjetunion. Konrad Rayß leistet mit dem Buch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Klärung des Schicksals deutscher Politemigranten der 1930er bis 1950er Jahre.

Konrad Rayß (*1946) hat die Erinnerungen seiner Mutter herausgegeben. Er ist im Gulag in Kasachstan geboren. In der DDR absolvierte er eine Lehre als Maschinenbauer und studierte Ökonomie in Sofia. Bis 1989 war er im Außenhandel der DDR tätig.

Gelesen werden die Texte an dem Abend von Anja Rayß (*1978), der Enkelin der Autorin. Sie ist in Berlin geboren und arbeitet als diplomierte Biotechnologin.

Veranstalter