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KOOKread: Das Verschwinden der Orte - Kunst und Gentrifizierung

Dienstag, 26. Oktober 2021

20:00 UHR

Veranstaltungsort

ACUD-Studio

Veteranenstraße 21
10119 Berlin
Tel.: 030 44359497
www.acud.de

Kartenansicht
Eintritt: frei

Details

Am 26.Oktober geht es bei KOOKread im Kunsthaus ACUD um das Verschwinden der Orte. Autor Jan Brandt, die Autorinnen Annett Gröschner und Synke Köhler und Musikerin Masha Qrella lesen, performen und diskutieren mit Journalistin Julia Schell über die Veränderung der Stadt, und darüber, was das speziell für Künstler*innen und ihre Kunstbedeutet.

Die Pandemie erscheint als Katalysator für Gentrifizierungsprozesse: Veränderungen im Stadtbild wurden beschleunigt, das Sterben kleiner Lieblingsläden,  von Cafés und Bars bis hin zu Produktions- und Veranstaltungsräumen für Kunst und Kultur ist überall zu sehen. Wie gehen Künstler*innen damit um? Wie können sie für die Notwendigkeit von Frei- und Ermöglichungsräumen sensibilisieren, sie einfordern, aufbauen, politisch Druck ausüben? Was können Künstler*innen zusammen mit – oder in Opposition zu – Stadt- und Kulturpolitik aufzeigen, darstellen, verdeutlichen?

Jan Brandt kam aus Ostfriesland nach Berlin und ist Experte und Ethnologe in Sachen Kampf auf dem Berliner Wohnungsmarkt. In seinem Buch „Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt“ (DuMont, 2019) schreibt er aus persönlicher Erfahrung über die Folgen von Verdrängung und Profitmaximierung. Die Autorin und Journalistin Annett Gröschner beschreibt in ihrem aktuellen Band „Berliner Bürger*Stuben. Palimpseste und Geschichten“ (Edition Nautilus, 2020) rasante Veränderungsprozesse in Berlin, und ihre Angst, dass ihr Berlin abhanden kommt. In ihrem Roman-Debüt „Die Entmieteten“ (Satyr Verlag, 2019) erzählt Synke Köhler vom Widerstand der Bewohner*innen eines vom Abriss bedrohten Mietshauses im Osten Berlins. Es geht um Verdrängung, politische Forderungen nach einem Mietendeckel und Vorkaufsrechten für Mieter*innen und das Ende des unregulierten Wohnungsmarkts. Sängerin und Songwriterin Masha Qrella vertonte auf ihrem sechsten Album „Woanders“ (Staatsakt 2021) Gedichte des Lyrikers Thomas Brasch. Die siebzehn Songs erzählen von Entfremdung, Suche nach Orientierung und Halt, von Verlorenheit und deutscher Tristesse. Der perfekte Soundtrack für nächtliche Fahrten durch Berlin.

Am Einlass ist der Nachweis einer vollständigen Corona-Schutzimpfung, einer Genesung oder eines tagesaktuellen Tests mit Negativergebnis notwendig (3G).

Zusätzlich zur Veranstaltung vor Ort wird ein Livestream eingerichtet auf www.acudmachneu.de

Veranstalter