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Übersetzung und politisches Theater. Hanoch Levin: „Die im Dunkeln gehen“

Dienstag, 27. September 2022

20:00 UHR

Inszenierungsfoto „Das Kind träumt“ von Hanoch Levin. Foto: Jan-Pieter Fuhr

Veranstaltungsort

English Theater Berlin | International Performing Arts Centre

Fidicinstraße 40
10969 Berlin
Tel.: +40306935692
Fax.: +493069504727
tickets(at)etberlin.de
www.etberlin.de

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Details

Buchvorstellung, Szenische Lesung und Podiumsdiskussion

Szenische Einrichtung der Lesung: Johannes Wenzel Mit: Freddie Rokem, Lutz Keßler und Matthias Naumann Moderation:
Barbora Schnelle

Es lesen: Ariel Nil Levy, Ingo Tomi, Almut Zilcher

Der israelische Theaterwissenschaftler Freddie Rokem und der Übersetzer Matthias Naumann stellen das neue Buch „Die im Dunkeln gehen“ vor und diskutieren zusammen mit Barbora Schnelle (Moderation) und Antje Thoms, der Regisseurin der deutschsprachigen Erstaufführung von „Das Kind träumt“ (2018), welche Stücke Levins für deutschsprachige Bühnen und Publikum interessant sind und welche Herausforderungen sie an Übersetzung und Inszenierung stellen. In der Anthologie „Die im Dunkeln gehen“ erscheinen erstmals sechs Stücke Levins in deutscher Übersetzung (Berlin: Neofelis Verlag 2022). In einer szenischen Lesung werden „Das Kind träumt“ und weitere Stücke aus dem Buch in Auszügen vorgestellt.

Hanoch Levin (1943–1999) war der wichtigste israelische Dramatiker des 20. Jahrhunderts, dessen Werk entscheidende künstlerische und sozialpolitische Impulse für das israelische Theater brachte. Heute gehören seine Stücke in Israel zum Kanon und werden auch international immer wieder gezeigt, wohingegen viele seiner Stücke in Deutschland noch zu entdecken sind.   Mehr Infos

Die Veranstaltungen finden in deutscher Sprache statt. Die Gespräche werden ins Deutsche gedolmetscht.

Freddie Rokem ist emeritierter Professor am Department of Theatre der Tel Aviv University, wo er Dekan der Faculty of the Arts (2002–2006) war und den Emanuel-Herzikowitz-Lehrstuhl für Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts innehatte (2006–2016). Er war Gastprofessor an verschiedenen Universitäten, wie der Freien Universität Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der University of Chicago. In deutscher Übersetzung sind von ihm erschienen „Geschichte aufführen. Darstellungen der Vergangenheit im Gegenwartstheater“ (2012) und „TheaterDenken. Begegnungen und Konstellationen zwischen Philosophen und Theatermachern“ (2017). Rokem arbeitet zudem als Dramaturg und Übersetzer.

Lutz Keßler studierte nach einer kaufmännischen Lehre Theater-, Film und Medienwissenschaft in Frankfurt am Main bei Hans-Thies Lehmann. Im Anschluss arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Produktionsleiter am Masterstudiengang Dramaturgie der Goethe-Universität Frankfurt. Von 2005 bis 2008 war er als Dramaturg am Nationaltheater Weimar, von 2009 bis 2014 als Chefdramaturg am in Göttingen engagiert. Von 2017 bis 2022 war er als leitender Dramaturg am Staatstheater Augsburg tätig. In diese Zeit fiel die deutschsprachige Erstaufführung von Hanoch Levins „Das Kind träumt“. Als Lehrbeauftragter unterrichtet(e) er u. a. an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden, der Goethe Universität Frankfurt am Main, der Universität Augsburg und der Akademie für Darstellende Künste in Ludwigsburg. Außerdem ist er Absolvent des Directors Lab am Lincoln Center New York.

Initiator*innen

Matthias Naumann ist Autor, Übersetzer und Verleger. Seit 2011 leitet er den Neofelis Verlag, Berlin, in dem die Reihe Drama Panorama – Neue internationale Theatertexte erscheint. Seine Theaterstücke wurden zu den Autorentheatertagen und zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen, seit 2014 arbeitet er vor allem im Rahmen des Theaterkollaborativs Futur II Konjunktiv. Zudem übersetzt er Theatertexte aus dem Hebräischen.

Barbora Schnelle arbeitet als freischaffende Übersetzerin, Theaterkritikerin und Kulturmanagerin. 2009 gründete sie zusammen mit Antje Oegel das Projekt Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater. 2014 gründete sie das Festival des tschechischen Gegenwartstheaters in Berlin Ein Stück: Tschechien, das sie seitdem leitet und kuratiert. 

Veranstalter