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Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen

Mittwoch, 25. Januar 2023

19:00 UHR

Veranstaltungsort

Hansabibliothek

Altonaer Str. 15
10557 Berlin
Tel.: 030 9018-32156
hansa(at)stb-mitte.de
https://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/bibliotheken/hansabibliothek/

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Eintritt: Eintritt frei

Details

Alice Berend, die 1875 in Berlin geborene Schwester der Malerin Charlotte Berend-Corinth, veröffentlichte vor allem zwischen 1910 und 1920 mit großem Erfolg zahlreiche Romane, die bei S. Fischer in Auflagen von mehreren hunderttausend Exemplaren erschienen und ihr den Ruf eines »weiblichen Fontane« einbrachten. 1933 wurden ihre Bücher von den Nationalsozialisten auf die »Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums« gesetzt. Als Jüdin verfolgt, emigrierte Alice Berend 1935 über die Schweiz nach Italien, wo sie 1938 nach schwerer Krankheit mittellos starb.

In ihrem auf Wiederentdeckungen spezialisierten Moabiter AvivA Verlag hat Britta Jürgs Alice Berends Roman „Die Bräutigame der Babette Bomberling“ von 1915 wiederaufgelegt. Witzig und ironisch schildert Berend darin eine illustre Gesellschaft von reichgewordenen Kleinbürgern und verarmten Adligen, Langzeitstudenten und aufstiegsbegierigen Parvenüs – ein vergangenes Berlin, das erstaunlich aktuelle Züge trägt.

In der 2. Veranstaltung der Reihe „Auf den Spuren vergessener Schriftstellerinnen“ stellt Britta Jürgs Alice Berend und ihre im AvivA Verlag erschienenen Romane „Die Bräutigame der Babette Bomberling“, „Der Herr Direktor“ und „Dore Brandt“ vor und erzählt, wie es zur Wiederentdeckung kam.

 

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