Hier finden Sie einen Literatur-Veranstaltungskalender und ein Veranstalterverzeichnis für Berlin und Brandenburg.

PARATAXE presentation:Sieben Jahre PARATAXE & stadtsprachen magazin

Dienstag, 05. Dezember 2023

20:00 UHR

Veranstaltungsort

Kesselhaus & Maschinenhaus in der Kulturbrauerei

Schönhauser Allee 36
10435 Berlin
Tel.: 03044315100
presse(at)kesselhaus-berlin.de
www.kesselhaus.net

Kartenansicht
Eintritt: 3/5€

Details

In welchen Sprachen schreibt Berlin? Berliner Autor*innen, die in anderen Sprachen als Deutsch schreiben, lädt PARATAXE regelmäßig und an wechselnden Orten zu Gespräch, Lesung und Übersetzung ein.

Mit Alexander Delphinov & Irina Bondas, Jan Kuhlbrodt & Timm Völker sowie Ricardo Domeneck & Odile Kennel.

* Alexander Delphinov (geboren Smirnov) ist Autor, Dichter und Journalist und wurde 1971 in Moskau geboren. Er studierte Germanistik und Slawistik an der RSUH in Moskau, der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Wien und der Humboldt-Universität in Berlin. In den frühen Neunzigern nahm er an der Künstlerbewegung „Der weisse Fluss“ teil, die Häuser am Trubnaja Platz in Moskau besetzte. Außerdem war er sowohl Mitbegründer, Frontman und Textautor der Reggae-Band „Jah Division“, die heutzutage Kultstatus in Russland genießt, als auch der Punk-Reggae-Band „Podwig Gastello“, mit der er zahlreiche Auftritte in Moskau, Sankt Petersburg, Nizhnij Nowgorod, Riga u.a.m. hatte. In den Jahren 2000 und 2002 veröffentlichte er zwei Gedichtbände in Moskau und 2003 war er Gast des 3. Internationalen Literaturfestivals Berlin. Seit 2004 tritt er in Lesungen mit den Poesie-Konzepten „Gedicht-Therapie“, „Rhythm-N-Poetry“ und „WordVision“ zusammen mit den Musikern DJen und VJen in Berlin, Amsterdam, Moskau und St. Petersburg auf. Er ist Mitbegründer und Moderator des „P.A.N.D.A. Nicht nur Russisches Theater.“

* Irina Bondas wurde 1985 in Kiew, Ukraine, geboren und wohnt seit 1992 in Deutschland. Sie studierte Dolmetschen und Politikwissenschaften in Leipzig und Edinburgh. Nach Studien- und Arbeitsaufenthalten u. a. in New York, Edinburgh und Lwiw lebt sie jetzt in Berlin und arbeitet seit 2008 als freiberufliche Konferenzdolmetscherin, Übersetzerin und Autorin in den Sprachen Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch.

* Jan Kuhlbrodt, 1966 in Karl-Marx-Stadt geboren, studierte nach seiner Militärzeit bei der NVA Politische Ökonomie in Leipzig. Nach der Wende wechselte er an die Goethe-Universität Frankfurt, um dort Philosophie und Soziologie zu studieren. Von 1997 bis 2000 studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Heute lebt er als freier Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber in Leipzig.

* Timm Völker, Ende der 1980er Jahre in Halle an der Saale geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet, wenn nicht gerade unterwegs auf Konzerten, als Musiker, Sänger und Songschreiber in Leipzig.

* Ricardo Domeneck wurde 1977 in Bebedouro im brasilianischen Bundesstaat S. Paulo geboren. Es liegen Gedichte von ihm auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Katalanisch, Französisch, Niederländisch, Slowenisch, Schwedisch und Arabisch vor. Seine Lesungen und Performances fanden unter anderem in Buenos Aires, Mexiko Stadt, Paris, Brüssel, Madrid, Barcelona, Ljubljana und Dubai statt. Seine Arbeit befasst sich auch mit der Grenze zwischen Textualität und Oralität sowie Video Art, was beispielsweise im Museu de Arte Moderno in Rio de Janeiro, im Museo Reina Sofía in Madrid, im Museo Experimental El Eco in Mexiko Stadt und der Akademie der Künste in Berlin gezeigt werden konnte. Er hat Texte von Hans Arp, Friederike Mayröcker, Frank O’Hara, Jack Spicer, Harryette Mullen, Rosemarie Waldrop und Ezequiel Zaidenweg ins Portugiesische übersetzt. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Berlin. Auf Deutsch erschien 2013 beim Verlagshaus J. Frank in Berlin eine Gedichtauswahl unter dem Titel „Körper: ein Handbuch“, übersetzt von Odile Kennel. Sein letztes Gedichtbuch erschien 2014 in Barcelona bei Kriller71 Ediciones unter dem Titel „Ciclo del amante substituible“ in der spanischen Übersetzung von Aníbal Cristobo. Derzeit ist die Übersetzung einer Auswahl seiner Gedichte ins Niederländische in Arbeit.

* Odile Kennel lebt als Lyrikerin und als Übersetzerin vorwiegend zeitgenössischer Lyrik aus dem Französischen, Portugiesischen, Spanischen, Englischen in Berlin. Sie schreibt auf Deutsch und Französisch und lädt gerne weitere Sprachen in ihre Texte ein. In ihrem Essai Lust (2021) und ihrem Gedichtband Hors Texte (2019) lotet sie den Raum zwischen Text und Sex aus und lässt Sprachen einander hinterhersteigen. Ihr erster Gedichtband oder wie heißt diese interplanetare Luft erschien 2013 bei dtv, ebenso wie zwei Romane, Was Ida sagt (2011) und Mit Blick auf See (2017). Für letzteren war sie für den Alfred-Döblin-Preis nominiert. 2022 erhielt sie den Paul-Scheerbart-Preis für ihre Lyrikübersetzungen. Lust war 2023 auf der Shortlist für den Preis der Bücherfrauen. Im Herbst 2023 erscheint ihr Gedichtband irgendetwas dazwischen beim Verlagshaus Berlin.

Veranstalter