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Architekturführung mit Kunsthistoriker Dr. Peter Lemburg „150 Jahre St.-Thomas-Kirche – Denkmal & Spiegelbild der Geschichte“

Samstag, 29. Juni 2024

16:00 UHR

Foto: Andreas Beckermann

Veranstaltungsort

St.-Thomas-Kirche am Mariannenplatz

Bethaniendamm 23
10997 Berlin
freundesverein.st.thomas(at)googlemail.com
http://www.stthomas-berlin.de/

Kartenansicht
Eintritt: Frei

Details

Dr. Peter Lemburg studierte Kunstgeschichte an der FU Berlin und wurde dort 1989 mit einer Arbeit zu dem Architekten Friedrich Adler promoviert.

1988 trat er in den Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg ein, war dort 25 Jahre lang bis 2021 im Vorstand, unter anderem als Schriftführer, tätig. Er betreute das Archiv des Vereins und war langjähriges Mitglied des Schinkelausschusses zur Verleihung des Schinkelpreises. 2009 erhielt er die Schinkelmedaille des Vereins, im Oktober 2021 wurde er Ehrenmitglied. Er ist Ehrenmitglied des Freundesvereins St.-Thomas-Kirche e.V.

Die St.-Thomas-Kirche bzw. Thomaskirche der Evangelischen Kirchengemeinde St. Thomas im Kirchenkreis Berlin Stadtmitte, am nördlichen Ende des Mariannenplatzes im Berliner Ortsteil Kreuzberg gelegen, ist ein spätklassizistischer Kirchenbau aus dem 19. Jahrhundert. St. Thomas war etwa der geografische Mittelpunkt der dicht besiedelten Luisenstadt Berlins. Zur Zeit ihrer Erbauung war die Kirche mit 3000 Plätzen der größte Sakralbau Berlins und die St.-Thomas-Gemeinde mit ca. 150.000 Mitgliedern eine der größten evangelischen Gemeinden der Welt.

Der Gebäudegrundriss besitzt die Form eines lateinischen Kreuzes. Im Zentrum erhebt sich eine 56 m hohe Kuppel, in Richtung des Mariannenplatzes befinden sich zwei 48 m hohe Türme.

Der Name St. Thomas bezieht sich auf den Apostel Thomas.

Die Thomaskirche wurde zwischen 1865 und 1869 durch den Architekten Friedrich Adler, einen Schüler Friedrich August Stülers, im Auftrag der Berliner Stadtverwaltung errichtet. Für den Architekten stellte der Bau, der ihn deutschlandweit bekannt machte, den Durchbruch für seine Karriere dar.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden bei einem alliierten Luftangriff am 22. November 1942 die Chorfenster und die östliche Empore der Kirche zerstört. Die Ausstattung ging während des Krieges und in den ersten Nachkriegsjahren vollständig verloren. Der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1956 und 1963 durch Werner Retzlaff und Ludolf von Walthausen. Die Fassade wurde dabei nach historischen Vorlagen rekonstruiert, der Innenraum erfuhr dagegen einige Veränderungen.

Nachdem die Kirche 1985 wegen Asbestverseuchung und 1998 wegen einer erneuten Sanierung der Fassade geschlossen werden musste, ist das Gotteshaus seit 1999 wieder geöffnet.

150 Jahre St. Thomas-Kirche 1869–2019

Am 21. Dezember 2019 feierte die Gemeinde die 150. Wiederkehr der Eröffnung der Kirche (21. Dezember 1869) mit einem Festgottesdienst. Gastprediger war Bischof Christian Stäblein. Eine Ausstellung im Innenraum stellt die Thomaskirche im Wandel der Zeit dar. Unter dem Motto „Eins.Getrennt.Vereint“ wird gleichzeitig an 30 Jahre der Maueröffnung erinnert.

Seit Anfang 2023 stellt der Evangelische Kirchenkreis Berlin Stadtmitte die Kirche der Letzten Generation für Gruppentreffen, Ankündigungen und Pressekonferenzen zur Verfügung. Bereits seit 2021 wird das Kirchengebäude auch wiederholt für profaneMusikveranstaltungen genutzt.

Veranstalter