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Der Kampf um das Internet

Dienstag, 09. Juli 2024

13:00 UHR

Veranstaltungsort

Bezirkszentralbibliothek "Mark Twain"

Marzahner Promenade 55
12679 Berlin
Tel.: +493054704-154
bibl.service(at)ba-mh.berlin.de
www.berlin.de/bibliotheken-mh

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Eintritt: frei

Details

Die nichtkommerzielle Digitalwelt

Wie mit Mastodon, Signal, Wikipedia & Co. ein freieres und freundlicheres Internet entsteht
Jenseits der Silicon-Valley-Welt von Google, Meta und Amazon gibt es einen kleinen, feinen Kosmos nichtkommerzieller Digitalprojekte. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia zählt etwa dazu, der Messenger Signal, die Twitter-Alternative Mastodon, der Browser Firefox oder das Kartenprojekt OpenStreetMap. Vieles ist dort anders: Die Beteiligten sitzen oft nicht in den USA, sondern in Europa, vor allem im deutschsprachigen Raum. Sie treibt die Freude an, der Menschheit etwas Nützliches zur Verfügung zu stellen – und nicht der Zwang, Gewinne zu erwirtschaften. Die Projekte arbeiten transparent und müssen weder mit Geld noch mit Daten bezahlt werden. Wie funktioniert diese nichtkommerzielle Digitalwelt, wer sind die zehn wichtigsten Vertreter und wie kann man die Projekte nutzen oder sich gar aktiv beteiligen?

Mehr Freiheit und mehr Demokratie waren die großen Versprechen des Internets. Doch inzwischen konzentriert sich die Macht bei einigen wenigen Tech-Giganten. Dabei bietet das Netz selbst eine Lösung, um sein ursprüngliches Freiheitsversprechen zu bewahren: die nichtkommerzielle digitale Gegenwelt. Zu ihr zählen etwa die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die Twitter-Alternative Mastodon, der Browser Firefox oder der Messenger Signal. Es liegt an uns, wie stark wir die digitalen Herausforderer machen.

In aufwendig recherchierten, so informativ wie unterhaltsam geschriebenen Porträts stellt Stefan Mey die Protagonist*innen, Ziele, Strategien und Geschäftsmodelle der digitalen Gegenwelt vor. Von ihnen gibt es weitaus mehr, als wir gewöhnlich denken. Sie sind die digitalen Gegenstücke von Greenpeace, Attac oder Amnesty International und formen die digitale Zivilgesellschaft. Um das Internet besser, fairer und freier zu machen, muss man nicht Informatik studieren, kein Start-up gründen und auch kein Hacker sein. Ist das der Beginn einer kleinen Revolution?

Rezensionen zum Buch:

Es ist „gut, wenn jemand den Blick auf die scheinbar kleiner werdenden Räume zwischen Amazon, Google, Meta, Microsoft und Apple richtet.“
FAZ, 7.11.23

„Mey erklärt, wie man diese nichtkommerziellen Plattformen und Programme nutzen kann, wirklich sehr verständlich und so gut, dass man am liebsten sofort einsteigen möchte.“
Deutschlandfunk Kultur, Studio 9, 10.11.23 (PDF-Version)

„… auch IT-Kenner dürften aus diesem Buch so manches Neue lernen – schließlich denken technisch orientierte IT-ler eher selten über Organisationsstrukturen, Finanzierungsmodelle und die Welt der Open-Source-Lizenzen nach.“
c’t, 27/23

„Sein Buch ist ein Hybrid, sowohl für Neulinge geeignet wie für Nutzer, die vielleicht schon ein bisserl antikommerziell unterwegs sind, und Tipps sowie Hintergrundinformationen hier finden.“
Culturmag, 1.12.23

„Und ihre Theorie, ihre Hintergründe [der alternativen Digitalwelt] leuchtet Stefan Mey in höchst anregender und sehr gut lesbarer Form aus.“
Deutschlandfunk, Andruck, 4.12.23

„In seinem Buch zeigt der erfahrene IT-Journalist auf, wie vielfältig und lebendig die Gegenwelt ist, die Wikipedia und Mastodon, Linux, Signal und viele andere Projekte erschaffen. Ein aufklärerisches Buch, notwendig ist es auch.“
P.M. Magazin, 12/23

„Das Buch regt auch an, die Gegenwelt selbst zu erkunden und sogar mal einen Baum auf Openstreetmaps einzuzeichnen.“
FuturZwei, Heft 27

„… eine Einladung, die digitale Gegenwelt im Internet ganz bewusst zu stärken und mitzumachen bei der Revitalisierung eines weltweiten Netzes, das nicht von ein paar scheinheiligen Konzernen beherrscht wird.“
Leipziger Zeitung, 18.12.23

„Beim Lesen wird klar, dass Mey viel von der Idee hält, die Machtstrukturen im Netz umzukrempeln. Unkritisch wird er dadurch aber nicht …“
t3n, 1/24

„ein lesenswertes Buch“
WOZ, 5/24

„Das muss man mindestens zwei- bis dreimal lesen, weil es so voll mit interessanten Fakten ist, dass man sich das nach einmal auf gar keinen Fall merken kann.“
TRUST (Hardcore-Punk-Magazin)

Der Autor stellt sich vor:

Ich bin freier Technologiejournalist, komme aus Halle/Saale und wohne in Berlin. Ich bin kein Informatiker und interessiere mich eher nicht für die Eleganz von Quellcode und die Schönheit von Bits & Bytes. Stattdessen schaue ich auf gesellschaftspolitische Fragen: Wie wirkt sich die Technologie auf unser Leben, auf Politik und Gesellschaft aus? Wie ist die wirtschaftliche Macht verteilt und welche alternativen digitalen Modelle gibt es?

Ich arbeite für verschiedene Online- und Printmedien, ich habe ein Sachbuch über das Darknet und über das nichtkommerzielle Internet geschrieben, halte Vorträge und gebe Workshops.

Technologie ist kompliziert, lässt sich aber oft einfach erklären, auch ohne komplizierte Fachbegriffe. Ich orientiere mich bei meiner Arbeit an der Empfehlung des analogen Uralt-Philosophen Schopenhauer: „Man brauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge.“

Anmeldung erbeten unter Telefon 54 704 142 oder per Mail an Renate Zimmermann.

Eintritt frei, Austritt: eine Spende an den Förderverein Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. zur Mitfinanzierung der Veranstaltung.

Bei einigen Veranstaltungen in der Stadtbibliothek machen wir Fotos und/oder Videos, die ggf. auf unserer Webseite, denen unserer Partner, Facebook oder Instagram veröffentlicht werden.

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