Hier finden Sie einen Literatur-Veranstaltungskalender und ein Veranstalterverzeichnis für Berlin und Brandenburg.

wir erkunden die stunden des tages wie fremde planeten

Montag, 15. Juli 2024

17:00 UHR

Veranstaltungsort

Bezirkszentralbibliothek "Mark Twain"

Marzahner Promenade 55
12679 Berlin
Tel.: +493054704-154
bibl.service(at)ba-mh.berlin.de
www.berlin.de/bibliotheken-mh

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Eintritt: frei

Details

Wir laden Sie herzlich ein zur Lyrik-Lesung am 15.07.2024 im Rahmen des Poesiefestivals Berlin

Mit: Maud Ruget, Patrick Klösel, Raphael Koranda und dem U8-Kollektiv (Laurence Barbasetti und Rabab Haidar)
Moderation: Cleo Wächter

Poetische Spuren und Verweise auf Vergangenes und Kommendes, denen wir folgen, die im Entstehen sind und beim Wachsen beobachtet werden können: Das U8 Kollektiv tritt mit seinen Aktionen ab 17 Uhr im Innenhof der Mark-Twain-Bibliothek in den direkten Dialog mit seiner Umgebung. Lyrische Kreide-Texte, die im Stadtraum, auf der Straße und Plätzen auf Resonanz stoßen, verschiedene Perspektiven ermöglichen, nah- und erfahrbar bleiben, bis zum nächsten Regenschauer. So flüchtig dies auch sein mag, führen uns die Texte zu weiteren lyrischen Ansätzen, die ab 18 Uhr von Maud Ruget, Patrick Klösel und Raphael Koranda vorgetragen werden.

Anmeldung erbeten unter Tel.: (030) 54704142 oder per Mail an Inés Bartel

Eintritt frei, Austritt: Spende an den Förderverein der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf e.V. zur Mitfinanzierung der Veranstaltung

Bei einigen Veranstaltungen in der Stadtbibliothek machen wir Fotos und/oder Videos, die ggf. auf unserer Webseite, denen unserer Partner, Facebook oder Instagram veröffentlicht werden.

Das U8 Kollektiv

ist ein in Berlin ansässiges Poesiekollektiv, das Dezember 2021 von den Lyrikerinnen Laurence Ermacova und Neïtah Janzing gegründet worden ist. In Anlehnung an die U-Bahn-Linie U8, die Berlin von Norden nach Süden durchquert und durchmischt, möchte das Kollektiv durch öffentliche Aktionen in Dialog mit der Stadt treten, in der Überzeugung, dass Poesie die Kraft hat, Orte zu verändern.
Laurence Ermacova verfasst Poesie auf Französisch und Deutsch. In ihrem literarischen Schaffen durchstreift sie die Grenzlinie, die sich zwischen den Sprachen zieht, schlägt Breschen, um die Worte der einen in die der anderen gleiten zu lassen, und somit übt sich diskret in der Kunst des Schmuggelns. 2021 erhielt sie das Recherchestipendium nichtdeutschsprachiger Literatur des Berliner Senats. Sie ist Mitglied des Netzwerks französischsprachiger Autorinnen in Berlin und engagiert sich für das Künstler*innenkollektiv Literatur für das, was passiert. Mit der Lyrikerin Neïtah Janzing gründete sie 2021 das „U8 Kollektiv”, um poetische Aktionen im öffentlichen Raum zu organisieren. Zuletzt erschienen: „États de mes lieux – gesammelte gedichte” (Éditions du Bunker, Paris 2024).
Rabab Haidar, eine syrische Autorin und Übersetzerin, erlebte die syrische Revolution hautnah mit, ein Ereignis, das ihr Schreiben stark beeinflusst hat. Ihr erster Roman, „Land der Granatäpfel“, wurde 2012 in Damaskus veröffentlicht, mitten in der Revolution, die sich in einen Krieg verwandelte. Diese turbulente Zeit in ihrem Heimatland wurde zur Kulisse für ihr Schreiben, das sie als „einen Akt des Überlebens und der Erinnerung“ beschreibt. Ihre Texte, Erzählungen und Prosastücke erzählen von der Welt in Zeiten der Ungewissheit, des Verlusts und der Angst und erforschen die Kraft, die in der Zerbrechlichkeit liegt. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Magazinen und Websites veröffentlicht und zeichnen sich durch ihre Reime und Beats aus, die auf Kontrasten und Widersprüchen aufbauen, die aufeinanderprallen und zusammenlaufen. Ihr 2017 erschienener Text mit dem Titel „Ein Bericht, der nicht über den Krieg traurig sein wird“ erregte Aufmerksamkeit und wurde in Deutschland bei Weiter Schreiben und die Zeit 10 nach 8 veröffentlicht. Im Jahr 2019 erhielt sie das Heinrich-Böll-Stipendium für Schriftsteller, was zu ihrem Umzug nach Deutschland führte, wo sie derzeit in Berlin wohnt.

Raphael Koranda

Seine literarische Arbeiten bewegen sich zwischen dem Englischen und Deutschen, und dem Digitalen und Analogen. Raphael’s Texte und Selbstübersetzungen sind in verschiedenen Anthologien und Magazinen erschienen, und wurden zuletzt in der Galerie im Turm und im Literarischen Colloquium Berlin ausgestellt. Raphael ist Lyrikredakteur*in bei Sand Journal.

Patrick Klösel

geboren 1995, ist bei Bamberg aufgewachsen und lebt in Berlin. Mit Triadic Closure war er Finalist beim 29. open mike des Hauses für Poesie 2021. Er promoviert in Berlin und Potsdam zu Methoden der Klimafolgenforschung und schreibt Lyrik und Prosa. Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Zuletzt erschienen: „Fragebogen für Autor*innen” in „IDIOME 16” (Klever Verlag Wien 2023) und „Theorie des Parmesanen” (Gedicht) in „Jahrbuch der Lyrik 2023” (Schöffling & Co Frankfurt am Main 2023).

Maud Ruget

geboren 1990 in Dijon (Frankreich), lebt seit 2016 in Berlin. Sie schreibt auf Französisch, Deutsch und Englisch. Ihre Arbeit nimmt verschiedene Formen (Prosa, Hörspiel, Poesie) an. Ihre Interessenschwerpunkte sind Zoo- und Ökopoetik und das posttraumatische Schreiben. Sie erhielt ein Stipendium der Association Beaumarchais. Im Sommer 2023 war sie die Kandidatin Frankreichs in der Kategorie Literatur bei den Spielen der Frankophonie. Zuletzt erschienen ihre zwei Gedichte „Origine” und „der Mythos” im dreisprachigen Lyrikband „Brabbeln, Babillages,Balbucear” in einer deutschen Übersetzung von Julia Dorsch (Siesta Verlag Berlin 2023).

Veranstalter