Das alte Gesindehaus des ehemals Achim von Arnimschen Gutes im uckermärkischen Friedenfelde gibt seine Geheimnisse preis: Während der Sanierung aufgetauchte Fundstücke erzählen von Schicksalen der Menschen, die hier einst lebten. Wer war 1980 mit Hauptstadtverbot im Dorf gestrandet? Wem gehörte das Amtsstubenbild Walter Ulbrichts? Was erlebte Olga Garn kurz nach dem Krieg in der Uckermark? Welche verbotenen Texte lasen die letzten von Arnims während der NS-Zeit? Welcher Friedenfelder berichtete vom vermeintlichen Attentat auf Erich Honecker? Wie kam ein karibischer Sklave im 18. Jahrhundert nach Friedenfelde?
Mit zahlreichen Lesestellen, Bildern und Artefakten lädt der Autor zu einer spannenden Reise durch die deutsche Geschichte und Regionalgeschichte ein. Das Gesindehaus Friedenfelde nimmt am 14. September 2025 am Tag des Offenen Denkmals teil.
Kurzvita
Axel Lawaczeck, geboren 1969 in Göttingen, nach Abitur und Marinezeit Studium Grafik-Design an den Hochschulen für Bildende Künste in Kiel und Braunschweig. Seit 2010 lebt er in der Uckermark und Berlin. Im Herbst 2021 kam sein Antikriegsroman „Fuchsrot und Feldgrau“ heraus, nominiert für den Uwe-Johnson-Förderpreis und ausgezeichnet mit der Verlagsprämie des Freistaats Bayern. 2023 erschien der Erzählband „Das Leben zwischen den Stürmen – ziemlich wahre Erzählungen“, 2025 sein zweiter Roman „Über allem der Gesang des Pirols – Uckermärkische Zeiten“. Der Roman nach wahren Begebenheiten wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. 2024 erhielt Axel Lawaczeck den Ehm-Welk-Literaturpreis der Uckermark.