Diesen Abend werden wir nur gemeinsam ertragen können. Einem Buch zu einem solchen Thema begegnet man vorsichtig und bestenfalls in einem gut gefüllten Zuschauerraum.
Der Autor Daniel Haas weiß, wovon er schreibt. Sein Thema ist nicht angelesen und ausrecherchiert, sondern erlebt. Er gibt sich preis, riskiert einiges an Fehlern und Einsichten – und gerade diese Offenheit tut so gut.
Daniel Haas hat alles verloren – den Job, die Partnerin, Freunde, eine Perspektive für die Zukunft. Und dann nimmt sich die Mutter das Leben, nachdem schon der Vater Suizid begangen hatte. Haas beginnt Fragen zu stellen: Wie ist man bloß in diese Situation hineingeraten? Und wie findet man wieder heraus? Er begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung der Einsamkeit, die sich als Leitmotiv durch seine Familiengeschichte zieht. Er beschreibt, wie er sich durch Groll, Ängste, Selbstzweifel und Misstrauen immer wieder selbst isoliert hat, bis er schließlich begreift, worauf es ankommt.
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 12€
Moderation: Felix Palent