Brecht hatte es nicht immer leicht in den USA, wohin er 1941 vor dem Faschismus geflohen war. Zwischen Hollywoodstars und Henkern, Mafiosi und Monopolisten erfuhr er bald die Grenzen seiner wiedergewonnenen Freiheit. Nachdem er im Oktober 1947 vor dem US-Kongress verhört wurde, rettete er sich vor seinen Rettern mit einer letzten Fluchtaktion: zurück nach Europa. Das diesjährige Sommerfest macht diese Ereignisse mit lyrischen Interventionen, Museumsführungen, Musik und unbekannten Schätzen aus dem Archiv zum Thema. Am Abend ist Brechts verschlagener Auftritt vor dem »Komitee für unamerikanische Umtriebe« nochmals auf der Bühne zu erleben: viel Marx, eher Groucho als Karl. Anschließend tragen Lesepat:innen in der Geisterstunde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof Texte von Künstler:innen vor, die dort bestattet sind.