Im Rahmen der Literaturaktion "Berlin liest ein Buch" (24.05.-07.06.2026) liest Daniela Dröscher aus ihrem Roman "Lügen über meine Mutter". Der Roman widmet sich in besonderem Maße der Beziehung zwischen Mutter und Tochter – als ein Schlüssel zu vielen Phänomenen unserer Gegenwart. Organisiert wird die Aktion "Berlin liest ein Buch" vom Landesverband Berlin des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) gemeinsam mit den Radiowellen radioeins und radio3 vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).
In "Lügen über meine Mutter" erzählt Daniela Dröscher von einer Kindheit im Hunsrück der 1980er Jahre: Ihr kindliches Alter Ego muss miterleben, wie der Vater das Übergewicht der Mutter für alles verantwortlich macht, was ihm versagt bleibt. Er treibt diese Lüge so weit, zu behaupten, die Leibesfülle seiner Frau behindere seine Karriere. Aber was ist damals wirklich passiert? In Daniela Dröschers "Kammerspiel namens Familie" spiegeln sich Themen wie Feminismus, Patriarchat, Sorgearbeit, gesellschaftlicher Aufstieg und die Aufopferung der Mütter in zugleich bewegender wie kunstvoller Weise.
Daniela Dröscher, Jahrgang 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Essays und Theatertexte. Ihr Romandebüt "Die Lichter des George Psalmanazar" erschien 2009 im Berlin Verlag, es folgten der Erzählband "Gloria", der Roman "Pola" sowie das Memoir "Zeige deine Klasse. Die Geschichte meiner sozialen Herkunft" bei Hoffmann & Campe. Sie wurde u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) und einer Residenz in der Villa Kamogawa, Kyoto ausgezeichnet.
Am 29. Mai liest Daniela Dröscher um 18 Uhr in der Helene-Nathan-Bibliothek "Lügen über meine Mutter".
Eine Anmeldung ist erforderlich unter:
info@stadtbibliothek-neukoelln.de | (030) 90239 4313
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.