Der neue Bereich unseres Portals macht es sich zum Anliegen, die internationalen Literaturszenen Berlins zu kartographieren, die handelnden Personen und ihre Schauplätze sichtbar und zugänglich zu machen. 
Die Entstehung der Rubrik wurde durch eine Förderung des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht. 

Carla Bessa

Autor/In

Übersetzer/In

© Carla Bessa

Steckbrief

Geboren am: 2.10.1967
Geburtsort: Rio de Janeiro
Geburtsland: Brasilien
Lebt in: Berlin, Prenzlauer Berg


Ausgangssprache: Deutsch
Zielsprache: Brasilianisch, Portugiesisch
Arbeitssprache: Brasilianisches Portugiesisch

Vita

Carla Bessa wurde 1967 in Rio de Janeiro geboren. Sie studierte Schauspiel in der Universität von Rio de Janeiro und an der Casa de Artes de Laranjeiras. 1991 kam sie nach Deutschland und arbeitete zunächst im Theaterbereich. Seit 2013 ist sie als Literaturübersetzerin - Max Frisch, Christa Wolf und Ingeborg Bachman u. a - und Autorin tätig.
Sie veröffentlichte eine Novelle (2021) und zwei Erzählbände (2017 und 2019), von denen der letzte, „Urubus“ (Aasgeier), 2020 mit den zwei wichtigsten Literaturpreisen Brasiliens ausgezeichnet wurde: dem Prêmio Jabuti (1. Platz) und dem Prêmio Literário Biblioteca Nacional (2. Platz).
"Urubus" erscheint auf Deutsch in der Übersetzung von Lea Hübner im August 2021 beim Transit Verlag. "Aí eu fiquei sem esse filho"wird ins Griechische übersetzt und erscheint ebenso 2021 beim Skarifima Verlag aus Athen. 
Einige ihrer Kurzgeschichten erschienen in Anthologien in Brasilien, Deutschland (Stadtsprachen Magazin) und England (Brazilian Translation Club). 
Außerdem schreibt sie regelmäßig Buchrezensionen für die Literaturzeitung Jornal Rascunho und für das Londoner Onlinemagazin Capitolina Revista.

Rascunho


Capitolina Revista 


 

6 Fragen

Was hat Sie nach Berlin verschlagen? Die Liebe? Der Zufall? Die Weltpolitik?

Der Zufall, in der Tat. Eigentlich wollte ich nach Frankreich, habe aber in Dänemark Arbeit in Deutschland gefunden.


An Berlin liebe ich:

Kein Auto haben zu müssen.


In Berlin vermisse ich:

Nichts.


Ein Lieblingsort in Berlin:

Meine Hängematte in meinem Arbeitszimmer.


Sind Sie in Berlin ein anderer Mensch, eine andere Autorin, ein anderer Autor als im Land Ihrer Herkunft? Inwiefern?

Ich bin immer mal wieder ein anderer Mensch.


Ein literarisches Werk, das ich gern geschrieben hätten:

Hamlet

Würdigung

2020: 1. Platz beim Prêmio Jabuti, Kategorie Kurzgeschitensammlung, für den Erzählband "Urubus". Der Prêmio Jabuti ist die wichtigste Literaturauszeichnung Brasiliens.


2020: 2. Platz beim Prêmio Literário Biblioteca Nacional, Kategorie Kurzgeschitensammlung, für den Erzählband "Urubus". 


2019 3. Platz beim Festival Off-Flip de Literatura, Kategorie Kurzgeschichte, für die Kurzgeschichte "Urubus"


2020 4. Platz beim Festival Off-Flip de Literatura, Kategorie Lyrik, für das Gedicht "Virginia"

Werk

Veröffentlichungen in deutscher Sprache

Originalwerke

Minha Murilo

Editora Urutau Rio de Janeiro, 2021 Novelle

Aí eu fiquei sem esse filho

Oito e meio, Rio de Janeiro, 2017 Kurzgeschichten

Urubus

Confraria do vento, Rio de Janeiro, 2019 Kurzgeschichten

Übersetzte Werke

Das Leben nehmen – Suizid in der Moderne

WMF Martins Fontes / São Paulo, 2019 Sachbuch

Lola macht Schlagzeilen

WMF Martins Fontes / São Paulo, 2017 Kinder- und Jugendliteratur

Silber – das zweite Buch der Träume

WMF Martins Fontes / São Paulo, 2016 Jugendliteratur

Silber - das erste Buch der Träume

WMF Martins Fontes, 2015 Kinder- und Jugendliteratur

Medea

Editora Estação Liberdade, 2013 Belletristik

Silber – das dritte Buch der Träume

WMF Martins Fontes / São Paulo, 2018 Kinder- und Jugendliteratur

Malina

Editora Estação Liberdade, 2016 Belletristik

Hier kommt Lola!

WMF Martins Fontes, 2015 Kinder- und Jugendliteratur

Mein Name sei Gantenbein

Editora Estação Liberdade, 2014 Belletristik