Alexandre DuSade

Alexandre Dusade
© alexandre dusade

Steckbrief

Pseudonym: Alexandre DuSade
geboren am: 20.2.1976
geboren in: Kleve, NRW
lebt in: Kleve, Kleve

Vita

Alexandre Dusade ist das Pseudonym eines deutschen Schriftstellers. Seine Werke bewegen sich vorwiegend im Bereich der düsteren Phantastik und Unterhaltungsliteratur und verbinden Elemente aus Horror, Gothic, Erotik und historisch geprägter Fiktion. Veröffentlichungen des Autors erscheinen unter anderem beim Redrum Verlag.


Literarisches Schaffen

Dusades Texte sind überwiegend von einer düsteren und teilweise provokanten Darstellung menschlicher Abgründe geprägt. Wiederkehrende Motive sind Moral und deren Überschreitung, Gewalt, Sexualität, gesellschaftliche Tabus sowie das Verhältnis zwischen menschlicher Natur und gesellschaftlichen Normen.


Dabei greift Dusade sowohl auf historische als auch auf phantastische Motive zurück. Insbesondere Vorstellungen von Libertinage, Dekadenz und Gothic finden Eingang in seine Arbeiten.


Ein weiteres wiederkehrendes Element ist die Beschäftigung mit Figuren, die sich außerhalb gesellschaftlich akzeptierter Moralvorstellungen bewegen. Täter, Außenseiter und moralisch ambivalente Charaktere werden dabei nicht ausschließlich über ihre Handlungen, sondern auch über ihre Beweggründe und ihr gesellschaftliches Umfeld dargestellt.


Veröffentlichungen
Soledad

Der Roman Soledad erschien 2025 bei Redrum Activity. Im Mittelpunkt steht die titelgebende Soledad, die nach einer Erbschaft nach London kommt und dort in eine von Liebe, Vampirismus und Gewalt bestimmte Welt gerät.


Die Metze

Mit Die Metze veröffentlichte Dusade ein weiteres Werk bei Redrum Books.


Stil und Themen

Charakteristisch für Dusades literarische Arbeiten ist die Verbindung historischer und phantastischer Stoffe mit der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Tabus. Seine Geschichten beschäftigen sich wiederholt mit der Frage, in welchem Verhältnis Moral, menschliche Triebe und gesellschaftliche Regeln zueinander stehen.


Eine besondere Rolle spielt dabei die Idee der Grenzüberschreitung. Moralische Kategorien werden innerhalb der Geschichten häufig nicht als unveränderliche Größen behandelt, sondern durch die Perspektive der jeweiligen Figuren hinterfragt.


Neben seinen fiktionalen Arbeiten beschäftigt sich Dusade unter dem Titel Dusades Kompendium mit kulturhistorischen und philosophischen Themen. Dazu gehören unter anderem Libertinage, historische Vorstellungen von Moral, gesellschaftliche Normen sowie die Faszination für historische und kriminalgeschichtliche Figuren.

Aktuelles

Dusades Kompendium – Gedanken aus dem Zirkus der Verderbtheit

Dusades Kompendium ist eine fortlaufende literarisch-philosophische Reihe des Autors Alexandre Dusade, die sich mit den dunklen, widersprüchlichen und oftmals unbequemen Seiten des menschlichen Wesens beschäftigt. Dabei versteht sich das Kompendium weder als wissenschaftliche Abhandlung noch als moralische Belehrung. Vielmehr greift es historische, gesellschaftliche und philosophische Themen auf, um daraus Fragen an den Menschen der Gegenwart entstehen zu lassen.


Im Mittelpunkt steht dabei immer wieder ein Gedanke: Wie viel Zivilisation liegt tatsächlich zwischen dem Menschen und seinen ursprünglichen Begierden – und wie viel davon ist lediglich Fassade?


So beschäftigt sich das Kompendium mit der Libertinage des 18. Jahrhunderts und dem Marquis de Sade ebenso wie mit Aleister Crowley, Anton LaVey, dem Hellfire Club oder der kulturellen Vorstellung Satans. Religion, Moral und Gesetz werden dabei nicht nur als ordnende Kräfte betrachtet, sondern auch hinsichtlich der Frage, wer ihre Grenzen definiert und weshalb gerade das Verbotene eine solche Faszination auf den Menschen ausübt.


Andere Beiträge widmen sich den sieben Todsünden, dem Vampir als Sinnbild menschlichen Hungers, historischen Gestalten und Verbrechen, unserer Faszination für das Abscheuliche oder der Frage, ob das vermeintliche Monster womöglich weniger außerhalb als innerhalb des Menschen zu suchen ist. Auch gesellschaftliche Themen gehören dazu: die Masken, die wir im Alltag tragen, die Erwartungen anderer, die unser Handeln beeinflussen, und die groteske Erkenntnis, dass wir die Gesellschaft gerne aus sicherer Entfernung kritisieren, obwohl wir selbst ihre Akteure sind.


Der Mensch erscheint dabei gleichermaßen als Voyeur und Darsteller, Richter und Angeklagter, Publikum und Artist.


Die Verbindung zu den Büchern von Alexandre Dusade

Damit bildet Dusades Kompendium eine gedankliche Ergänzung zu Dusades literarischem Schaffen.


Während die Romane und Erzählungen diese Themen durch Figuren, Schicksale und historische oder fantastische Welten erfahrbar machen, tritt das Kompendium einen Schritt aus der Geschichte heraus und betrachtet jene Fragen unmittelbar, die hinter vielen dieser Geschichten stehen.


Moral und Begierde.
Macht und Abhängigkeit.
Religion und Sünde.
Gesellschaft und Außenseitertum.
Tod und Vergänglichkeit.
Das Monster und der Mensch.


Die Bücher erzählen davon.


Das Kompendium fragt, warum es uns betrifft.


So entsteht eine Verbindung zwischen Literatur und Reflexion: Ein Roman kann den Leser mit einer Figur in den Abgrund führen; das Kompendium richtet anschließend den Spiegel auf und fragt, weshalb uns dieser Abgrund überhaupt fasziniert.


Gerade darin liegt auch die Verbindung zum wiederkehrenden Motiv des „Zirkus der Verderbtheit“. Die Manege wird zum Sinnbild der menschlichen Existenz. Wir tragen Masken, erfüllen Rollen, betrachten die Vorstellungen anderer und führen gleichzeitig unsere eigene auf. Gesellschaft, Moral und Konvention bilden die Kulissen – doch hinter dem Vorhang wartet stets derselbe Hauptdarsteller:


der Mensch.


Dusades Kompendium erweitert damit die Bücher von Alexandre Dusade nicht um notwendige Erklärungen. Die Geschichten sollen für sich selbst stehen. Das Kompendium eröffnet vielmehr einen zusätzlichen Raum innerhalb des Dusade-Universums: einen Ort für historische Hintergründe, philosophische Gedankenspiele, Provokationen und jene Fragen, auf die es möglicherweise keine angenehmen Antworten gibt.


Denn weder die Bücher noch das Kompendium wollen dem Leser vorschreiben, was er denken soll.


Sie laden ihn lediglich in die Manege ein.


Was er dort erkennt, bleibt ihm selbst überlassen.


— Alexandre Dusade

Zuletzt durch Alexandre DuSade aktualisiert: 29.09.2026

Literaturport ID: 3700