Andreas Mand

Steckbrief

geboren am: 14.12.1959
geboren in: Duisburg
lebt in: Minden

Vita

 


Andreas Mand ist der Autor einiger Romane, die ab den 1980er Jahren bei kleineren deutschsprachigen Literaturverlagen erschienen, manche davon in zum Teil weiterentwickelten Lizenzausgaben auch bei Publikumsverlagen. Der Erzähler ist oft ein rebellischer Heranwachsender namens Paul Schade; ähnlich seinem Pseudonym in einer Essener Schülerzeitung. Das Verfahren in Büchern wie "Kleinstadthelden" (1996), "Das rote Schiff" (1994/97), "Paul und die Beatmaschine" (2006) oder "Vaterkind" (2001) würde man heute Autofiktion nennen. Die Methode entwickelt sich im Laufe der Zeit mit unterschiedlichen dokumentarischen Anteilen. Die Titel sind locker miteinander verknüpft, wobei sie nicht in chronologischer Reihenfolge entstanden. 


Die Bücher wurden im Feuilleton interessiert beobachtet und für Kleinverlagsverhältnisse teilweise recht gut verkauft. Ein dauerhafter Erfolg war nicht erreichbar, wenngleich die Kindheitsromane ("Grovers Erfindung" ab 1990 und einige Erweiterungen)  sich als stilprägend erwiesen.


Der Autor hat auch andere Texte geschrieben. Versuche in verwandten Medien, Film und Theater, führten nicht weit bzw. nur zu neuen Büchern. Zwischen 20 und 30 spielte und sang er in Bands, die selbstkopierte Kassetten herausbrachten. Das überlebte als Motiv in den Paul Schade Titeln.


 


 


 

Würdigung

"Denn welcher deutschsprachige Roman beweist schon so viel Sachkenntnis, bringt so viele genau recherchierte Details, wie man das sonst nur von amerikanischen Großmeistern kennt?" (Der Spiegel 34/1990 über "Grovers Erfindung")


"Wer Mands Romane liebt, kommt an dieser CD nicht vorbei, schon um in Liedern wie 'Du kannst meine Blicke brechen' die schwärmerische Liebe Paul Schades zur rätselhaften Sigrid aus dem 'Roten Schiff' wiederzufinden." (FAZ 3.2.2007 über "eine kleine Feile. Demos 1984 - 89")


"Eigentlich müsste Andreas Mand der Kultautor seiner Generation sein." (Süddeutsche Zeitung 22.6.2016 über "Der zweite Garten")


Einige Stipendien, Niederrheinischer Literaturpreis


 

Zuletzt durch Andreas Mand aktualisiert: 12.03.2026

Literaturport ID: 2769