Marlen Schachinger

© Christoff Wiesinger

Steckbrief

geboren am: 12.12.1970
geboren in: OÖ/Österreich
lebt in: Kleinbaumgarten

Vita

Marlen Schachinger-Pusiol


freiberufliche Autorin, promovierte Literaturwissenschaftlerin, Verlegerin



… wurde im Dezember 1970 frühzeitig und während eines Schneesturms geboren – wohlgemerkt: der österreichischen Variante desselbigen, und wie alles hierzulande kommt auch so ein Schneesturm ein bisschen verhaltener daher als anderswo, ein bisserl gemütlicher eben. Dennoch genügten die Böen, dass der Rettungswagen am See entlang schlingerte und beinahe in einer Schneewehe zum frühzeitigen Ende seiner Fahrt gekommen wäre. Und der Wind blies dem Kind, das gerade geboren wurde, in jener Nacht seine Lebenskraft und sein Temperament zu, wehte sie zum Trotzdem und nährte den unbändigen Wunsch, dieses Leben kraftvoll zu gestalten.
Nicht nur, dass bereits ihre Geburt mit einer Geschichte begann, wuchsen diese auch mit ihr, stärkten sich am Klang der Wörter in Gedichten, verzweigten sich in der Lektüre in alle Himmelsrichtungen, schufen Universen und Bildwelten, wurden Klangraum und Lebensmittel.


Und weil Marlen Schachinger-Pusiol ist, wer sie ist, will sie sehen, was vor sich geht, will Welt in ihrem Sein und ihrem Könnte umfassen, will gestalten. Sei es in ihren Büchern, in ihren Filmen, sei es in fremden Sprachwelten, die sie in ihrer eigenen zum Tönen bringt oder in den Erzählungen anderer, denen sie zur Welt verhilft. Da dies alles auch einen Boden braucht, studierte sie Komparatistik und Sprachen. Wer aber seine Gedanken mit dem Wind ziehen lässt, tut gut daran, nährende Erde unter den Füßen zu haben.


So erzählt, liest, liebt, lebt sie auf ihre Art: nachsinnend, wissbegierig, manchmal durchaus auch mit der Leidenschaft des Windes, dem sie von Kindheit an zugetan ist.
Zuletzt erschienen: »Landschaften in Schalen«, »Frauen lieben lernen« (2025), »Der Mann, der einen Berg versetzte, da seine Frau ihr Leben lebte« (2024), »Erkenntnis kommt in blauer Stunde« (2023), »Von der Kunst, Mensch zu werden« (2023), »Wort an Wort: Berührung« (2022), »Schatten & Licht« (2021), »Arbeit statt Almosen« (Doku), »Fragmente: Die Zeit danach« (2020), »Kosovarische Korrekturen« (2019), »Requiem« (2018), »Martiniloben« (2016). Schreibend setzt sich die promovierte Literaturwissenschaftlerin auch mit den Werken anderer in ihrem Blog »Mitlese« oder in Einzelpublikationen auseinander.


Zahlreiche Literaturpreise und -stipendien, zuletzt Stipendiatin der Kunstsammlung OÖ, Bad Hall. 


Sie ist Mitglied der GAV, des Österreichischen Schriftsteller*innen Verbands, der IG Autorinnen Autoren. 


Zahlreiche Publikationen und Literaturpreise, Lesereisen und Präsentationen im In- sowie im Ausland (USA: im Rahmen des Festivals »queer as volk«; außerdem: Paris, London, Dublin, Berlin, Magdeburg, Leipzig, Frankfurt, Hamburg, Bilbao, San Sebastian, Milano, Rom, Helsinki, Brüssel, Sarajevo, Kiew, Pristinë, Podgorica, Nikšić, Bukarest, New Dehli, Mexiko City, New York City, Moskau …)
Übersetzungen ihrer Arbeiten ins Englische, Französische, Italienische, Spanische, Russische, Albanische, Bosnische und Montenegrinische


www.marlen-schachinger.com

Würdigung

Literaturpreise & Stipendien


2025: Stipendiatin der Kunstsammlung OÖ, Bad Hall
2021: Stadtschreiberin Magdeburg (D)
BMEIA Internationale Literaturdialoge
2019: Stadtschreiberin, Wels OÖ
Seume-Literaturpreis für »Kosovarische Korrekturen« (D)
2018: Writer in Residence, Pristina (Kosovo)
2016: Jubiläumsstipendium der LiterarMechana für »Martiniloben«
Nominiert für den Literaturpreis Wartholz 2016
NÖ Landeskulturpreis – Anerkennungspreis für »Martiniloben«
2015: Writer in Residence-Aufenthaltsstipendium Česky Krumlov (CZ)
Nominiert für den Literaturpreis Wartholz 2015
Arbeitsstipendium der Mörderischen Schwestern für »Martiniloben« (D)
2014: Floriana 2014 / OÖ. Literaturförderpreis für »Unzeit«
2011: Wiener Autor[Inn]enstipendium für »Denn ihre Werke folgen ihnen nach«
Writer in Residence-Aufenthaltsstipendium Česky Krumlov (CZ)
2008: Writer in Residence Kuba.
2007: Writer in Residence-Aufenthaltsstipendium Gmunden
Preis des Theodor Körner Fonds für »¡Leben!« (Roman)
Lise Meitner Literaturpreis für »Und Marietta«
Stipendium des Bundesministeriums für Frauen
2006: Writer in Residence-Aufenthaltsstipendium Paliano / Rom (Italien)
Honorable Mention der drehbuchwerkstatt Salzburg für »Wir leben noch«
2005: Drehbuchstipendium des bmukk für »Wir leben noch«
2004: Mira-Lobe-Stipendium für Kinder- und Jugendliteratur
2003: Netzine-Preis 2003 für Kurz-Kurzgeschichten für »Nachts im Engländer«
Stipendium des Klagenfurter Literaturkurses
2002: Talentförderungsprämie OÖ für »Ich, Carmen«
1999: Preisträgerin des Poetry Slams (Wien, Schikaneder) für »Puppengarten«
Querfunk – Hörspielpreis, Karlsruhe für »Die Wohngemeinschaft«
Seit 1998: Arbeitsstipendien des Bundes, Reisestipendien des Bundes
1996: Arbeitsaufenthalt und Wohnort Paris.



Forschungsstipendien & -preise
2013: Forschungsstipendium, MA 7 für »Werdegang«
2012: Leistungsstipendium, Universität Wien für »Werdegang«
2010: Wissenschafts- und Forschungsstipendium, Stadt Wien für »Werdegang«
Forschungsstipendium der Universität Wien für »Werdegang«
2009: Preis des Theodor Körner Fonds für »Hertha Firnberg. Eine Biographie«
2006: Wissenschafts- und Forschungsstipendium, Stadt Wien

Aktuelles

»Mitlese«


… der Blog für Literaturkritik, potologische Reflexionen und neugierige Ein- und Ausblicke in die Literarische Mischpoche


»Literatur – hören & sehen«


… Mitschnitte zu Lesungen, Talks und Diskussionen, seien sie literarischer, kulturpolitischer oder  gesellschaftspolitischer Natur


Newsletter: ja, bitte! Für all jene, die gerne am Laufenden bleiben wollen …

Werk

Eigenständige Veröffentlichungen

Veröffentlichungen in Anthologien

Facetten 2025: Stufen

Bibliothek der Provinz 2025 Anthologie

Hiddensee und der Orient: Euer Alexander Moissi!

Hirnkost Verlag / berlin 2024 Anthologie

Welten wider willen: Mit Athena! Und bewege deine Hände

fabrik:transit 2024 Anthologie

Maria Theresia

ÖKF Bratislava 2017 Anthologie

As long as

Milena Verlag

coming again and again

Milena Verlag

farben

Podium

Fest Essen

Milena Verlag

Mords-Niederrhein

Leporello Verlag 2007

Ein Komma dazwischen. In: Hiddensee und der Orient

Hirnkost / Berlin 2024 Drama

nah und fern: nah & fern der Kunst

2024

Guirlande d'amour. In: »Spuren«

St. Pölten 2018 Anthologie Forum Land

Female Science Faction Reloaded

Promedia Verlag 2009

c/o

Milena Verlag

Das große Verwandtenhasser-Buch

fein und gemein

Krug & Schadenberg

Menschen und Bibliotheken

Edition Atelier 2007

Tangonächte

 Lyrik

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

Veröffentlichungen in literarischen Zeitschriften

Podium: Fließende Zeit

Podium, Literaturkreis Schloß Neulengbach 2025 Erzählung

Rampe 2/2024: Symphonie in Es-Dur: die Romantische

2024

Die Rampe 3/22: Von des Himmels Weite und sich drehenden Rädern

2022 Anthologie

Die Rampe 4/2021: »Es braucht drei, für einen Tango«

2021 Anthologie

Wie Max es sah.(Textausschnitt, »Vakant«) In: Rampe 4/18.

Rampe/Linz 2018 Erzählung

»Vakant« In: Salz

2017

»Eselohren/Totenlied« In: Lichtungen

2014

»¡Leben!« in: Lichtungen (Textausschnitt)

Graz 2013

Lichtungen: Äther Weihrauch Amber (Textausschnitt)

2010

Macondo 21: Goldfische

2009

podium literatur: Stichprobe. Nr. 143/144.

2007

Macondo: Genuss

2006

Reibeisen: In andren Zeiten IV

2006

Lescriba Nr. 3: Freundinnen

2005

@cetera: Me-schugg-enes. Nr. 17

2004

Die Rampe 3 / 04: Begegnung

2004

Die Brücke Nr. 43: Ingeborg Bachmann od. Ausgeschlafene Köpfe in

2003

Facetten 2003: Im Leben der Tod

2003

Facetten 2002: Neu(e)Rosen für Theresa O.Brincek: Das Dorf

2002

Die Rampe 1/01: Neu(e)Rosen für Theresa O. Brincek. (Textausschnitt)

2001

Die Rampe 3/2001: Anaïs oder die Familie

2001

Wienzeile: NachtSchatten

2001

@cetera Nr. 2: KalenderLeben

1999

erostepost Nr 19: Oj dortn

1998

aus dem Alltag: Im Zeitfenster

2024

Die Krähe: Zeit läuft

Wien 2023 Zeitung

Literatur + Kritik 3: Sich zumuten. ein weagnis.

Otto Müller Verlag 2022

»-908 Nächte« (Textausschnitt, »Gute Ru_h«)

Reibeisen/Stmk. 2019 Erzählung

»Curt« (Textausschnitt, »Gute Ru_h«)

Facetten/Linz 2018 Erzählung

»Der Tod? Steht niemandem gut« (Textausschnitt. In: 99

2015

»Fadenkreuz« In: Die Rampe

2014

»Puppengarten« In: LitArena 5, etcetera 45

LitGes St. Pölten 2011

Lichtungen: Tochter meiner Mutter

2010

Facetten: Nun Schwesterchen, was sagt dein Herz ...

2007

Landstrich: Netzwerk

2006

podium literatur: Fremdgang.Spielplan

2006

Sterz: WeinUndKuchen für Rotkäppchen

2006

Lichtungen: ¡Leben!. Nr.102 / XXVI. Jg./2005

2005

Cognac & Biskotten: Die Cellospielerin. Das Tiroler Literaturmagazin Nr. 20

2004

Macondo 10: ReisEnde

2004

Die Rampe 1/03: Gannawen

2003

Macondo: LebAEndig

2003

Freibord 114 (4/2000): Neu(e)Rosen für Theresa O. Brincek. Entdeckung und Aufbruch. (Textausschnitt)

2001

Die Rampe 2/2001: Nächstes Jahr... - oder lieber gleich?

2001

LOG 92/2001 XXIII: NachtDämmerung

2001

Facetten 2000: unter.druck für Onowski

2000

Erostepost Nr. 22: Nach der Lüge

1999

Worte zum Glück

kkl Lyrische Prosa

Übersetzungen

Herausgeberschaften

Fragmente: Die Zeit danach

Promedia Verlag / Edition Arthof / Wien 2020 Anthologie

Brüchige Welten

Edition Atelier 2012 Anthologie

SchreibSpuren 2010

Edition VHS 2010 Anthologie

»übergrenzen«

Septime Verlag 2015 Anthologie

Identitäten

Edition Atelier 2011

sonstige Werke

Literatur: hören & sehen


»Jungfernblut tut Drachen gut«


Ein amüsanter, essayistischer Spaziergang durch die Motivgeschichte des Drachenwerks, von der Bibel über Heiligen Legenden, »Beowulf«, »Nibelungen« und »Fafnir, Tolkiens »Kleiner Hobbit« und Lewis' »Chroniken von Narnia«, Paolinis »Eragon«, Walter Moers »Bücherdrache« und George R.R. Martins m»Lied vom Eisdrachen«, Michael Endes »Unendlicher Geschichte«, Cornelia Funke »Drachenreiter« bis zur schmeichelweichen Kinderliteratur und einem Exkurs in Daniel Kehlmanns »Tyll«


Wir lesen nobel: Luise Glück & »Ein Gedicht« für Chimengül Awut


Arbeit statt Almosen: Dokumentarfilm


Kosovarische Korrekturen: Trailer zum Buch:


https://www.youtube.com/watch?v=QyFuYbCW-wI&t=13s


Schatten & Licht: multilinguales Kunstprojekt mit Paolo Vivian (Italien) im Rahmen der »Internationalen Dialoge«


Schatten & Licht: https://youtu.be/w6-ZAQFR2EA?feature=shared


Ombre e luci: https://youtu.be/YytSrIYUyZ8?feature=shared&t=2


Shadow & Light: https://youtu.be/t5qBjcrH1yE?feature=shared


Sombra Y Luz: https://youtu.be/idcg42GSShU?feature=shared&t=1


L'Ombre et la Lumiere: https://youtu.be/QCl00Ndsv0o?feature=shared


 


Essays:


Seit 2017: »Mitlese«-Blog auf www.marlen-schachinger.com zur Faszination Literatur & Literaturwissenschaft
Seit 2012: Essays für das Feuilleton »Spectrum« der österreichischen Tageszeitung »Die Presse« sowie für
2022–2024: Printzeitung »Die Krähe«, kontinuierliche Mitarbeit
2016: »Intento de anamnesis / Versuch einer Anamnese« (Spanisch/Deutsch, Quimera. Revista de Literatura, Barcelona, N° 388, März 2016, S. 11–13.)
2012–2016: Essays in »Literatur + Kritik«
2006–2012: mehrere Essays in: »Buchkultur«
2004–2006: mehrere Essays in: »[Sic!]«

Zuletzt durch Marlen Schachinger aktualisiert: 07.02.2026

Literaturport ID: 1417