Arnold Maxwill

Vita

Arnold Maxwill, geb. 1984 am Niederrhein, lebt und arbeitet in Dortmund. Mehrere Einladungen zum Open Mike. Für seine Gedichte erhielt er u.a. den GWK-Förderpreis, Feldkircher Lyrikpreis und Lyrikpreis München. Bislang erschienen die Gedichtbände Raumsch, KW und Noir, nun folgen drei Bände mit Notaten, der erste heißt Kaschk.


Lyriker, Lektor, Literaturwissenschaftler. Studium der Deutschen Philologie, Geschichte, Philosophie, Kunstgeschichte, Erziehungswissenschaft. Forschungsschwerpunkte: Literatur des Ruhrgebiets, Arbeit in der Literatur, Regionale Literaturgeschichte, Bergarbeiterdichtung, Literarische Nachlässe, Gegenwartsliteratur, Produktionsbedingungen des Schreibens. Konzeption und Publikation von Anthologien, Sammelbänden, Neuausgaben sowie Archivfunden. Zahlreiche Veröffentlichungen und Herausgeberschaften bei Aisthesis.

Würdigung

Arnold Maxwill schreibt irritierende und spröde, in freirhythmischen Versgruppen zu je drei Zeilen äußerlich fest gefügte Gedichte. Sie prägt eine Haltung der Distanz und Rationalität sowie ein spezifischer, analytisch-objektivierender Blick und ein eigenständiger, bei starkem Einsatz der lautlich-musikalischen Mittel der Sprache doch immer sachlich-nüchterner Ton. Unter dem Obertitel verschränktes Gelände nimmt der Lyriker in der Gedichtserie, mit der er sich um den GWK-Förderpreis beworben hat, das aktuelle Dortmunder Stadtgebiet ins Visier: einzelne Straßenzüge, Wohnsiedlungen, Brachflächen, ein Areal ehemaliger Schwerindustrie, Parks, den renaturierten Flusslauf der Emscher, den Dortmund-Ems-Kanal oder eine innerstädtische Naturschutzzone –, kartierte Orte großstädtisch transformierter Natur oder von Flora und Fauna durchzogener Zivilisation. Die Gedichtüberschriften nennen das jeweils anvisierte Gelände bei seinem Namen. Prominent in der Gedichtüberschrift »Hoeschlektüre«, aber auch in den Texten selbst, nennt der Autor das, was er mit seinen Versen tut, »Lektüre«: Er liest das »verschränkte Gelände« dort draußen, sein Gedicht ist eine Lektüre der Außenwelt, nicht deren bloß dokumentarisches Abbild in gewöhnlicher Sprache, sondern deren deutende Transformation. Entsprechend sind die benannten Dortmunder Orte im Text auch nicht wiedererkennbar. In poetologischer Lesart wird durch die Überschrift »Hoeschlektüre« jedes Gedicht selbst zu einem »verschränkten Gelände«, das »Lektüren« im Sinne des Autors fordert. Arnold Maxwill rekurriert mit dem Wort »Lektüre« und in mit diesem verwandten Signifikanten auf geschichtlich wirkmächtige Ideen. Er ruft mit ihm den christlich-romantischen Topos von der Lesbarkeit der Welt auf bzw. das Konzept einer Sprache oder Schrift der Natur. Danach wohnt den Naturdingen eine aus dem göttlichen Logos fließende Sprache inne, die sich in ihrem Äußeren als oder wie eine Schrift artikuliert und dadurch das innerste Wesen der Dinge objektiv offenbart. Sie ist Voraussetzung und Grundlage der menschlichen Sprache und muss von den Menschen, die qua Lektüre ins Innerste der Welt einzudringen hoffen, gehört und gelesen und in Menschensprache übersetzt werden. Diese Hoffnung allerdings erfüllt sich, selbst für die Inspirierten, nie. Andernorts bringt Maxwill Verwandtes, Säkulares, ins Spiel: die alchemistische Signaturenlehre, die besagt, dass sich in seinen äußeren Merkmalen, »Signaturen«, das substantielle, innere Wesen eines Dings offenbart und sich in ihnen sein innerer Zusammenhang mit anderen Naturdingen sowie seine Wirkung auf diese ausdrückt. Auch die Signaturen müssen von Kundigen gelesen werden. Doch der Lyriker bezieht sich auf diese logozentrischen Konzepte, die auf dem Dualismus von Innen und Außen, Kern und Gehäuse, eigentlichem Wesen und kontingenter Erscheinung, beruhen und bis in die Moderne die Naturlyrik durchdrangen, um ihnen abzusagen – und dennoch die Tradition zugleich fortzuschreiben aus der aufgeklärten Perspektive des Städters des 21. Jahrhunderts. Denn eine subjektivistische Ausdrucks- oder Erlebnislyrik, die die Außenwelt vollkommen in das ›lyrische Ich‹ hineinzieht, lehnt er durch den evidenten Rekurs auf die »Lektüre«-Tradition implizit gleichfalls ab. In und aus seinen Gedichten ist, versteht man sie poetologisch, zu lesen, dass für den Dichter Arnold Maxwill seine Lektüre des Dortmunder Geländes »eine Art / von Abbruchmanagement« ist, »abgezuppt & anarchistisch« (Gebietsentwicklung), Dekonstruktion der Tradition und als solche »Gebietsentwicklung« im Gelände der Lyrik. Seine »Lektüren« lesen, beziehen sich auf sinnlich erfassbare Oberflächen, Sichtbares und Hörbares. Analytisch, an den heutigen Methoden und der Sprache der Naturwissenschaft geschult, durch die Reflexionen der Linguistik und Philosophie, durch die Literatur und die Literaturgeschichte hindurchgegangen und gewiss im Wissen um das schwermütige Scheitern der Kollegen, die vordem im vormodern-hermeneutischen Sinn die Welt lasen, entwickelt der Dortmunder Dichter seinen ganz eigenen Ansatz, den selbst »Konzept« zu nennen er jedoch zurückweist. Er legt »Sichtfelder« im Gelände fest und übersetzt diese ins Gedicht in einer ihm eigentümlichen, abstrakten, Strukturen, Elemente, Zusammenhänge und Bewegungen, bisweilen objektale Konstruktionen nüchtern, hart bis schroff und nominal benennenden Sprache. Im Gedicht reflektiert er zudem den Wahrnehmungsvorgang als solchen, als ein unauflösliches Ineinander, ein »verschränktes Gelände«, von komplexen, bei allen Menschen gleichen, physiologischen Prozessen und kulturell-einzelsprachlich vermittelten Operationen, die von den konkreten Gegebenheiten von Subjekt und Objekt abstrahieren (»Roggen für jede Retina«). Doch wird durch dieses Vorgehen nicht ein Inneres geleugnet, die Welt und das Ich überhaupt auf Oberflächen und bloße Physis reduziert, die äußere Natur und der Mensch selbst auf ein manipuliertes »Gelände«. Arnold Maxwill scheint vielmehr ein unsagbares freies Inneres und eine freie Natur negativ abzustecken und in seinem Gegenteil Zeichen dieses Anderen auszumachen, eines äußeren »offenen Geländes« (Auf dem Brink) und eines natürlichen Innenraums: »so / bleibt der Innenraum schön unmarkiert« (Bereitschaftsfläche). Hier und da scheinen in seinen Texten, auch im Wortfeld des Fließens, mit der Möglichkeit, dass sich alle Sichtfelder durch das deregulierende und anarchische Wirken der Natur, die auch der Mensch ist, ändern und mit der subjektiven Möglichkeit auch des Dichters, all seine Sichtfelder zu re-vidieren –, hier und da scheinen in seinen Gedichten die ‚Verschränkungen‘ sich zu lösen und sie selbst sich und die Lesenden zu öffnen auf das, was damit als das Schönste erkennbar wird. So schließt Hoeschlektüre offen und ohne Punkt: »was sich meldet trotz Schorf & / Schrunden: Sanftheit; feuchte Re- / visionen. – Unterkunft, innerhalb« (Susanne Schulte, Laudatio, 2016)


»Arnold Maxwill ist ein eigenwilliger Sprachspieler, dessen Texte gern auch einmal sperrig daher kommen, sodass man sie überlisten muss, wenn man mit ihnen Freundschaft schließen will.« (Das kleinste Poesiefestival der Welt)


»Es hat mir gefallen, aber ich habe nichts verstanden.« (Anonym)


»Das ist lustig.« (Häuptling Hunger)

Aktuelles

Vor einigen Wochen hatte ich eine sorgfältigere Prüfung bei der Verwendung von Steuergeldern in die Debatte gebracht, konkret bezogen auf die ökonomischen Realitäten: Muss ein Hörbuch von Alice Schwarzer wirklich auf die Kulturförderung zurückgreifen? Ist das zu rechtfertigen? Nun hat der Große Wolfram diesen Wunsch nach Prüfung aufgegriffen, allerdings anders als gedacht. Nicht die finanziellen Aspekte, auch nicht die ästhetischen Kriterien sollen ausschlaggebend sein, nein, es findet eine Überprüfung der Gesinnung statt, eine Anfrage beim Inlandsgeheimdienst liefert solide Ergebnisse. Solche Prüf- und Restriktionsexzesse sind keine Marke Eigenbau der Christdemokraten, das haben in ähnlicher Weise in der vorigen Legislaturperiode bereits die FDP für den Wissenschaftsbetrieb sowie die SPD für missliebige Printprodukte durchexerziert – letztlich erfolglos. Dass der Kulturstaatsminister dies nun auf dem Feld der Literatur ausprobiert, wäre somit auch Ausdruck eines Zeitgeists, und ist doch sehr viel mehr. Bei Weimer ist – wolkigen Huldigungen an Schillers Idee von der Kunst als ‚Tochter der Freiheit‘ kurz nach Dienstantritt zum Trotz – eine ganz spezifische Agenda am Werk: Es geht nämlich sehr wohl darum, einen konservativen Umbau des Staates in der Kunst und Kultur umzusetzen, ja gerade dort. Doch derartige Eingriffe und Instrumentalisierungen widersprechen dem Grundgesetz, den dort zugesicherten Freiheiten. Dass Weimer dem Votum einer – durch seine Behörde einberufenen – Fachjury widerspricht und drei Buchläden die jeweils mit 7000 Euro dotierte Auszeichnung zum Deutschen Buchhandlungspreis nach ungenannten und somit unüberprüfbaren „Erkenntnissen“ des Verfassungsschutzes entzieht, beschädigt nicht nur die Jury, sondern den Preis insgesamt und destabilisiert die Branche, denn alle drei Läden – der Golden Shop in Bremen, die Rote Straße in Göttingen sowie der Buchladen zur schwankenden Weltkugel in Berlin – haben diesen einst durch Monika Grütters initiierten Preis für unabhängige Buchhandlungen bereits einmal erhalten. Aber nun wird plötzlich die Zugehörigkeit zu einem politischen Spektrum, das Weimer ohne weitere Anhaltspunkte dem Ex­tremismus zuordnet, zum Problem. Doch Bücherregale zu Antikapitalismus und Feminismus sind kein Angriff auf die demokratische Verfassung, im Gegenteil; die staatsmännische Sorge Weimers ist an dieser Stelle falsch und verlogen – oder zumindest übergriffig und handwerklich schlecht ausgeführt. Dass Sebastian Guggolz als Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels den Vorgang als „hoch fragwürdig“ empfindet und angesichts der nun klar ablesbaren Tendenz „großes Unbehagen“ verspürt, ist so diplomatisch wie umsichtig formuliert; gezielte Angriffe auf den Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien scheut die Branche, zu sehr sind viele vom Wohlwollen, von Förderung aus Berlin abhängig. Dass Weimer zukünftig prinzipiell den Verfassungsschutz vorschalten will, sobald die Kultur Steuergelder erhält, ist ebenso beunruhigend wie das beharrliche Schweigen des Koalitionspartners, die Freiheit der Kunst scheint in der Sozialdemokratie nicht länger eine schützenswerte Selbstverständlichkeit zu sein. Selbst wenn die in den Medien zaghaft aufkommenden Rücktrittsdebatten ein entsprechendes Ergebnis produzieren sollten – sehr unwahrscheinlich –, bleiben Weimers autoritären Gesten nicht ohne Folgen, sie verändern den vorpolitischen Raum, das Denk- und das Sagbare. Im Grunde ist der Kulturstaatsminister mit dieser Agenda nicht allzu weit entfernt vom wichtigsten politischen Mitbewerber, dessen Parole lautet bekanntlich: Deutschland. Aber normal. Und die Publizistin Mariam Lau irrt gewaltig, wenn sie glaubt, Weimer gelänge auf diese Weise eine resolute Abwehr der AfD, im Gegenteil: Die bürgerlich-konservative Mitte bereitet auf dem Feld der Kultur so den Boden für einen politischen Umbau; alles Weitere lässt sich nachlesen im „Regierungsprogramm“ der Alternative zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. – Und die übereilte Absage der Preisverleihung auf der Leipziger Buchmesse passt gut ins Bild: Weimer verweigert eine Aussprache, bleibt intransparent und stellt sich nicht der Kritik. Das ist feige.

Werk

Einträge im Register der Literaturzeitschriften

sonstige Werke

Geräteschuppen, unaufgeräumt


ganz umstandslos verirren.


Schreiben, das meint Schnüffeln, Wühlen, Horten. Und Bewegung.


erst einmal ist alles verfügbar. (nur ein Ideal, natürlich)


sich merken, wo das Zögern beginnt.


vor Jahren mal die Frage nach meinem Geschreibsel. (und, ja, das gefiel mir ausgesprochen gut)


auch als Lesender ist man ja im Gespräch.


Schreiben ist unbedingt auch Nichtschreiben, aufgeschobenes, angehaltenes, unterbrochenes Schreiben.


Intensität, die immer auch ins Abseitige geht, der Mühe bedarf.


Was ich will, ist mit zwei Sätzen zu sagen: Ich möchte meinen Texten gegenüber ein Töpfegucker bleiben. Wie der zweite Satz lauten soll, überlege ich mir noch.


leuchtende Pullover.


Das Gedicht darf bitte erst einmal rein, meinetwegen die Schuhe aus, dann gern aufs Sofa. Es muss sich nicht eigens vorstellen. Das Gedicht bekommt eine Schorle, einen Kakao. Und jeder voreiligen Erklärung, ausufernden Anekdote ist eh zu misstrauen.


erst in der Wiederholung öffnest du; du wirst Zeit brauchen.


Nachdem die Änderung der Änderung rückgängig gemacht wurde: den Bleistift aus der Hand.


ab und zu die Zügel schießen lassen.


In dieser Folge steht die langsame Wanderung der Socken vom Schlafzimmer ins Badezimmer im Mittelpunkt.


Das seien Brühwürfel, was ich da mache, sagt D. nach Lektüre, lachend.


wie gefährdet das Schreiben durch Abbruch, Stottern, Aufschub, Schlingern ist. (und wie sehr dieses vermeintliche Misslingen heilsam ist)


und immer wieder folgender Satz: es hat mir gut gefallen, aber ich habe (leider) nichts verstanden.


durch das Schreiben verwildert.


Das Gedicht will zeugen, nicht Transportmittel sein, nicht Zwischengeschoss.


und schon bin ich in einem anderen Zusammenhang.


der Text ist ein Tiger. (sofern er keine Zahnschmerzen hat)


nicht jeder Überschuss muss kleingekaut werden.


Verlangen nach Fächerung, Mutation.


wohl kaum etwas unzuverlässiger als das Reden über eigene Gedichte.


dass ich immer langsamer werde.


Einer kommt ins Buch und möchte gekrault werden. Das Buch, je nach Perspektive Kontrahent oder Kombattant in dieser Phase, hat aber nur ein Gedicht, zumal ein vermeintlich schwieriges, an der Hand. In der Annäherung und Absicht des einen stecken mehr halbpräzise Bedürfnisse: Es geht nicht darum, unterhalten zu werden; es sind Wünsche, die auch etwas enthalten, was sich auf Unmögliches richtet. Zugleich aber ist die wohl ebenso starke Lust, ein Gedicht zu schreiben, hier nach mehrwöchiger Praxis materialisiert; es steckt durchaus Mühe darin. Was tun?


Das Schreiben macht dich offener. Gieriger, neugieriger. Es macht zornig oder vorsichtiger, skeptisch. Es fördert Unruhe. Und Nachsicht, Zärtlichkeit.


Möglichkeitsraum, aufgeribbelte Fasern.


und immer wieder: nein, das ist kein Fehler, keine Nachlässigkeit.


Überblendungen, Ersetzungen; Permutation, Kombination.


diese Gegenden ohne Geländer.


Kunst, d.i. entscheiden (aber natürlich auch Taumel, Verstrickung etc.)


muss das Gedicht immer perfekt sein?


verzweigtes Feld, kommunizierende Röhren.


mein froher Grund: den 27. September gibt’s mehrmals im Jahr.


Was ist das Gedicht? ein Tiger? ein Turnschuh, ein Mobile? ein Feuchtbiotop mit integrierter Grillstation? Lasst uns, so dröhnen Nebenzimmer, konkreter senken: Strömungen, Konflikte. Überzeugt diese Lautfolge? ist dies die angemessene Struktur? gibt’s Nebelkerzen? welche Knieschoner verstecken sich denn hier?


Sieben, Prüfen, Warten.


Könntest du den Dachs übernehmen?


Sondierungen; sehr offene Hefte.


Du denkst Dir so Wörter aus, grinst die Musikerin mich während der Probe an.


beschädigt sein.


das Recht auf einen Baum vorm Fenster.


ich wiederhole mich: Distanz und Exploration.


finden weitere Schwebstoffe sich.


Konstellationen | Gravitationen


Adi Preißler sagt: Entscheidend is aufm Platz.


Bin ich nun Mitglied einer Turnfraktion?


das alles später nochmals genauer betrachten.


oder ist der Hase etwa im Ganzen falsch?


Den Marathon schaut sich das Gedicht vom Fenster aus an.


ach Verstehen. (als ob es abseits dieser Schneise nicht ebenfalls Pfade gäbe)


In der Küche hängt eine kleine Fotografie von Heinrich Böll, Merten im März 1985, aufgenommen wenige Monate vor seinem Tod. Erschöpfter Autor am Arbeitstisch. Was mich schon vor zwölf Jahren in diesem Bild am meisten erschrak: die zentrale Position des Telefonapparats.


jaja, natürlich Abgrenzung (das alte System mit Schal).


es wohnen Wulkower Füchse in mir.

Zuletzt durch Arnold Maxwill aktualisiert: 31.05.2026

Literaturport ID: 3097